Microsoft
Funktioniert Kinect auf dem Laptop?
Anscheinend sind einige Unternehmen dabei das Kamerasystem zur Bewegungserkennung von Microsoft, Kinect, an Stelle von normalen Webcams in Laptops mit Windows 8 einzubauen.
Die ersten Geräte dieser Art, die jetzt gesichtet wurden, scheinen von Asus zu sein. Die Frage bleibt: Wer hat Interesse daran?
Nutzer, die aus körperlichen oder anderen Gründen Schwierigkeiten haben zu tippen, werden ein System zur Eingabe über Bewegungen wohl begrüßen. Bewegungserkennung könnte den Laptop in Kombination mit der Tastatureingabe um ein Vokabular an Gesten erweitern, die dem eines Touch-Screens nahe kommen. Diese könnten für das Gerät natürlicher und ergonomischer funktionieren als ein Touch-Screen. Spiele, das Umschalten zwischen Medien und Andwendungen, sowie umfassender Zugriff durch behinderte Nutzer sind die drei Nutzungsfelder, die im Moment hauptsächlich diskutiert werden. Diesen Punkten kann man wahrscheinlich zustimmen. Wo sind aber die Möglichkeiten darüber hinaus?
Die größte Frage ist, ob bei einem Laptop genüg Abstand zwischen dem Nutzer und der Kamera besteht, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen. Die Kinect-Kamera für die Xbox 360 braucht mindestens einen Meter Abstand, um Bewegung registrieren zu können. Wird die modifizierte Laptop-Version weniger brauchen? Die Kinect bevorzugte bisher auch gewisse Lichtverhältnisse. Würde die Laptop-Version also auch draußen funktionieren?
Spannend wäre “anfassen” und verschieben von Videos und anderen virtuellen Objekten wie in “Minority Report”. Wie von der Kinect bekannt, kann es für sehr filigrane Bewegungen wie dem Editieren von Videos (oder jede Art von Anwendung analog zu einem virtuellen Touch-Pad) Schwierigkeiten mit der Genauigkeit geben. Eine Benutzeroberfläche, die extra auf die Anwendung von Touch-Gesten ausgelegt ist, wie Metro auf Windows 8 ist dem neuen Dashboard auf der Xbox 360 sehr ähnlich. So könnte es auch für die Steuerung über Kinect mit großen Symbolen, die in einem Raster angeordnet sind, funktionieren. Allerdings könnte es neben der normalen Nutzung von Windows 8 auch eine zusätzliche Bürde sein.
Für welchen Anwendung, abgesehen von Spielen, würdet Ihr die Kinect auf einem Laptop benutzen?
CES: Die ersten interessanten Windows Phones
Microsofts finale Präsentation auf der Consumer Electronics Show (CES) am Dienstag wurde dafür kritisiert, dass sie keine interessanten Neuigkeiten geliefert hat. Trotzdem könnte es sein, dass der Software-Riese der heimliche Favorit dieser CES ist. Neben großen Trends wie Smart TVs, neuen Bildschirm-Technologien, Apps und Ultrabooks beieindrucken Smartphones von HTC und Nokia, die mit Microsofts Windows Phone laufen die Massen auf der CES am meisten.
Das Titan II von HTC und Nokias Lumia 900 sind zwei der meistbesprochenen Mobiltelefone auf dem diesjährigen Stelldichein ein Gadget-Produzenten. Beide Geräte werden für ihre beeindruckenden Features und das Design der Hardware gepriesen.
Das Nokia Lumia 900 hat ein 4,3-Zoll-Bildschirm mit “AMOLED ClearBlack”-Technologie und einer Auflösung von 480 x 800 Pixel. Dazu kommt ein 1,4 GHz Single-Core-Prozessor aus der Snapdragon-Reihe, 14,5 GB eingebauter Speicher samt Zugriff auf SkyDrive, eine 8-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik auf der Rückseite, vorne eine 1-Megapixel-Kamera und sämtliche aktuellen Funkverbindung inklusvie LTE.
HTC verpasst seinem Ttan II überall ein bisschen mehr als Nokia springen lässt: 0,4 Zoll mehr Display, einen um 0,1 GHz schnelleren Prozessor, 1,5 GB mehr Onboard-Speicher, 8-Megapixel mehr für die Kamera auf der Rückseite und 0,3 Megapixel mehr für die Frontkamera.
Wired lässt sich sogar schon zu der Behauptung hinreißen, dass Windows Phones die Smartphones wären, die auf der CES am meisten Begeisterung auslösten. Das HTC Titan II beeindruckt vorallem mit seiner 16-Megapixel-Kamera, obwohl das 4,7-Zoll-Display und der Snapdragon S2 mit 1,5 GHz auch nicht zu verachten sind. Andere Stimmen stoßen ins selbe Horn.
Morgan Stanley sagt voraus, dass Nokia 2012 37 Millionen Windows Phones verkaufen wird, um 2013 dann die 64 Millionen zu erreichen. Um das mal ins Verhältnis zu setzen: Apple hat 2010 46,6 Millionen iPhones verkauft und im selben Jahr wurden 67 Millionen Android-Geräte verkauft.
Im Moment bekommen Windows Phones von den Smartphone-Käufern nur wenig Aufmerksamkeit. Gartner berichtete im November, dass Windows Phones im dritten Quartal 2011 weniger als 2 Prozent des weltweiten Smartphone-Marktes ausmachten.
Könnten die zwei neuen Smartphones von HTC und Nokia 2012 zum Jahr der Windows Phones machen?
Microsoft verschenkt Windows Phones zum Schutz gegen Android
Microsoft will von den kürzlich aufgetauchten Berichten über Schadsoftware im Android Market profitieren, indem sie Windows Phones an fünf Android-Nutzer verschenken, die ihre schlimmsten Horror-Stories im Zusammenhang mit Schadsoftware teilen. Ben Rudolph, der Zuständige für Windows Phone bei Microsoft, kündigte den Wettbewerb auf Twitter mit dem hashtag #droidrage an. Microsoft folgte Rudolph und veröffentlichte den Wettbewerb auf seinem offiziellen Twitter-Account.
Google hat kürzlich 22 schädliche Apps aus dem Android Market entfernt, die sich als Versionen beliebter Programme wie “Cut the Rope” und “Angry Birds” getarnt hatten. Die Apps enthielten Schadsoftware, die SMS an teure Telefonnummern sendet.
Der sogenannte RuFraud-Betrug zielte auf Europa ab und betraf keine Android-Smartphones in Nordamerika. Lookout Security, das Unternehmen, das Google als erstes auf den Betrug aufmerksam machte, sagt, dass es seitdem fünf weitere RuFraud-Apps im Android Market entdeckt hat. Damit liegt die Anzahl bisher gefundener schädlicher Apps bei 27.
Microsofts #droidrage-Kampagne hat schon eine Reihe von Antwort-Tweets von betroffenen Android-Nutzern motiviert. “Hatte Kosten für 100,00 auf meiner Telefonrechnung [...] eine App hatte teure SMS verschickt,” schreibt ein SMS-Nutzer.
“Hab meiner Mutter ein Droid als ihr erstes Smartphone geschenkt. Malware lässt ihr Handy die ganze Zeit abstürzen. Sie wünscht sich sie hätte es nie bekommen,” sagte ein anderer. Die Geschichten, die erzählt werden, um eins der Windows Phones zu ergattern, ähneln sich.
Microsoft versucht einen Zeitpunkt für sich zu nutzen, zu dem Googles Betriebssystem mit einem besonders schlechten Image zu ringen hat, da sich die Bedenken bezüglich der Schadprogramme auf Android häufen. Lookout Mobile Security berichtete kürzlich, dass ein Android-Nutzer in den USA eine Chance von 40 Prozent hat auf einen schädlichen Link zu klicken. Weltweit liegt die Wahrscheinlichkeit laut Lookout bei 36 Prozent.
Das Antivirus-Unternehmen McAfee berichtete im November, dass Schadprogramme auf Android im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum vorhergehenden um 37 Prozent gestiegen sind. Im November kam auch ein reißerischer Bericht von Juniper Networks auf, der behauptete, dass Schadprogramme auf Android seit Juli um 472 Prozent gestiegen seien.
Microsoft veröffentlicht erstes iOS-Spiel und kostenloses SkyDrive
December 14, 2011 by pacco
Kategorie: Apple, Microsoft, iPad, iPhone Spiele
Microsoft hat am Dienstag zwei neue Apps für das iPhone veröffentlicht. “Kinectimals” ist das erste iOS-Spiel des Unternehmens und SkyDrive bietet Nutzern die Möglichkeit auf Speicherplatz in der Cloud zuzugreifen.
Kinectimals
Microsoft führte die Marke “Kinectimals” 2010 zusammen mit dem Start der Kinect für die Xbox 360 ein. Die iOS-Version von “Kinectimals” ist Microsofts erstes Spiel für die mobile Plattform von Apple.
Das Unternehmen hat allerdings kürzlich auch andere iOS-Apps mit Spielbezug veröffentlicht. Eine bietet die Möglichkeit sich mit dem Xbox Live Online-Dienst zu verbinden und eine andere gehört zur Spielserie “Halo”. Aber “Halo Waypoint” ist kein eigenständiges Spiel.
“Kinectimals” ist eine Universal App, läuft also sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad. Das Spiel ist ist für Eur 2,39 im App Store zu haben. Insofern man mindestens iOS 4.2 installiert hat, kann man nach dem Download der 178 MB auf Englisch, Deutsch, Japanisch und Koreanisch spielen.
“In diesem unwiderstehlichen, mobilen Abenteuer besuchst du mit deinem Handy die Insel Lemuria. Dort kannst du mit deinem eigenen Jungen Spielen und dich um es kümmern - du wirst dich sofort verlieben!” teilt die offizielle Beschreibung mit. “Nimm dein Haustier immer mit! Wenn du bereits Kinectimals für Kinect auf Xbox 360 gespielt hast, wird dein Handy zum Schlüssel für fünf neue Jungen auf deiner Konsole. Das Handy-Spiel selbst bietet dir die typische Kinectimals-Grafik, zauberhafte Animationen und breandneue Möglichkeiten, mit deinem Jungen zu spielen!”
SkyDrive
Am Dienstag kam auch “SkyDrive” heraus, das dem Nutzer Zugriff auf Microsofts kostenlosen Speicherplatz in der Cloud erlaubt. Über SkyDrive können Nutzer 25 Gigabyte an Daten hochladen, während eine einzelne Datei maximal 100 Megabyte groß sein darf.
Die kostenlose App ist mit dem iPhone, dem iPod touch und dem iPad kompatibel. Es wird iOS 4.0 benötigt. Laut Microsoft hat die Software folgende Fähigkeiten:
- Zugriff auf sämtliche Inhalte in SkyDrive inklusiver solcher, die mit einem geteilt wurden
- Kürzlich verwendete Dokumente aufrufen
- Foto- und Video-Upload direkt vom Smartphone
- Teilen von Links auf beliebige Dateien über Email
- Anlegen von Ordnern, löschen von Dateien und Ordnern.
Kommt bald der Kinect-Fernseher?
In letzter Zeit haben wir viel über einen potentiellen Apple-Fernseher gehört. Die neusten Gerüchte lassen vermuten, dass das Gerät nächstes Jahr oder Anfang 2013 erscheinen soll und es unter anderem Zugriff auf Apps und iCloud bieten könnte.
Aber was wäre, wenn nicht nur Apple darüber nachdenken würde ernsthaft darüber nachdenken würde in den Markt für Fernsehgeräte vorzustoßen? Was wäre, wenn Microsoft seinen Bewegungssensor Kinect als Waffe gegen Samsung und andere Hersteller von Fernsehern einsetzen würde?
Auch in dieser Richtung werden in letzter Zeit Gerüchte laut. Schließlich hat Microsoft mit der Xbox 360 großen Erfolg im Wohnzimmer.
Microsoft macht seine Absichten zumindest in einem Teilbereich schon sehr deutlich. Die Xbox 360 wird gerade sehr interessant für diejenigen, die Fernsehprogramme empfangen wollen. Wenn man die Kinect mit auf den Plan ruft, wird schnell klar, dass dieses Zusatzgerät nicht unbedingt auf die Anwendung im Zusammenhang mit Spielen beschränkt bleiben muss. Ganz im Gegenteil: Es ist höchst wahrscheinlich, dass Microsoft die Kinect von seinen Wurzeln im Spielebereich lösen will, um jede Form von Unterhaltung damit zu erreichen.
Gleichzeitig ist die Kinect nur der erste Schritt in Microsofts Plänen mit der Bewegungssteuerung. Im Moment ist es noch ein separates Gerät, das man an die Xbox 360 anschließen muss, damit es funktioniert. Aber was würde Microsoft daran hindern das Gerät im Zuge weiterer Verbesserung in andere Geräte wie die Xbox 720 oder ein Fernsehgerät zu integrieren?
Ein Microsoft-Fernseher könnte ein sehr interessantes Gerät sein. Nutzer könnten ihren Fernseher auf ganz neue Art und Weise steuern. Man könnte den Armt bewegen, um den Kanal zu wechseln, ein Signal geben, um die Lautstärke hoch zu regeln oder einfach “Ruhe” sagen, um den Ton abzuschalten.
Vor allem wäre es spannend beide Kontrahenten, Apple und Microsoft, mit innovativen Fernseher-Modellen zu sehen - Microsoft mit intuitiver Steuerung über Kinect und Apple mit Konzentration auf Siri und Apps.
Beide hätten gute Chancen andere TV-Geräte-Hersteller mit diesen Technologien auszustechen und bessere Video- und Audio-Qualität zu liefern. Die Zukunft dieses Marktes könnte für den Konsumenten also recht rosig aussehen.
Microsoft stellt Test-Version von Windows 8 zum Download bereit
September 19, 2011 by pacco
Kategorie: Microsoft, Tablet Computer
Microsoft hat mit einer Vorschau auf Windows 8 gezeigt, dass es seine Pläne Windows komplett zu überholen wahr gemacht hat. Die Vorschau auf die nächste Generation des Betriebssystems ist seit Dienstag-Nacht verfügbar. Zunächst richtet sich die Veröffentlichung an Entwickler, aber jeder, der möchte, kann das Betriebssystem herunterladen und es ausprobieren, solange man bereit ist die Risiken, die mit Beta-Software verbunden sind, zu akteptieren. Microsoft bietet keinen Support für die Version vor der offiziellen Veröffentlichung.
Es ist kaum überraschend, dass viele diesem Angebot gefolgt sind. Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, Steve Balmer, sagte, dass mehr als 500.000 Interessierte Windowns 8 in den ersten 12 Stunden, nachdem die Vorschau online gegangen war, heruntergeladen haben. Und viele von ihnen drückten ihre Begeisterung, Zufriedenheit oder Frustration über das Betriebssystem per Twitter aus.
Es gab ja schon vorher Nachrichten zu Windows 8, aber nun hatten Windows-Nutzer zum ersten Mal die Gelegenheit es auszuprobieren und sich kleinere Details selbst anzuschauen.
Das Betriebssystem ist von Grund auf darauf ausgerichtet mit berührungsempfindlichen Bildschirmen zusammenzuarbeiten - nicht nur Tablets, sondern auch Laptops und Desktops mit entsprechenden Fähigkeiten. Microsoft betont natürlich, dass Windows 8 auch genauso gut mit Tastatur und Maus funktioniert und diese Behauptung kann jetzt überprüft werden.
Auch die Umsetzung des Benutzeroberfläche “Metro”, die wir schon von Windows Phone 7 kennen, kann unter die Lupe genommen werden. Kacheln, die auf Berührung reagieren, Apps, die im Vollbildmodus funktionieren und Gestensteuerung sind jetzt auch auf Windows Standard. Das ist nicht schlecht für ein Betriebssystem, das offensichtlich weniger Speicherplatz benötigt, als seine Vorgänger. Microsoft hat in einer Demo einen Rechner gezeigt, der Windows 8 mit 100 MB weniger RAM betreibt als Windows 7.
Ein großer Teil der Begeisterung über Windows 8 hat damit zu tun, dass Microsoft das Betriebssystem darauf zugeschnitten hat nicht nur auf der herkömmlichen Kombination aus Intel-Prozessor und Windows-Betriebssystem zu laufen, sondern auch auf Geräten, die auf der ARM-Architektur basieren
Wir dürfen gespannt sein, ob Windows 8 so revolutionär ist, wie Microsoft behauptet oder ob es ein weiteres Vista wird.
Sicherheitsmängel: Browser-Hersteller sperren alle niederländischen Zertifikate
Der Netzwerk-Einbruch in die Institution zur Ausstellung von Internet-Sicherheitszertifikaten in den Niederlanden, DigiNotar, betrifft neben einer nahezu perfekten Fälschung der Zertifikate von Google.com mehr als 200 weitere SSL-Schlüssel von mehr als 20 verschiedenen Domains, so teilte ein hoher Manager der Mozilla Foundation, die den Firefox-Browser herausgibt, mit.
Als direkte Verurteilung der unzureichenden Sicherheitsstandards von DigiNotar zählte der Director of Engineering, Johnathan Nightingale, eine Reihe von Fehlern auf, die große Gruppen innerhalb des Internets Risiken aussetzt. Schlimm genug, dass die Institution ihre Zertifikate, die sie herausgibt, nicht im Griff hat. Diese Fehler werden noch weiter aggraviert, indem DigiNotar sechs Wochen gebraucht hat, um Mozilla über die gefälschen Zertifikate, von denen die Institution schon Mitte Juli gewusst hatte, in Kenntnis zu setzen.
Nightingale schrieb in einer Verwarnung an DigiNotar, dass “Zwischenfälle wie dieser den Bedarf aktiver, unmittelbarer und umfassender Kommunikation zwischen den Ausstellern der Zertifikate und den Software-Herstellern demonstrieren, damit alle unsere Nutzer online sicher bleiben.”
Nightingale bestätigte weiterhin, was schon vorher berichtet worden war: Mozilla stattet seine Software mit Updates aus, die zwei Zertifikaten von DigiNotar ab sofort sämtliches Vertrauen absprechen. Zuvor hatten Mozilla, Google und Microsoft Zertifikate akzeptiert, nachdem die niederländischen Vertreter glaubhaft versichert hatten, dass sie nicht von der Verletzung der Sicherheits-Perimeter, die am 19. Juli entdeckt worden war, in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
“Die niederländische Regierung hat DigiNotar seitdem erneut überprüft und der bisherigen Einschätzung widersprochen,” schrieb Nightingale. “Wir entfernen nun die Ausnahmeregelung für diese Zertifikate, was bedeutet, dass alle DigiNotar-Zertifikate von Mozilla-Produkten als nicht vertrauenswürdig eingestuft werden. Wir wissen, dass andere Browser-Hersteller ähnliche Anpassungen vornehmen.”
Ungefähr um dieselbe Zeit herum, zu der Nightingale seine Mitteilung machte, brachte Google eine neue Version seines Browsers Chrome heraus, der ebenfalls allen Zertifikaten von DigiNotar das Vertrauen entzieht.
Währenddessen berichteten niederländische Nachrichtenkanäle, dass der niederländische Innenminister Piet Hein Donner am frühen Samstagmorgen eine Pressekonferenz gegeben hatte, in der er Pläne ankündigte “die Kontrolle der Intenet-Sicherheit einer anderen Firma zu übergeben.”
MIX11: Microsoft zeigt diverse Neuheiten für WP7 und Kinect
Microsoft führt am Mittwoch die nächste Version seiner Plattform Windows Phone auf der MIX 11 in Las Vegas vor.
Die neue Evolutionsstufe wird wohl einige wichtige Verbesserungen mitbringen, inklusive der Unterstützung für Multitasking, also den parallelen Betrieb mehrerer Applikationen.
Die neue Plattform wird im Mai zunächst nur Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Neben Multitasking werden weitere essentielle Weiterentwicklungen Programmierer dazu befähigen Audio- und Datenübertragung, schnelles Umschalten zwischen Apps, tiefere Integration der Hardware mit dem Betriebssystem und Zugang zu den Programmierschnittstellen für die Kamera und den Bewegungssensor zu nutzen. Durch letztere Erweiterung wird Augmented-Reality-Software ähnlich solcher, wie wir sie schon auf anderen Plattformen wie iOS und Android gesehen haben, auch für WP7 umsetzbar.
Um die Fähigkeiten der neuen Plattform ins rechte Licht zu rücken, gewährte Microsoft den Besuchern der Konferenz einen ersten Einblick in frische Konzepte für verschiedene beliebte Apps von Skype bis Spotify über Layar bis Qantas, Amazon Shopping und den Kik Messenger.
Außerdem kündigte Microsoft die neue “Silverlight 5”-Beta an, die ab sofort verfügbar ist und Unterstützung für Video-Decoding über die Hardware sowie eine neue XNA-basierte Benutzeroberfläche zur Anzeige von 3D-Visualisierungen innerhalb von Apps bietet. Weiterhin liefert Silverlight 5 etwas, das Microsoft Trickplay nennt. Das ist ein Feature, das Video-Playback mit variabler Bitrate und die Möglichkeit die Audio-Geschwindigkeit anzupassen bietet. Die Beta-Version steht unter microsoft.com/silverlight zum Download bereit.
Schließlich gab’s noch ein paar Neuigkeiten zum Beta-SDK von Kinect for Windows, das diesen Frühling noch veröffentlicht wird. Darüber können folgende Funktionen der Kinect angesprochen werden: Das sogenannte “Robust Skeletal Tracking”, das die Wahrnehmung der Körper von ein bis zwei sich bewegenden Personen über die Kinect-Kameras ermöglicht, die Tiefenkamera, die die Entfernung eines Objekts von den Kinect-Sensoren misst und die Audio-Funktionen, inklusive der Auslöschung von Umgebungsgeräuschen und der genauen Ortung einer Geräuschquelle.
Entwickler können sich unter research.microsoft.com/kinectsdk eintragen, um benachrichtigt zu werden, sobald das SDK veröffentlicht ist.
Wie gut eignet sich Windows Phone 7 für Spiele?
Letzten Oktober hat Microsoft seine mobile Plattform Windows Phone 7 gestartet und bekam für das System sowohl positive Kritik als auch ordentliche Verkaufszahlen. Die Partnerschaft mit Nokia hat zumindest das Potential die Verkäufe in der Zukunft weiter zu beschleunigen.
Interessant bleibt wie gut WP7 als Plattform für Spiele funktioniert. Im Moment scheinen viele Entwickler so neugierig auf die Hardware zu sein, dass sie schon vorsichtig damit angefangen haben die ersten Titel von iOS und Android zu portieren. Die Frage bleibt, ob sich die Entwicklergemeinde komplett auf die dritte Plattform einlässt, zumal immer noch unklar ist, wie gut sie von Endkunden angenommen werden wird. Außerdem hat das Xperia Play sicher noch ein Wörtchen mitzureden, wenn es um den Kampf um den dritten Platz im Spielemarkt geht.
Wenn man Entwickler bezüglich der Stärken von Windows Phone 7 als geeignetes Vehikel für Spiele befragt, kristallisiert sich ein Schlüsselaspekt besonders heraus: Die nahtlose Integration in “Xbox Live”, dem Online-Spieledienst, der enorm zum Erfolg von Microsofts Konsole beigetragen hat. Mit Windows Phone 7 kann man sich standardmäßig mit Xbox Live verbinden und jedes Spiel, das man über das mobile Gerät spielt, fließt in die allgemeine XBL-Spielerstatistik mit ein.
Auf der anderen Seite hat auch WP7 ähnliche Herausforderungen wie Android zu lösen. Die Smartphones werden auch von verschiedenen Herstellern produziert, was in unterschiedlichen Hardware-Spezifikationen resultiert, die wiederum die Programmierung erschweren.
Microsoft versucht einem Teil dieses Aspekts mit einem noch restriktiverem Review-Prozess als Apple ihn aufgesetzt hat zu begegnen. Außerdem soll damit verhindert werden, dass sehr ähnliche Spiele mehrfach im App-Markt landen.
Das hat für den Endkunden den positiven Effekt, dass es keine tausenden von mittelmäßigen Apps geben wird, durch die man sich erst durchwühlen muss, und wirklich gute Spiele leichter zu finden sein werden.
Vielleicht kann WP7 mit seiner engen Integration in die Konsolen-Welt sogar einem ganz neuen Spielerlebnis den Boden ebnen. Eine Art Cross-Platform-Gaming, bei dem verschiedene Aspekte desselben Spiels über das am besten passende Gerät bedient werden. Bei einem Strategie-Spiel könnten die allgemeinen Ressourcen vom Smartphone aus dirigiert werden, während die Action auf der Konsole stattfindet.
Der Kampf der Giganten um den Smartphone-Markt
Die meisten sind sich einig, dass Googles Betriebssystem Android das Microsoft Windows der mobilen Welt wird.
Experten der Marktforschungsinstitute IDC und ABI Research schätzen, dass Android, das jetzt schon auf mehr als 100 verschiedenen Smartphones läuft und zumindest in den USA gerade 33 Prozent Marktanteil ergattert hat, innerhalb der nächsten fünf Jahre sogar 45 Prozent erreichen wird. Demnach bleibt also nur noch die Frage wer die Nummer zwei und drei im Rennen der mobilen Betriebssysteme werden.
ABI glaubt, dass Apples iOS mit 19 Prozent im Jahr 2016 der zweite Sieger hinter Android sein wird. RIMs BlackBerry wäre mit 14 Prozent dritter.
IDC, hingegen, macht die mutige Aussage, dass Windows Phone 7 ab 2015 den 2. Platz einnehmen wird. iOS käme demnach mit 15 Prozent Marktanteil an dritter Stelle.
Letztere Einschätzung bleibt jedoch mehr als fraglich, wenn man sich die Nachrichten der letzten Tage und Wochen über Windows Phone 7 anschaut. US-Mobilfunkanbieter haben nur ein paar Millionen WP7-Smartphones verkauft, während Microsoft immernoch Schwierigkeiten damit hat die Geräte ordnungsgemäß mit Software-Upgrades zu versorgen.
Für die IDC-Experten gibt es einige Faktoren, die Windows Phone 7 den weltweiten Erfolg bescheren sollen.
Zum einen soll das Microsofts Zusammenarbeit mit Nokia sein. Dabei soll die Starke Bekanntheit von Nokia und seinen Handies außerhalb der USA, zum Beispiel in Westeuropa und Asien, das Sprungbrett für die WP7-Smartphones von Nokia bilden.
Wie gesagt sind die Experten sich diesbezüglich nicht einig. Für viele ist es keine abgemachte Sache, dass Nutzer von Symbian-Smartphones auf jeden Fall auf das neue Nokia-Betriebssystem WP7 umsteigen würden. Schließlich sind mit Android, iOS und BlackBerry solide Alternativen ebenfalls weltweit verfügbar.
Ein weiteres Szenario sieht vor, dass die Wettbewerber sich den Markt friedlich aufteilen. Demnach würde Apple den Premium-Markt ansprechen, während Android und WP7 sich im Niedrigpreis-Segment die Marktanteile streitig machen würden. Es ist schon jetzt so, dass Apple durch den hohen Preis seiner Geräte eher in entwickelten Ländern erfolgreich ist. Für Android und WP7 blieben die Massenmärkte in den aufstrebenden Regionen der Welt.


