PC-Technologie zur Leistungssteigerung hält Einzug im Mobile Computing

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Tablets

Nvidia will mehr CPU-Kerne in mobile Geräte wie Smartphones und Tablets stecken, um die Leistung ohne zusätzlichen Engergiebedarf zu steigern.
Die meisten aktuellen Mobilgeräte laufen mit Single-Core-Prozessoren, die aber nicht ausreichen, um anspruchsvolle Applikationen, die neuerdings auch mobil genutzt werden, wie 3D-Spiele oder Video-Anwendungen, zu betreiben.
Das Erhöhen der Anzahl der verbauten Prozessor-Kerne ist einer der beiden Wege, die zur Leistungssteigerung offenstehen. Alternativ kann die Taktrate der CPU erhöht werden. Dies geht allerdings mit sehr viel Hitzeentwicklung und Energieverbrauch einher – Nachteile, die sich durch mehr Prozessorkerne vermeiden lassen.
Damit folgt das Mobile Computing demselben Trend, der auch schon bei Notebooks und Desktops beobachtet werden konnte. AMD und Intel haben PCs immermehr Prozessor-Kerne spendiert, um die Leistungssteigerung energie-effizient zu erreichen. Aktuelle PCs werden von Doppel-, Vierfach- und Sechsfachkernen betrieben.
Für Tablets gibt es schon den Dual-Core-Prozessor Tegra 2, der aus zwei Arm-Rechenkernen und einem GeForce Grafikchip besteht. Demnächst wird dieser Prozessor auch für Smartphones verfügbar sein.

Nicht nur Nvidia folgt diesem Trend. Die Konkurrenz schläft nicht. Qualcomm kann schon mit fertigen Produkten im Multi-Core-Bereich aufwarten. Der Dual-Core MSM8660 ist schon verfügbar und in Kürze werden noch schnellere Varianten folgen.
Texas Instruments hat schon den Dual-Core OMAP4430 angekündigt. Nächstes Jahr soll es dann wirklich so weit sein, dass dieser Chip mobile Endgeräte betreibt.

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Marvell hat die Konkurenz mit einem etwas ausgefeilteren System, das über die reine Erhöhung der Kernzahl hinausgeht, überrascht. Der Dreifachkern-Prozessor für Tablet PCs lässt zwei Kerne mit der Höchstgeschwindigkeit von 1.5 GHz laufen, während der dritte nur bei 624 MHz werkelt und dafür für Berechnungen bei niedrigem Stromverbrauch optimiert ist. Dieser Prozessor soll ab September erhältlich sein.
Obwohl ihr Erscheinen wohl nur eine Frage der Zeit ist, wurden mobile Quad-Core-Prozessoren noch nicht angekündigt. Allerdings lässt sich die Anzahl der Prozessorkerne auch nicht einfach beliebig erhöhen. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch andere Trends, die sich in der PC-Industrie schon lange abzeichnen, auch auf mobile Endgeräte übertragen werden. Ein Beispiel ist die Möglichkeit Virtualisierung zur Leistungssteigerung heranzuziehen. Virtualiserung nutzt vorhandene Resourcen komplett aus, um die Anforderungen modernster Applikationen zu bedienen.

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