YotaPhone stellt Smartphone mit zwei Displays vor

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  ,

Für den einen oder anderen Leser mag das wie ein Déjà-vu klingen. Schließlich gab es so etwas doch schon mal, oder? Stimmt, das Telefon genau mit dieser Besonderheit wurde schon einmal entwickelt und angeboten. Jedoch waren die Konsumenten wenig begeistert. Der fest verbaute Akku war zu schwach, beim rückseitigen Display handelte es sich um ein E-Ink-Display ohne Touchscreen-Funktion. Zu allem kam ein Preis, der für das Mittelklassegerät dennoch im Premiumbereich lag. Nun hat man einen zweiten Versuch gestartet.

Die technische Spezifikation

Beim Bildschirm handelt es sich um ein 5-Zoll-AMOLED-Display in Full-HD-Auflösung. Der E-Paper-Bildschirm (4,3 Zoll mit 16 Graustufen und einer Auflösung von 960 mal 540 Pixeln) auf der Rückseite ist ebenfalls hochauflösend. Dabei handelt es sich gegenüber dem Vorgängermodell um einen Touchscreen (Vorgänger nur Gesten). Außerdem können Inhalte vom herkömmlichen Frontdisplay jetzt auf dem E-Ink-Bildschirm gespiegelt werden. Bei der CPU handelt es sich um einen Qualcomm Snapdragon 800, der mit 2,2 GHz getaktet ist. Der Arbeitsspeicher kommt mit zwei Gigabyte RAM, der Flash besitzt 32 GB, wobei dieser aber nicht erweiterbar ist. Für Selfies findet sich eine Knipse an der Frontseite mit 2,1 MP. Die Hauptkamera auf der Rückseite kommt mit 8 Megapixel und LED-Blitz.

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Die Leistungsstärke ist die längere Betriebszeit

Zur Kommunikation stehen LTE und UMTS bereit, daneben auch WLAN in a/b/g/n/ac. Dazu kommen Bluetooth 4.0 und NFC. Beim Betriebssystem handelt es sich um Android KitKat 4.4. Das Gerät kommt auf gut 145 g und ist trotz der beiden Bildschirme verhältnismäßig flach. Das alles bei Abmessungen von 144 x 69,5 mm x 8,9 mm. Die Kapazität des Akkus, die beim Vorgängermodell noch kritisiert wurde, liegt aktuell bei 2.500 mAh. Fällt die aktuelle Akkukapazität unter 15 Prozent, schaltet das Gerät automatisch auf “Always-on-Display” und zeigt alles auf dem Schwarz-Weiß-Bildschirm. So werden noch einmal knapp 9 Stunden Gebrauchszeit gegenüber anderen Smartphones aus dem Gerät herausgequetscht. Der E-Ink-Bildschirm selbst kann für rund 100 Stunden zum Lesen benutzt werden.

Gutes Konzept neu überarbeitet, aber ein heftiger Preis

Damit ist das E-Paper-Display weniger als Erweiterung der herkömmlichen Funktionen zu verstehen. Vielmehr wird bei der Nutzung dieses Displays die Akkulaufzeit gegenüber regulären Smartphones deutlich verlängert. Gerade diejenigen, die viel unterwegs sind, andererseits aber nicht alles immer unbedingt in Farbe angezeigt haben müssen, werden sich den Gebrauch vom Yotaphone 2 wohl gut vorstellen können. Wäre da nicht ein kleines Problem. Kommt das Gerät in Russland, im Land des Herstellers, noch auf umgerechnet “nur” knapp 500 Euro, soll es hierzulande mit 690 Euro erheblich mehr kosten. Da zu diesem Preis auch prestigekräftige iPhones und Galaxy-S-Geräte erhältlich sind, darf der weite Wurf mit hohen Absatzzahlen wohl eher angezweifelt werden. Ende des Jahres soll das Gerät noch in Deutschland verfügbar sein, dann wird es sich ja zeigen.

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