Präsentation in Brasilien: Moto G von Motorola zum Kampfpreis

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Nach Google erkennt nun Motorola Mobility wenig überraschend preiswerte Smartphones mit dafür hervorstechender Ausstattung als Absatzmarkt. Mit dem Moto G überraschte das zum Google-Konzern gehörende Unternehmen vor allem mit dem Verkaufspreis des Mittelklasse-Smartphones und erklärte auch die Zielsetzung.

Der Griff nach der digitalen Zukunft von Motorola

Preiswerte Smartphones gibt es zur Genüge. Das sind zumeist ehemalige Topmodelle, die technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Besonders bei den aktuellen Trends zur Displaygröße wird das klar, haben ältere Geräte doch zumeist auch kleinere Bildschirme. Ähnlich wie das aktuelle Medion Modell Life X 4701 kommt das Moto G von Motorola im modernen Design bei einer durchaus akzeptablen Ausstattung.

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Der große Unterschied zwischen beiden Smartphones ist jedoch, dass Motorola den Zukunftsmarkt des Internets, Schwellen- und Entwicklungsländer, erobern will. Das neue Medion Smartphone ist hingegen nur auf europäischen Märkten anzutreffen. Ob die Rechnung aufgeht, liegt allerdings in den Sternen. Gerade in solchen Ländern dominieren viele No-Name Smartphones und Tablets, die unter 100 Dollar zu haben sind. Doch vielleicht will Motorola damit eine Art Prestige-Smartphone schaffen, denn viele andere Smartphone-Hersteller haben diese Märkte bislang gemieden.

Die Spezifikation von Moto G

Das Motorola Moto G ist natürlich stark an das Moto X angelehnt. Der Bildschirm, ein LCD-Display, besitzt eine Diagonale von 4,5 Zoll bei einer Auflösung von 1.280 mal 720 Pixel. Die Pixeldichte beträgt 329 ppi. Herzstück ist ein Snapdragon 400 von Qualcomm. Die CPU besitzt vier Kerne mit einer jeweiligen Taktung von 1,2 GHz. Für die Grafik nutzt das Moto G eine Adreno-350-GPU.

Als Arbeitsspeicher gibt Motorola beim Moto G 1 GB RAM an. Der interne Flashspeicher beträgt wahlweise 8 oder 16 GB. Hier liegt jedoch wie bei Google Nexus-Geräten ebenfalls ein Schwachpunkt: das Gerät besitzt keinen microSD-Slot zum Erweitern des Speichers. Die Hauptkamera an der Rückseite bietet 5 Megapixel, während die Frontkamera mit 1,2 Megapixel ausreichend für beispielsweise Video-Chats ausgestattet ist.

Aktuelles Betriebssystem Jelly Bean soll schon bald auf KitKat aufgewertet werden

Neben GSM kommt auch UMTS (HSPA+) zum Einsatz, außerdem WLAN nach den Spezifikationen 802.11 b/g/n. Bluetooth ist als 4.0 an Bord, außerdem GPS und GLONASS. Als Betriebssystem verwendet das neue Smartphone von Motorola natürlich Android. Es kommt als Jelly Bean in 4.3, doch Motorola hat bereits zugesagt, voraussichtlich im Januar 2014 auf Android 4.4 KitKat upzugraden.

Die Abmessungen betragen 65,9 x 129,9 x 11,6 mm, wobei das Smartphone nicht gleichmäßig tief ist. Daher ist es an den flachsten Punkten nur 6 mm tief. Das Gewicht wird von Motorola mit 143 g angegeben. Das rückseitige Cover kann durch unterschiedliche Schalen in allen möglichen Farben ersetzt werden. Wer allerdings hofft, dass damit auch der Akku, der eine Leistung von 2.070 mAh hat, ausgetauscht werden könnte, muss enttäuscht werden.

Ab 169 Euro ist das Moto G Ende November in den Läden

Ab 21. November soll das Motorola Moto X dann nahezu weltweit zum Preis von 169 (8 GB) bzw. 199 Euro (16 GB Speicher) verfügbar sein. Wenigstens fährt Motorola aber nicht die doch einigermaßen unfaire Politik wie bei den Nexus-Modellen, wo lediglich das Währungszeichen hinter dem Preis ausgetauscht wird. Das 8-GB-Moto-G kostet demnach in Dollar 179 US-$. Der Motorola-Manager Dennis Woodside gab zudem bei der Präsentation im brasilianischen Sao Paulo zu verstehen, dass es vornehmlich um Schwellenlände gehe, die erreicht werden sollen.

Ein Smartphone für Schwellenländer, nicht jedoch für China

Der Motorola-Chef schätzte die Konsumentenzahlen, die ebenfalls gerne ein Smartphone hätten, für die Preise jenseits der 600 Euro aber wohl unerschwinglich sind, auf mindestens 500 Millionen Menschen. Jedoch wird ein großer Markt nicht bedient: China. Daraus wird schnell ersichtlich, dass es darum geht, die Bindung an Google in solchen Ländern zu stärken, denn China scheint für Motorola schon deshalb uninteressant, weil hier keine Apps verkauft werden können und viele Google-Dienste, mit dem das Moto G ausgestattet ist, ebenfalls nicht genutzt werden können.

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