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Amazon will Buch-Verleger arbeitslos machen

Amazon schreibt die Regeln des Verlagswesens seit Jahren neu. Und jetzt fängt das Unternehmen an die Verlage, Kritiker und Agenten völlig vor die Tür zu setzen.
Nach einem Bericht der New York Times ist Amazon hinter einigen Bestseller-Autoren her und hat zum Beispiel schon Verträge mit dem Selbsthilfe-Guru Tim Ferriss abgeschlossen. Letzte Woche wurde angekündigt, dass die Memoiren der Schauspielerin und Regisseurin Penny Marshall direkt von Amazon publiziert werden. Im Rahmen des Deals soll eine Summe von 800.0000 US-Dollar an Marshall geflossen sein, wie die Times behauptet.
Das Unternehmen baut seine Aktivitäten als Verleger aus. 122 Bücher verschiedener Genres hat Amazon schon als E-book oder Printausgabe verlegt. Auch die Riege der eigenen Redakteure wird erweitert. Schlussendlich heißt das, dass Amazon weder Verlage noch Agenten benötigt, um Bücher zu veröffentlichen. Inzwischen haben die das auch gemerkt und werden daher etwas nervös. “Alle fürchten Amazon”, sagte der Literatur-Agent und Ebook-Verleger Richard Curtis der Times. “Wenn man eine Buchhandlung hat, kennt man Amazon als Wettbewerber schon eine ganze Weile. Wenn man ein Verleger ist, wird man auch eines Tages aufwachen und Amazon zur Konkurrenz haben. Und wenn man ein Agent ist, klaut Amazon einem vielleicht bald die Butter vom Brot, weil es Autoren die Möglichkeit gibt direkt zu publizieren und Dich außen vor lässt.”
Die Verlage kommentieren Amazons Strategie bisher nicht. Amazon legt auch weder seine genaue Arbeitsweise, noch wieviele Menschen schon für das Unternehmen in diesem Bereich arbeiten öffentlich dar. Aber ein Verantwortlicher bestätigt die Veränderung innerhalb der Branche.
Amazons Vizepräsident für den Buch-Bereich, Russell Grandinetti sagte “die einzigen, die im Prozess des Buch-Verlags wirklich gebraucht werden, sind der Schriftsteller und der Leser. Alle, die sich dazwischen befinden, sehen sich sowohl Risiken, also auch Chancen gegenüber.”
Gleichzeitig wird der neue Kindle Fire Amazon helfen seine Ambitionen im Verlagswesen voran zu bringen. Der Tablet-Computer geht in den USA am 15. November in den Verkauf.

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Amazon Kindle Fire bietet viel fürs Geld

Endlich wurde das Tablet “Kindle Fire” von Amazon enthüllt. Und es hat den Eintritt in den hart umkämpften Markt der Tablets mit einem Knall geschafft. Der Preis von 199 US-Dollar ist eine Ansage, die sich nur schwer überhören lässt.
Bisher durfte das neue Tablet noch keine Jounalist in den Händen halten, aber es gibt eine Reihe von Demos, die das Gerät aus der Nähe zeigen.
Das Kindle Fire hat eine gute Größe für den einhändigen Gebrauch. Oberflächlich erinnert das Tablet an das BlackBerry PlayBook. Wie dieses hat auch das Fire einen dicken Rand um sein 7-Zoll-Display herum. Allerdings gibt es keine Kamera und der Rand ist nicht berührungsempfindlich. Wir haben hier ein sehr einfaches und leicht verständliches Tablet.
Der Bildschirm des Fire ist spiegelnd und bietet ein extrem scharfes Bild. Auf Fotos kann man sehen, dass leicht Reflexionen entstehen können. Die Verwendung unter freiem Himmel muss sich also erst noch bewähren. Gleichzeitig bietet das Fire eine höhere Pixeldichte als das iPad 2 und damit als die meisten aktuellen Tablets. Text wird also sehr gut angezeigt.
Weiterhin finden sich Stereo-Lautsprecher an der Unterseite und eine Kopfhörerbuchse an der Oberseite. Es gibt keine physischen Knöpfe, da die Buttons für die “Home”- und die “Back”-Funktion durch die Software umgesetzt werden.
Das Benutzer-Interface des Fire zeigt sich als ein Bücher-Regal. An der Oberseite ist eine Leiste für die Suchfunktion und Links zu den Hauptkategorien: Magazine, Bücher, Music, Video, persönliche Dokumente, Apps und das Web. Das Tablet ist also eindeutig darauf ausgelegt den Konsum von Medien zu ermöglichen, anstatt generelle Arbeitsaufgaben wie ein iPad oder die größeren Android-Geräte zu übernehmen.
An Bord finden sich 8 GB Speicher und alle eigenen Medien sind gleichzeitig in der Cloud gespeichert. Der Austausch von Daten ist über Wlan jederzeit möglich.
Bücher und Magazine werden über die Kindle-App gelesen, die genauso funktioniert wie jede andere Kindle-App. Tatsächlich handelt es sich um die Android 2.3 Kindle-App.
Das Tablet ist also in erster Linie ein Kindle. Der Farbbildschirm ist dafür da, um Magazine in vollem Glanz darzustellen, Kinderbücher anzuzeigen, Fernsehsendungen zu schauen, durch das Web zu surfen und Spiele zu spielen. Es ist also kein Business-Tablet.

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Microsoft stellt Test-Version von Windows 8 zum Download bereit

Microsoft hat mit einer Vorschau auf Windows 8 gezeigt, dass es seine Pläne Windows komplett zu überholen wahr gemacht hat. Die Vorschau auf die nächste Generation des Betriebssystems ist seit Dienstag-Nacht verfügbar. Zunächst richtet sich die Veröffentlichung an Entwickler, aber jeder, der möchte, kann das Betriebssystem herunterladen und es ausprobieren, solange man bereit ist die Risiken, die mit Beta-Software verbunden sind, zu akteptieren. Microsoft bietet keinen Support für die Version vor der offiziellen Veröffentlichung.
Es ist kaum überraschend, dass viele diesem Angebot gefolgt sind. Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, Steve Balmer, sagte, dass mehr als 500.000 Interessierte Windowns 8 in den ersten 12 Stunden, nachdem die Vorschau online gegangen war, heruntergeladen haben. Und viele von ihnen drückten ihre Begeisterung, Zufriedenheit oder Frustration über das Betriebssystem per Twitter aus.
Es gab ja schon vorher Nachrichten zu Windows 8, aber nun hatten Windows-Nutzer zum ersten Mal die Gelegenheit es auszuprobieren und sich kleinere Details selbst anzuschauen.
Das Betriebssystem ist von Grund auf darauf ausgerichtet mit berührungsempfindlichen Bildschirmen zusammenzuarbeiten – nicht nur Tablets, sondern auch Laptops und Desktops mit entsprechenden Fähigkeiten. Microsoft betont natürlich, dass Windows 8 auch genauso gut mit Tastatur und Maus funktioniert und diese Behauptung kann jetzt überprüft werden.
Auch die Umsetzung des Benutzeroberfläche “Metro”, die wir schon von Windows Phone 7 kennen, kann unter die Lupe genommen werden. Kacheln, die auf Berührung reagieren, Apps, die im Vollbildmodus funktionieren und Gestensteuerung sind jetzt auch auf Windows Standard. Das ist nicht schlecht für ein Betriebssystem, das offensichtlich weniger Speicherplatz benötigt, als seine Vorgänger. Microsoft hat in einer Demo einen Rechner gezeigt, der Windows 8 mit 100 MB weniger RAM betreibt als Windows 7.
Ein großer Teil der Begeisterung über Windows 8 hat damit zu tun, dass Microsoft das Betriebssystem darauf zugeschnitten hat nicht nur auf der herkömmlichen Kombination aus Intel-Prozessor und Windows-Betriebssystem zu laufen, sondern auch auf Geräten, die auf der ARM-Architektur basieren
Wir dürfen gespannt sein, ob Windows 8 so revolutionär ist, wie Microsoft behauptet oder ob es ein weiteres Vista wird.

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LeapPad als iPad-Alternative für Kids

LeapFrog hofft am Erfolg des iPads von Apple direkt partizipieren zu können, indem das Unternehmen ein kinderfreundliches Gerät, das dem iPad sehr ähnlich ist, namens LeapPad entwickelt hat.
Das LeapPad ist ein Tablet für Kinder, mit dem sie hauptsächlich lernen sollen. Es kann verschiedene Apps laden, die vom eigenen LeapFrog-Store heruntergeladen werden. Das LeapPad unterstützt auch eine robuste physische Darreichungsform der Spiele, die sogenannten Learning Game Cartridges, die man oben in das Gerät einsteckt. Das Sahnehäubchen auf dieses neue Tablet ist allerdings eine neue Art von digitalem Buch, sogenannte LeapPad Ultra eBooks.
Der 5-Zoll-Bildschirm des LeapPad ist um Einiges kleiner als der des iPad mit 9,7 Zoll, aber er wird von einem stabilen Gehäuse geschützt, das darauf ausgerichtet ist, auch einen Sturz zu überstehen. Die Kinder können entweder mit dem Finger oder dem integrierten Stift mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm interagieren. Ein eingebauter Beschleunigungssensor erlaubt die Steuerung durch entsprechende Bewegung des Tablets.
Das Tablet hat eine Kamera, mit der auch Videos in den 2GB großen Speicher aufgenommen werden können. Ein Mikrofon für Sprachsteuerung und Audio-Aufnahmen darf natürlich auch nicht fehlen. Ein entscheidender Unterschied zum iPad ist auch die Verwendung handelsüblicher Batterien beziehungsweise entsprechender Akkus als Energiequelle.
Im Kaufpreis von ungefähr 100 US-Dollar ist eine Reihe von Software für Kinder enthalten. Die verschiedenen Apps erlauben den Kids erste Erfahrungen mit der Erstellung von Grafiken und dem Umgang mit Bildern und Videos.
Insgesamt gibt es über 60 apps, viele Videos und eine Reihe eBooks und Ultra eBook, die Kinder über das LeapPad erkunden können und ihnen so viele Stunden unterhaltenden Lernens bieten. Es ist viel günstiger als ein iPad und auch um Einiges robuster. Allerdings kosten zusätzliche Inhalte bei Stückpreisen zwischen 5 und 25 US-Dollar deutlich mehr als Lern-Apps im iTunes App Store. Familien, die kleine Kinder haben und ihnen kein iPad zur Verfügung stellen wollen, haben mit dem LeapPad eine ausgezeichnete Alternative, solange sie sich beim Kauf von zusätzlichen Inhalten beschränken.

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iCade bringt Arcade-Feeling auf’s iPad

Vor ein paar Jahren hatte die Seite für allemöglichen Geek-Devotionalien ThinkGeek die Idee einen Arcade-Ständer für das iPad zu entwerfen. Es sollte ein Aprilscherz werden, aber der kam so gut an, dass Ion Audio sich entschied ein richtiges Produkt daraus zu machen.
Bevor man mit dem Spielen loslegen kann, muss man noch etwas ackern. Fast wie ein Regal von Ikea, muss man das iCade erst einmal zusammenbauen. Allerdings ist es auch nicht so schwer. Man steckt einfach die Teile zusammen. Es kann höchstens passieren, dass man Deckel und Boden vertauscht. Sobald alles zusammengesteckt ist, kommt der Einbau des iPad dran. Das iCade verbindet sich mit dem iPad über Bluetooth, wird also quasi als ein Bluetooth-Keyboard behandelt.
Wenn man dann das iCade mit dem iPad verbindet, muss man am iCade einen PIN eingeben, aber da es keine Nummerntasten gibt, müssen die verschiedenen Arcade-Kontrollelemente als numerische Werte hinhalten. Es kann also ein paar Versuche brauchen, bis man die richtige Kombination erwischt hat.
Im Moment funktioniert nur eine offizielle App mit dem iCade – Ataris “Greatest Hits for iPad”. Über diese App kann man dutzende Atari-Klassiker herunterladen und spielen. Aber nur ein Spiel gibt es kostenlos – Mission Command. Das komplette Set von 99 Spielen kann man über die In-App-Kauffunktion erwerben und verschiedene Vierer-Sets gibt es für weniger als einen Euro.
Sobald man alles richtig eingestellt hat, ist es Zeit zu spielen. Zum Test haben Mission Command und Pong hergehalten. An die Steuerung muss man sich erst gewöhnen: Sie fühlt sich etwas ungenau an, vorallem wenn man gewohnt ist Spiele auf dem iPad zu spielen.
Das iCade ist darauf ausgelegt das iPad hochkant zu verwenden. Das wirft einige Schwierigkeiten auf, wenn man ein Spiel, wie zum Beispiel Pong, im Querformat spielen will. Es geht zwar, aber man muss das iPad aus der iCade-Halterung nehmen.
Im Moment ist das iCade nicht viel mehr als eine neue Spielerei. Trotzdem ist es eine schöne Idee und wenn noch ein paar mehr Studios anfangen für das iCade zu entwickeln, kann es schon für den einen oder anderen echten Arcade-Fan interessant werden.

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