Mehr als eine Milliarde Smartphones

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , ,

2013 wird für die Mobilfunkwirtschaft in angenehmer Erinnerung bleiben. Erstmals wurden mehr als eine Milliarde Smartphones weltweit abgesetzt. Der Featurephone-Markt, also der Markt für herkömmliche Handys, stagniert dabei beinahe und kann nur noch ein Wachstum von gut vier Prozent verzeichnen. Während Apple laut seiner Anleger das Unternehmensziel für 2013 verpasst hat, ist wieder einmal der südkoreanische Hersteller Samsung der große Gewinner. Aber auch die Chinesen drängen immer erfolgreicher in den Markt.

Samsung ist der große Gewinner 2013

Samsung kann nun auch abschließend für das komplette Jahr 2013, aber auch das letzte Geschäftsquartal, als großer Gewinner bezeichnet werden. Interessant sind dabei die Unterschiede, wenn man den Mobilfunkmarkt als einen großen Markt betrachtet, also einschließlich herkömmlicher Handys, oder eben nur den Smartphone-Markt beleuchtet. 22,9 Prozent aller Mobilfunkgeräte, also Smartphones und Featurephones, stammen von dem südkoreanischen Hersteller Samsung. Auf dem zweiten Platz findet sich hier Nokia mit einem immer noch beachtlichen Anteil von 13 Prozent. Danach kommt Apple mit gut zehn Prozent, außerdem LG mit 3,8 Prozent bzw. Huawei mit 3,7 Prozent.

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Beinahe ein Drittel des weltweiten Handyabsatzes kommt Samsung zugute

Legt man den Fokus jetzt ausschließlich auf den boomenden Smartphone-Markt, ist Nokia nicht mehr unter den ersten fünf Anbietern zu finden. Mit insgesamt 86 Millionen Smartphones schaffte Samsung nicht nur einen neuen Absatzrekord, das Unternehmen baute seinen weltweiten Marktanteil auf 29,6 bzw. gut 31 Prozent aus. Mit 17,6 Prozent ist der Erzrivale Apple deutlich auf Abstand. LGE, Lenovo und Huawei folgen auf Platz 3 bis 5 mit jeweils unter 5 Prozent, konnten ihre Verkäufe aber deutlich über dem allgemeinen Branchenzuwachs steigern. Anzumerken sei auch noch, dass derzeit mehrere Statistiken veröffentlicht wurden, die in den abschließenden Zahlen um circa zwei Prozent variieren – daher auch zwei zahlen zu Samsung.

Zähneknirschen trotz guter Gewinne bei Apple

Aber auch der allgemeine Anteil an Smartphones bietet nach den Zahlen von 2013 einen neuen Rekord. Erstmals liegt der Anteil von Smartphones gegenüber herkömmlichen Handys bei deutlich über 50 Prozent, nämlich gut 55 Prozent. Dass Apples Aktien bei diesen Zahlen dennoch an der Börse verloren haben, ist einfach zu erklären: die Investoren blickten auf die verkauften Smartphone-Stückzahlen, nicht aber auf den gewinnbereinigten Umsatz. Und hier büßte der IT-Hersteller aus Cupertino, USA, mit mehr als drei Prozent deutlich Marktanteile ein. So konnte das von Steve Jobs gegründete Unternehmen zwar einen Rekordgewinn verbuchen, aber nicht seine tatsächlichen Umsatzziele verwirklichen.

Der aktuelle Trend: Masse statt Klasse

Ein weiterer interessanter Aspekt sind die Umsatzmärkte. Wie bereits in früheren Meldungen zu lesen war, konnte sich Apple nun endlich über einen chinesischen Provider einen breiten Zugang auf den chinesischen Markt sichern. Der wird auch in Zukunft ein wichtiger Absatzmarkt für Smartphones bleiben. Daneben ist es der indische Subkontinent, der in den Fokus der Hersteller gerät. Nahezu alle Smartphone-Produzenten setzen inzwischen nicht mehr nur ausschließlich auf teure Premium-Smartphones für die Industrieländer, sondern haben ein attraktives Portfolio an Smartphones unter 150 Euro im Angebot. Das schlägt sich bei Apple ebenso nieder wie bei allen anderen Herstellern.

Aussichten 2014: die Käufer preiswerter Smartphones werden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten

Dazu passt dann auch wieder die Meldung von Motorola aus den vergangenen Wochen, dass man das Geschäft mit preiswerten Mobilfunkgeräten stärker ins Visier nehmen möchte. Neben den Smartphones unter 150 Euro sind es aber auch Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von mindestens 5 Zoll, die regen Absatz finden. Der Markt an hochpreisigen Smartphones scheint damit derzeit ausgereizt zu sein, denn die Technik eilt allen anderen damit verlinkten Technologien zu weit voraus, wie das Beispiel der 4K-Displays verdeutlicht. Stattdessen verbilligen sich herkömmliche Full HD Displays, LTE-Modulen oder CPUs mit vier Kernen immer mehr, sodass diese einst den Flaggschiffen vorbehaltenen Features auch in preisgünstigen Mobiltelefonen zu finden sind.

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