Samsung: Tizen Smartphone und der eigene App Store

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , , ,

Das Samsung Tizen sollte in Russland auf einer Entwicklerkonferenz vorgestellt werden. Stattdessen wurde dort mitgeteilt, dass die Präsentation auf unbekannte Zeit verschoben sei. Unter anderem seien noch nicht genügend Anwendungen und Apps verfügbar, die das eigene OS von Samsung gut abdecken würden. Umso ironischer mag vielleicht der Umstand klingen, dass Samsung auch bei seinem eigenen App Store neue Wege geht. Beide Projekte zeigen jedoch gut auf, wohin die Reise der Smartphone Hersteller in Zukunft gehen könnte. Dass es ausschließlich um Unabhängigkeit von Google und Android geht, ist eher unwahrscheinlich.

Präsentation vom Samsung Z Smartphone verschoben

Das Samsung Z Smartphone, ausgerüstet mit dem eigenen Tizen Betriebssystem der Südkoreaner, sollte eigentlich auf einer Entwicklerkonferenz in der russischen Hauptstadt Moskau vorgestellt werden. Nun wurde der Termin aber auf unbestimmte zeit verschoben. Nach Informationen des Wall Street Journals sind die verfügbaren Apps und Anwendungen für das eigene OD aktuell noch nicht ausreichend. Also soll zunächst dieses Angebot ausgebaut werden. Auffällig sind dabei die Ähnlichkeiten mit dem zuvor für den japanischen Markt angekündigten Tizen Smartphone. Samsung sollte dort für einen Provider ein neues Smartphone mit dem eigenen Betriebssystem vorstellen.

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Ähnliche Situation zuvor in Japan

Der Provider (NTT Docomo) hatte dann aber angekündigt, dieses Gerät doch nicht vertreiben zu wollen – zumindest nicht in naher Zukunft. Laut dem Unternehmen stünden die Chancen, neben iOS von Apple und Android von Google ein drittes großes Smartphone Betriebssystem zu etablieren, eher schlecht. Der japanische Provider erklärte folglich, dafür keinen Markt zu sehen im Moment. Damit ist dieses Projekt ebenfalls auf unbestimmte Zeit begraben. Allerdings scheint Samsung keinesfalls aufgeben zu wollen. Nach wie vor seien insbesondere Russland und Indien als primäre Absatzmärkte in der Planung. Der Smartphone-Hersteller aus Südkorea ist in diesen Ländern seit jeher stark positioniert.

Aus Samsung Apps wird der Galaxy Apps Store

Da mag es ein wenig seltsam klingen, dass Samsung derzeit auch seinen Samsung Apps Store aufpoliert hat. Der heiß ab sofort Galaxy Apps Store und wird eindeutig gegen Google positioniert, wie viele Meinungen dazu vermuten. Die Apps sind nach unterschiedlichen Kategorien wie “Galaxy Essentials” (als notwendig empfohlene Apps), “Galaxy Gifts” (kostenlose Premium-Apps) und weiteren Gesichtspunkten zusammengefasst. Derzeit finden sich in diesem neu benannten Samsung Apps Store mehrere hundert Apps. Allerdings war der bislang als Samsung Apps bekannte Store auch in der Vergangenheit nicht unbedingt rege besucht.

Das profitable Geschäft der Zukunft: der After-Sales-Markt

Dennoch deutet mit dem Galaxy Apps Store sowie dem Samsung Z Tizen Smartphone alles darauf hin, eigene Wege gehen zu wollen. Dass sich Samsung dabei gegenüber Google unabhängiger machen will, ist wohl eher eine technisch notwendige Konsequenz. Schon heute sind es weniger die Geräte selbst, die für hohe Gewinn-Margen stehen. Das Geschäft mit Software, Apps und vor allem mit Daten scheint mit Blick in die Zukunft deutlich ertragreicher. So kann davon ausgegangen werden, dass sich Samsung auf diesem Wege einfach ein Stück des großen Folgegeschäfts-Kuchens bei bereits vorhandenen Smartphones sichern will, indem es Tizen Marktanteile gewinnt. Ob das jedoch glückt, steht wohl auf einem ganz anderen Blatt.

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