Amazon’s Kampfansage: Kindle Fire und Paperwhite

Datum: Autor: Beni Kategorie: TabletsTAGS:  ,

Erwartungsgemäß hat das Online-Versandhaus Amazon am Donnerstag sein neues Kindle Fire vorgestellt. Daneben wurde auch ein neuer E-Book-Reader namens Paperwhite vorgestellt. Und damit nicht genug – selbst das alte Kindle Fire wurde noch mal überarbeitet. Auch wenn Amazon Chef Jeff Bezos Apple während der Präsentation nicht beim Namen nannte, so war nicht nur zwischen den Zeilen die direkte Kampfansage an Apples iPad herauszuhören. Außerdem kommt der Tablet-PC nun erstmals offiziell nach Deutschland.

Kindle Fire HD: besser, schneller, größer

Nun ist die Katze aus dem Sack. Das neue Kindle Fire Tablet ist größer und schneller als das Vorgängermodell. Das Kindle Fire HD hat bei einer HD-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln eine Bildschirmgröße von 8,9 Zoll. Herzstück ist ein Dual-Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,2 Gigahertz. Der Arbeitsspeicher beträgt ein Gigabyte und bei der Speicherkapazität kann zwischen 16, 32 und 64 GB ausgewählt werden. Jedoch gibt es keinen microSD-Slot bei den Kindle Fire Tablet-PCs. Dafür ist aber Dualband-WLAN an Bord. Ab der 32-GB-Version gibt es auch den 4G Standard LTE, allerdings ist nicht klar, welche Frequenzen. Daneben wird es auch noch ein kleineres Kindle Fire mit einem 7-Zoll-Bildschirm geben.

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In Deutschland zunächst nur ein sieben Zoll Kindle Fire HD

Das alte Kindle Fire wurde ebenfalls überarbeitet, hat nahezu identische Ausstattungsmerkmale und ebenso ein 7-Zoll-Display. Einzig beim Speicher gibt es nur acht Gigabyte sowie einfaches WLAN. Die Bildschirmauflösung wird mit 1.024 x 600 Pixel angegeben. Bei sämtlichen Kindles kommt eine stark veränderte Android-Version als Betriebssystem hinzu. Das ist möglich, weil Android eigentlich ein Open Source OS ist. Der E-Book-Reader Paperwhite soll bis zu acht Wochen ohne Akku-Aufladung auskommen. Auf dem deutschen Markt wird zunächst nur das 7 Zoll Kindle Fire HD verfügbar sein. Dafür will Amazon das alte Kindle Tablet günstiger anbieten – statt 99 Euro soll es nur noch 70 Euro kosten. Das neue, kleinste Kindle Fire in sieben Zoll ist auf der deutschen Amazon-Seite für 159 Euro ausgeschrieben. Wann und ob das neue große Kindle Fire und der Paperwhite E-Book-Reader offiziell nach Deutschland kommen, wurde leider nicht bekannt.

Amazon setzt auf anschließenden Produktverkauf und Service

Insgesamt sind die Preise für die neuen Tablet-PCs wie gewohnt attraktiv bei Amazon. Denn im Gegensatz zu anderen Tablet-Anbietern setzt Amazon verstärkt auf das Folgegeschäft. So lassen sich in Deutschland bereits rund 110.000 Buchtitel auswählen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, bei der Amazon-Tochter Lovefilm auf das Video-Angebot zurückzugreifen. Ebenso wird auch der Cloud Player bald hierzulande zur Verfügung stehen. Damit ist es möglich, eigene Daten in die Amazon-Cloud hochzuladen und abzuspielen. Auf der Präsentation in San Francisco fiel nicht ein einziges Mal der Name Apple, dafür wurde mehrfach der Vergleich zum iPad gezogen. Unternehmenslenker Bezos verfolgt dabei eine klare Linie: nicht über die Hardware sei der Profit zu erwirtschaften.

Gut positioniert vor dem großen Apple Event

Die Konsumenten würden mehr Service und Dienste wollen, nicht immer noch mehr Geräte. Doch war nach eigener Auffassung die Auffrischung des Tablet- und E-Book-Reader-Angebots dringend nötig, da die alten Geräte einfach nicht die gewünschte Leistung gehabt hätten. Wie auch Samsung, Motorola und Nokia war es für Amazon wichtig, seine neuen Produkte vor dem 12. September vorzustellen, denn dann soll das neue iPhone 5 von Apple präsentiert werden. Und in dessen Schatten will natürlich kein Unternehmen neue Produkte zeigen, sondern möglichst vorab positionieren. Die Aktienanleger befanden die neuen Amazon-Geräte anscheinend ebenfalls für gut, denn die Aktie von Amazon zog nach der US-Vorstellung um 2,1 Prozent auf ein neues Allzeithoch an.

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