Samsung
Galaxy Tab 10.1 in Deutschland weiterhin verboten
Der Antrag von Samsung Electronics das Verkaufsverbot seines Galaxy Tab 10.1 in Deutschland aufzuheben, wurde abgelehnt. Damit hat Apple einen symbolischen Sieg bei seinen Anstrengungen die Führungsposition im Markt der Tablet-Computer zu behalten gewonnen.
Das zuständige Düsseldorfer Gericht sagte am Dienstag, dass Samsung die ältere Version seines Galaxy Tab in Europas größter Wirschaftsmacht nicht verkaufen darf.
Apple bekämpft weltweit verschiedene konkurrierende Hersteller von Smartphones und Tablet-PCs wegen Urheberrechtsverletzungen vor Gericht.
Der Kampf mit Samsung, dessen Tablets auf Googles Android-Software basieren, ist besonders erbittert, da die Galaxy-Geräte die größten Herausforderer von Apples mobilen Produkten.
Apple behauptet, dass die Galaxy-Serie von Mobiltelefonen und Tablets das iPhone und das iPad “unverschämt genau” kopierten. Daher verklagt Apple das koreanische Unternehmen in den Vereinigten Staaten von Amerika, Australien, Japan und Korea genau so wie in Europa.
Im September gewann Apple eine einstweilige Verfügung, die es Samsung Deutschland verbietet das Galaxy 10.1 Tablet im Großteil Europas zu verkaufen, da das Gericht das allgemeine Design des Tablets dem Apple iPad als zu ähnlich erachtete.
Seitdem haben verschiedene Länder, darunter die Niederlande, die USA und Australien beschlossen Samsung den Verkauf des Galaxy Tablet wieder zu erlauben.
Samsung, das sowohl Apples Zulieferer als auch Wettbewerber ist, hat versucht die deutsche Entscheidung zu revidieren, während auch andere Wege gesucht wurden, um Apple zu bekämpfen.
So wurde das Galaxy Tab 10.1 nur für den deutschen Markt überarbeitet und in Galaxy Tab 10.1N umbeannt, um das Verkaufsverbot zu umgehen.
Apple hat auch versucht die überarbeitete Version anzufechten, aber ein deutsches Gericht wies die Klage Apples in einer vorläufigen Einschätzung letzten Monat zurück. Eine endgültige Entscheidung in diesem Fall wird für den 9. Februar erwartet.
Samsung platzierte in Deutschlang auch Gegenklagen in Richtung Apple, die die Verletzung von Patenten zur mobilen Technologien betreffen. Ein Gericht in Mannheim hat in den Fällen über zwei der Patente gegen Samsung entschieden und soll am 2. März über ein drittes richten.
Apple wird das Samsung Galaxy 10.1N in Deutschland nicht stoppen können
December 23, 2011 by pacco
Kategorie: Apple, Samsung, Tablet Computer
Eine Richterin des zuständigen Düsseldorfer Gerichts hat heute die Einschätzung geäußert, dass Apple höchst wahrscheinlich keinen Erfolg damit haben wird, das modifizierte Tablet Samsung Galaxy Tab 10.1N in Deutschland zu verbieten.
Richterin Johanna Brückner-Hofmann meint, dass Samsung das Galaxy Tab 10.1 mit der Versionsbezeichnung “N” wahrscheinlich so weit verändert habe, dass es keine Apple-Patente mehr verletzt.
“Die Endverbraucher sind sich sehr wohl bewusst, dass es das Original gibt und dass Wettbewerber versuchen ähnliche Designs zu verwenden. Käufer informieren sich sehr aufmerksam über interessante Produkte”, sagte Brückner-Hofmann. “Wir glauben nicht, dass jemand ein Samsung kauft, um seinem Tischnachbarn im Café weis zu machen, dass er ein iPad hätte.”
Ein Samsung-Sprecher sagte, dass sein Unternehmen nicht kommentieren wolle.
Apple und Samsung führen überall auf der Welt einen Patentkrieg gegeneinander seit Apple im April den Kampf eröffnet hat.
Im August verhinderte das Düsseldorfer Gericht den Verkauf des Galaxy Tab 10.1 überall in Europa außer in den Niederlanden. Aufgrund gewisser Unsicherheit, ob ein deutsches Gericht überhaupt einem koreanischen Unternehmen verbieten dürfe seine Waren außerhalb von Deutschland zu verkaufen, beschränkte das Gericht seinen Richterspruch später auf das Verbot des Verkaufs innerhalb Deutschlands.
Um dies zu umgehen, stellte Samsung ein verändertes Tablet vor, das nun Galaxy Tab 10.1N heißt. Es hat einnen Metallrahmen, der sich rings um die Kante des Tablets legt. Es ist unverändert dünner und leichter als das iPad 2 und Samsungs TouchWiz UX Benutzeroberfläche für Android 3.1 Honeycomb ist hell und einladend. Dadurch fühlt es sich an, als sei es anderen Android-Tablets gleich eine ganze Generation voraus, obwohl die grundlegende Technologie weitgehend dieselbe ist. Es kam in Deutschland in der Woche vom 21. November auf den Markt und, wenig überraschend, hat Apple gleich versucht das 10.1N in das Gerichtsverfahren ein zu beziehen.
Ein endgültiger Richterspruch wird für den 9. Februar erwartet.
Apple hatte auch in Australien Erfolg damit, den Verkaufsstart des Galaxy Tab 10.1 zu verzögern, aber inzwischen hat ein Gericht die Erlaubnis für den Verkauf des Geräts in Down-Under erteilt.
Apple vs. Samsung: Jetzt auch in der Werbung
Während weiterhin überhall auf der Welt ein Kampf zwischen Apple und Samsung tobt, haben sich letztere entschieden den Kampf zu jenen zu tragen, um die es wirklich geht: den Konsumenten.
So wurde eine neue Werbekampagne gestartet, die aus einigen Fernseh-Spots besteht, die in einer Straße spielen, wo Menschen weiße Kopfhörer-Knöpfe in den Ohren tragen und in einer Schlange auf die Veröffentlichung eines neuen Smartphone warten. Obwohl Samsung sich nicht die Blöße gibt tatsächlich die Worte “Apple iPhone” zu verwenden, ist klar für was die Leute Schlange stehen.
Einige der lustigeren Bemerkungen der Wartenden beziehen sich auf neunstündiges Schlangestehen, kurze Batterieladezeiten, das identische Aussehen des iPhone 4 und des iPhone 4S und eine Reihe anderer verrückter Verhaltensweisen, für die Apple-Fans an Veröffentlichungstermin des iPhone berühmt sind
Natürlich entdecken die Leute in der Schlange dann eine Frau, die auf einer nahegelegenen Bank sitzt und das Samsung Galaxy S II verwendet. Schließlich bringen sie die Dame dazu ihnen das Smartphone zu zeigen und sie beginnt damit zu prahlen wie groß und hell das Display des S II und wie schnell die 4G-Datenanbindung ist, um auch noch zu die tollsten Android-Apps zu zeigen.
Samsung will die Leute auf jeden Fall wissen lassen, dass hier Smartphones verkauft werden, und hat keine Angst davor die Konkurrenz zu verhöhnen.
“Diese Kampagne wurde entwickelt, um die Konsumenten an den [...] Buzz heranzuführen, der durch das Galaxy S II generiert wird, seitdem es im September auf den Markt kam,” sagte Todd Pendleton, der Marketing-Chef von Samsung Mobile. “Wir wollen, dass die Leute wissen, dass sie eine bessere Wahl haben, wenn es darum geht ein Smartphone zu kaufen. The next big thing ist schon da - jeder kann das neuste, innovativste Gerät haben ohne Schlange zu stehen.”
Währenddessen verklagen sich Samsung und Apple wegen patentrechtlicher Belange in Deutschland. Außerdem sind Gerichtsverfahren in den Niederlanden, Australien, den USA und anderen Märkten anhängig.
Hier geht’s zu einem der Werbespots auf youtube.
Google und Samsung präsentieren Galaxy Nexus mit Ice Cream Sandwich
Die Smartphone-Entwickler von Google haben Samsungs Galaxy Nexus, das mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich läuft, präsentiert.
Nachdem Google und Samsung die Präsentation für das Galaxy Nexus, von dem im Vorfeld erwartet worden war, dass es Nexus Prime heißen wird, schon einmal verschoben hatten, enthüllte das Konsortium nun das Android-Gerät der Extraklasse, das einen ganzen Haufen neuer Features bietet.
Googles Veranstaltung drehte sich mehr um Android 4.0 als das dazu passende Mobiltelefon.. Schließlich gibt es eine Menge Android-Geräte, die mit Apples 4S mithalten können. Und Google hat es geschafft die entsprechende Software zu liefern. Das Unternehmen präsentierte Features wie Gesichtserkennung zum Entsperren des Smartphones, die Fähigkeit der Datenübermittlung durch Near-Field-Communication (NFC), besseres Multitasking und engere Integration mit Google+ und Hangout. Eins fehlte jedoch: Die Erwähnung eines verbesserten Spracherkennungssystems, das sich mit Siri messen könnte.
Samsungs Galaxy Nexus wird nicht das einzige Smartphone sein, das mit Android 4.0 läuft. Google teilt mit, dass das Nexus S auch ein Update bekommen wird. Ältere Geräte werden unter Umständen auf Drittanbieter von Android-Distributionen warten müssen, bis sie Android 4.0 ausprobieren können.
Da Google bestätigt hat, dass Ice Cream Sandwich sowohl auf Smartphones als auch Tablets laufen wird, war es keine Überraschung zu hören, dass das Unternehmen das Betriebssystem bezüglich High-Definition-Bildschirmen optimiert hat. „Wir haben eine neue Schriftart kreiert, die für HD-Displays optimiert ist und wir haben alle Hardware-Knöpfe zu Gunsten anpassbarer Software-Knöpfe abgeschafft. Weiterhin haben wir die Tastatur dramatisch verbessert.“ Außerdem soll der Web-Browser „eindeutig schneller“ sein.
Das Galaxy Nexus soll ab November praktisch überall verfügbar sein. Es blieb allerdings unbekannt zu welchem Preis das Gerät zu haben sei. Das Galaxy Nexus könnte das letzte Android-Gerät sein, an dem Samsung und Google zusammen arbeiten, falls der Kauf von Motorola wie geplant über die Bühne geht.
Mit obigen Features ist das neue Android 4.0 Ice Cream Sandwich trotz des bescheuerten Namens eindeutig fähige Konkurrenz zu Apples neustem Betriebssystem iOS 5. Android liefert sogar um einiges mehr Features. Einzig Siri auf dem iPhone 4S lässt Apple im Moment noch besser aussehen - vorausgesetzt es bewährt sich in der Praxis.
Samsung zeigt neue Galaxy Tabs
March 23, 2011 by pacco
Kategorie: Motorola, Samsung, Tablet Computer, Toshiba
Samsung hat ein neues, noch nicht funktionsfähiges 10,1-Zoll Galaxy Tab vorgeführt, dessen Gehäuse nur 8,6 mm dick ist. Damit ist es einen viertel Millimeter dünner als das iPad 2. Auch in puncto Gewicht kann es die Konkurrenz von Apple knapp unterbieten. Mit 595 Gramm ist es 5 Gramm leichter. Beim Mobile World Congress im Februar waren die Tablets von Samsung im Vergleich zum iPad noch als “unzureichend” bezeichnet worden.
Das neue 10,1-Zoll-Modell wird auch eine 8,9-Zoll-Version zur Seite gestellt bekommen. Samsung teilt mit, dass die größere Variante mit 16 GB 499 US-Dollar kosten wird und das 32 GB-Modell mit 599 US-Dollar zu Buche schlägt. Das kleinere Gerät wird es für 469 US-Dollar beziehungsweise 569 US-Dollar geben. Damit können die neuen Galaxy Tabs also auch preislich mit dem iPad 2 mithalten.
Wie das Motorola Xoom werden auch die neuen Geräte von Samsung mit Android 3.0 Honeycomb betrieben. Um sich trotzdem von Wettbewerbern wie Motorola und Toshiba zu differenzieren, wird Samsung seine eigene Software auf Googles Betriebssystem aufsetzen.
Trotzdem bleiben Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Geräten. Samsung verwendet auch ein Bildschirmverhältnis von 16:9 und eine Auflösung von 1280 x 800. Damit zielen die Koreaner mehr auf das Abspielen von Filmen ab, als das iPad.
Weitere Unterschiede zu Apples iOS-Gerät sind ein eingebauter Slot für microSD-Karten und etwas leistungsfähigere Front- und Rückkameras inklusive LED-Blitz. Das neue Galaxy Tab hat 2-3 Megapixel für Fotos zur Verfügung.
Das sind also die Hardware-Fakten. Eine Frage bleibt dabei jedoch ungeklärt: Gibt es überhaupt schon einen Markt für Tablets außerhalb der iOS-Welt?
Schließlich begründet sich Apples Erfolg nicht nur in der Hardware. Viel mehr sind die Services, die über die Hardware zugänglich werden, der zentrale Punkt. Samsung hat keine eigenen Shops und entwickelt auch keine Online-Plattform für den Software-Verkauf, sondern überlässt diese Aufgabe komplett Google.
Weiterhin entwickelt Samsung auch keine eigenen Apps, wie Apple das beispielsweise mit Photo Booth, FaceTime, iMovie und GarageBand getan hat.
Im Moment gibt es optimiert für Android 3.0 nur wenige Apps und damit können sie auch keinen großen Mehrwert für Android-Tablets bieten. Das mag ein Grund dafür sein, warum die Verkäufe von Nicht-iPad-Tablets bisher hinter den Erwartungen zurückblieben. Dadurch haben Entwickler wenig Anreiz Apps für Android-Tablets zu entwickeln. Und schon ist ein Teufelskreis der gegenseitigen Lähmung entstanden, der erst einmal unterbrochen werden darf.
Samsung versucht das durch seinen “Social Hub”. Das ist eine Software-Umgebung, die Email, Instant-Messaging, Kontakte, Kalender und Soziale Netze so zusammenlegen soll, dass auf alle über eine Benutzerschnittstelle zugregriffen werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob das Drittanbieter nun eher animiert oder davon abhält für Honeycomb und das Galaxy Tab zu entwickeln.
CES 2011: Epochenwechsel vom Fernsehen zum Mobile-Computing
January 10, 2011 by pacco
Kategorie: 3D Fernseher, Google, HTC, Heimkino, Motorola, Samsung, Tablet Computer, Wireless
Wir können jeden fragen worum es bei der CES 2011 ging und die Antwort wird garantiert “Tablets” sein. Alles drehte sich um die offizielle Enthüllung der Tablets, die von Android 3.0 “Honeycomb” betrieben werden, das Erscheinen von Handies mit Dual-Core-Prozessoren, wie zum Beispiel dem Motorola Atrix und dem LG Optimus 2X oder der Ankündigung von Microsoft Windows mit den mobilen ARM-Prozessoren kompatibel zu machen.
Gleichzeitig hatten die ehemaligen Giganten der Elektronikmesse nichts zu melden. 3D-Fernsehen konnte das Publikum wenigstens nicht vom Hocker holen. Hersteller wie Toshiba, Panasonic oder Sony hatten nichts mitgebracht, das für Aufruhr hätte sorgen können. Es gab zwar auch 3D-Displays auf der CES 2011, aber keine, die einen Durchbruck für die Technologie hätte bedeuten können. Sonys Technologie, die ohne 3D-Brille funktioniert ist eine Erwähnung wert, aber die vorgestellten Geräte sind nur Prototypen. Außerdem fehlt es immernoch an hochwertigen 3D-Inhalten, sodass beim Konsumenten kein Verlangen nach der Technologie entsteht .
Auch in allen anderen Bereichen hat das Fernsehen seine Dominanz bei der CES abgegeben. TV mit Internetkonnektivität gab es natürlich an jeder Ecke, aber die Idee ist zehn Jahre alt. Weder Google noch Microsoft haben es bisher geschafft diese Technologie im Massenmarkt zu verankern. Dann wird wohl erst einmal nichts daraus werden.
Einige Hersteller präsentierten Auflösungen von 4000 Pixeln, aber 1080p sind völlig ausreichend, außer man will eine ganze Wand zum Fernseher machen.
Den freien Raum füllte die Mobil-Industrie gerne aus. Motorola wurde durchgehend von Messebesuchern belagert, die das Xoom-Tablet und das Atrix-Handy, das zum Notebook umfunktioniert werden kann, ausprobieren wollten. HTC tapezierte ganze Gebäude mit Bildern seiner Smartphones und Samsung konnte mit seinem neuen Handy und einem kleinen Tablet mehr Aufmerksamkeit erheischen als mit dem ganzen Stall seiner extrem dünnen und brillianten Fernsehbildschirme.
Diese Veränderung der Machtverhältnisse zwischen Fernsehen und Mobile-Computing hängt freilich mit den entsprechenden Verschiebungen von einer verkabelten zu einer kabellos vernetzten Gesellschaft zusammen. Dieses Jahr wird sich diese Verschiebung noch beschleunigen. Der Kunde will auf alle Medien von unterwegs aus zugreifen. Fernsehen wird es zwar in Zukunft immernoch geben, aber es wird zum Teil von mobilen Geräten gesteuert werden und nur noch im Verbund mit Mobile-Computing vorkommen.
Solange die neuen Platzhirsche den Kundenwillen befriedigen, werden sie auch auf zukünftigen CES dominieren.
Smartphone-Boom: Microsoft reibt sich den Schlaf aus den Augen
Zu den Partnern, mit denen Microsoft Marktanteile bei den Smartphones zurückerobern will, gehören LG, HTC, Dell und Samsung. Deren Geräte sind nun über die in Deutschland aktiven Mobilfunk-Provider Telekom, Vodafone, O2 und Eplus erhältlich.
Die Varianz zwischen den Geräten der verschiedenen Hersteller ist nicht besonders groß, da Phone 7 nicht viel Spielraum bei der Ausgestaltung der Hardware lässt. Die meisten der neuen Geräte arbeiten mit einem Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und mit einem ARM-Prozessor, der auf 1 GHz getaktet ist. Die obligatorische Kamera bekommt einen Blitz zur Seite gestellt und location based services werden über GPS und einen Kompass gefüttert. Für andere praktische Anwendungen steht ein Beschleinigungssensor zur Verfügung. Die Speicherkapazitäten liegen mit mindestens 8 GByte Flash- und 256 MByte Hauptspeicher im üblichen Durchschnitt. Keines der Geräte hat eine Hardware-Tastatur.
Mühsam baut Microsoft nun die Strukturen der erfolgreichen Pioniere im Mobile Computing nach. So wird der bisher nur in den USA zugängliche Multimedia-Dienst Zune auch für den Rest der Welt geöffnet. Hier sollen dann Musik, Videos und, zu Beginn, circa 1000 Apps zum Download bereitstehen.
Mit den sogenannten “Hubs”, die sich innerhalb Phone 7 platzieren lassen, versucht Microsoft der Smartphone-Benutzung seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Hier handelt es sich um eine Kreuzung zwischen normalem Button zum Start einer Applikation und einem Widget, das Informationen direkt anzeigt.
Ein amüsantes Faktum legt den Verdacht nahe, dass Microsoft seinem Konkurrenten Apple mit seinem iPhone 4 bis ins kleinste Detail nacheifert. Ganz genau wie in den ersten Versionen von iOS, erlaubt Phone 7 bis zu einem späteren Patch noch kein Copy-Paste.
Gewisse Stärken wird Phone 7 naturgemäß in stark Microsoft-geprägten Unternehmensumgebungen ausspielen können. So ist zu erwarten, dass Microsofts neuer Spross sich nahtlos in Exchange Server-Infrastrukturen einfügt, um optimale Datensynchronisation zu erlauben. In solchen Umgebungen wird Phone 7 wohl die erste Wahl als Smartphone-Betriebssystem darstellen.
Microsoft kämpft aber nicht nur mit seinen Produkten, sondern auch außerhalb des Rings mit harten Bandagen um jeden Centimeter Boden, der Gegenüber der Konkurrenz gut zu machen ist. So nutzt der Software-Riese das Patentrecht, um Mitbewerber zu behindern. Entweder, indem Klagen wegen Patentrechtsverletzungen angestrengt oder Patente aufgekauft werden.
N8 lebt - Symbian ist tot!
October 7, 2010 by pacco
Kategorie: News, Nokia, Samsung, Sony Ericsson

Das Nokia N8 ist da!
Nokia hat mit der Auslieferung seines Symbian-Smartphones N8 begonnen. Doch die bemerkenswerten Attribute des neuen Nokia-Flagschiffs können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Symbian durch seine Konkurrenten, allen voran Googles Android, überrollt werden wird.
Erst 2008 gründeten mehrere Elektronikhersteller, darunter Sony Ericsson, Nokia, Motorola und Samsung, die Non-Profit-Organisation Symbian Foundation um das Symbian Betriebssystem gemeinsam und open source weiterzuentwickeln.
Zunächst kündigte nun Sony Ericsson an die Entwicklung von Symbian-Smartphones und die aktive Weiterentwicklung des Symbian OS einzustellen. Stattdessen will Sony Ericsson sich auf Android konzentrieren. Auch wenn der schwedisch-japanische Konzern offiziell nicht aus der Symbian Foundation aussteigen will, kommt dies einem de facto Ausstieg gleich.
Noch schwammiger verfährt ein anderer Partner der Foundation. Einerseits kündigt Samsung Symbian sämtliche Unterstützung auf und schließt alle seine internen Symbian-Entwicklungsforen. Auf der anderen Seite sickerten Gerüchte durch, dass 2011 noch Symbian-Smartphones von Samsung erscheinen sollen. Die Koreaner verwenden derzeit auch Android, Windows Phone 7 und die Eigenentwicklung Bada. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Samsung sich der unnötigen Belastung mit Symbian ein viertes Betriebssysteme in die eigenen Geräte zu integrieren viel länger aussetzen wird.
Das N8 verwendet das nagelneue Symbian 3, mit dem Symbian einigen Boden gegenüber den moderneren Konkurrenten Android und Apple OS X gut machen will. So lässt sich nun beispielsweise der Startbildschirm individuell konfigurieren und jetzt wird auch Multi-Touch unterstützt. Für Symbian finden sich zwar nicht ganz so viele Apps wie für das iPhone oder Android-Geräte, aber die Auswahl ist inzwischen doch ausreichend, sodass Nokias Ovi Store gute Wachstumsraten vermelden kann. So werden Apps zu den wichtigsten Social Networks geboten und Nokia hat dem N8 einen leistungsfähigen Webbrowser spendiert.
Auch Hardware-seitig war Nokia großzügig. Foto-Enthusiasten wird die 12-Megapixel-Kamera inklusive Xenon-Blitz freuen. Mit dieser Kamera kann das N8 auch Videos aufzeichnen. Bei der Wiedergabe von Videomaterial entpuppt sich Nokias Flagschiff als portables Kino. Der eigene Bildschirm erreicht 720p HD-Qualität. Über den HDMI-Anschluss lässt sich HD-Material mit Dolby Digital Plus Sound auch auf externe 16:9-Bildschirme zaubern.
Noch ist das Symbian Betriebssystem Marktführer bei Smartphones aber die Trends weisen auf einen Machtwechsel hin. Die neusten Verkaufszahlen aus den USA bescheinigen Android das größte Wachstum während Symbian-Verkäufe zurückgehen. Das N8 kann diesen Niedergang vielleicht nochmal etwas bremsen - aber wahrscheinlich nicht für sehr lang.
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