Ouya Konsole + Crowdfunding = Revolution?

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Das Internet ist eine wahrhaftig einmalige Welt. Und vielen ist auch bekannt, wie viel Eigendynamik dieses digitale Medium an den Tag legt. Genau hier stellt sich das Internet noch einmal selbst unter Beweis, wie es fast nicht mehr eindrucksvoller sein könnte. Es lässt sich eigentlich nur noch sagen “Innovation trifft auf andere Innovation”. Die Rede ist zum einen von Crowdfunding, einer Idee, die erst durch das Internet möglich wurde und einer Spiele-Idee bzw. einer Konsole namens Ouya, welche das Internet ebenfalls enorm mit einbezieht.

Crowdfunding – was ist das?

Als fast schon genial wurde das Prinzip des Crowdfundings gefeiert, als es sich langsam etablierte im weltweiten Netz. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Jemand hat eine zündende Geschäftsidee, aber mangelndes Eigenkapital. Banken, wie alle wissen, sind so gut wie nie risikobereit und ansonsten sind die Möglichkeiten für tolle Ideen dann oft schon erschöpft. Auf Crowdfunding-Seiten können Leute mit solchen genialen Ideen dieselbige nun erklären und vorstellen und die Internet-Benutzer fragen, ob sie sich denn nicht finanziell an dem Projekt beteiligen wollen. Eine sehr erfolgreiche Crowdfunding-Plattform ist Kickstarter. Dem gegenüber steht mit Ouya nun ein ganz besonderes Crowdfunding-Projekt. Ganz knapp gesagt um eine neue Spielekonsole. Nun würden mit Sicherheit viele sofort einwerfen, dieser Markt ja wohl so sehr in festen Händen, dass sich schon seit Jahren kein neuer Anbieter etablieren konnte. Dem stehen aber zwei interessante Argumente gegenüber.

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Ouya – den Spielkonsolenmarkt neu definieren

So dachte niemand vor einigen Jahren, dass der sich fest in den Händen von Sega und Nintendo befindliche Konsolenmarkt von einem neuen Anbieter aufgemischt werden könnte. Der hieß damals Sony und ist inzwischen Marktführer. Sega gibt es nicht mehr und Nintendo hatte kräftig zu kämpfen mit Sony. Also wäre schon mal belegt, dass so etwas funktioniert. Doch das zweite Argument, das für dieses Projekt spricht, macht noch viel deutlicher klar, wo Potenzial liegt. Es geht nämlich konkret um die Entwicklung einer Spielekonsole sozusagen als App für Smartphones. Viele hatten das zunächst Apple zugetraut und von dort kommen auch entsprechende Gerüchte. Doch ist bei dem iPhone-Erfinder ja schon mit dem iPhone 5 mit Verspätung zu rechnen, wann soll da also noch Zeit bleiben für eine Spielekonsole? Genau hier scheint die Rechnung des Konkurrenzsystems von Google, Android, aufzugehen. Während nämlich Apple sehr konservativ versucht, alles unter Kontrolle zu halten, lässt Google Anwender und Programmierer fleißig neue Apps erstellen. So nun eben auch diese Spielekonsole mit dem Namen Ouya.

Alles, was das User-Herz begehrt

Alleine, was diese Konsole kann, begeistert die Leute schon. Die Gamebox ist hackbar, das heißt, Anwender als auch Entwickler können sie rooten. Damit aber noch längst nicht genug: Außerdem soll die Spielekiste so gebaut werden, dass die Konsumenten sie auch zerlegen und erweitern können. Stellt sich nur noch die Frage, was die Konsole überhaupt grundsätzlich kann.

“Sämtliche Spiele, die inzwischen im Google Play Store für Android sind, können mit Ouya auf das TV-Gerät zu Hause gebracht werden.

Dabei gibt auch die technische Ausstattung, wie sie geplant ist, keinen Anlass zu meckern: ein Tegra 3 Quad-Core Prozessor, 1 GB RAM, WiFi, HDMI Verbindung und Android Ice Cream Sandwich, also das aktuelle OS von Google (das neue Jelly Bean kann ja erst zeitversetzt verwendet werden). Wer jetzt denkt, das wäre alles schon nicht schlecht, der bekommt noch ein zusätzliches Sahnehäubchen dazu, wenn man die List liest, wer hinter dem Ouya-Projekt steht. Angeführt wird das hochkarätige Team von Julie Uhrmann. Sie ist Gamern bestens bekannt, hat sie doch von 2003 bis 2005 für Vivendi Universal neue Spiele kreiert, dann auch noch für den nicht weniger bekannten Hersteller IGN. Dann kommt noch Muffi Ghadiali dazu, welcher bei Amazon den Kindle mit entwickelt hatte. Außerdem der ehemalige Vize von Xbox Ed Fries, um nur die bekanntesten zu nennen.

Durchschlagender Erfolg

Bei Kickstarter kann man für die Ouya Koonsole ebenfalls Geld beisteuern. Nun kommt aber der eigentliche Hammer. Für das Projekt werden laut Angaben der Ouya-Macher 950.000 USD benötigt. Dafür sollte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter 29 Tage Zeit sein, dieses Ziel zu erreichen. Bereits am ersten Tag konnten die Ouya-Initiatoren aber bereits sage und schreibe 2,5 Millionen USD einsammeln. Selbst von dem Erfolg überwältigt, haben sie nun einen Aufruf gestartet, dass die Internet-User mit ihren Ideen für Ouya kommen sollen, damit das Projekt noch weiter ausgebaut werden kann. Im März 2013 soll die Box – ebenfalls ein Highlight – für nur 99 Dollar erhältlich sein. Dass die Zukunft auch des Gaming-Marktes bei den Smartphones liegt, konnte auch Apple bereits unter Beweis stellen. So gibt es seit ein paar Jahren Microcopter, eine Art Hubschrauber mit Kamera, die über das iPhone bedienbar sind. Über den Spaßfaktor lässt sich natürlich streiten, dennoch beweist es, dass sich interaktives Spielen durchaus gut mit Smartphones verträgt. Folglich ist das Potenzial für Ouya nicht einmal ansatzweise erfasst.

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