Kraftwerk: Smartphone-Akku laden der nahen Zukunft

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Bislang stellt die Kapazität von Smartphone-Akkus immer eine Herausforderung für die Gerätehersteller dar. Vollgepackt mit zahllosen Anwendungen, die teilweise hohe Prozessortlasten und damit entsprechenden Stromverbrauch verursachen, ist die Kapazität der Smartphone-Akkus für viele Käufer ein Aspekt bei der Entscheidungsfindung. Bisherige Lösungen bieten lediglich sogenannte Powerpacks, die mitgeführt werden können. Das sind weitere Akkus, die lediglich den Smartphone-Energiespeicher laden sollen. Die Nachteile, die damit verbunden sind, will eZelleron mithilfe einer neu entwickelten Brennstoffzelle beseitigen. Passenderweise trägt das innovative Produkt den Namen “Kraftwerk”.

Völlig neues Konzept des Powerpacks der Zukunft

Mit der Brennstoffzelle “Kraftwerk” könnte in der Tat ein wegweisendes Gadget auf den Markt gebracht werden. Hinter dem Start-up eZelleron, das die Brennstoffzelle herstellen wird, steckt das renommierte Fraunhofer-Institut, das für seriöse und dennoch zum Teil nicht minder spektakulärer Forschungsergebnisse steht, die einen wirtschaftlichen Nutzen bieten sollen. Die wohl weltweit bekannteste Erfindung ist das MP3-Format. Das wären also durchaus vielversprechende Voraussetzungen, die die Brennstoffzelle “Kraftwerk” mit auf den Weg bekommt.

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Funktionsprinzip und Leistung

Das Funktionsprinzip ist dabei denkbar einfach. Im Innern des Gehäuses mit den Maßen 100 x 75 x 30 mm, das ein wenig an einen kleinen elektrischen Rasierapparat erinnert, ist ein kleiner Brennstoffzellen-Generator, der mit Camping- oder Autogas betrieben werden kann. Laut eZelleron kann mit einer Füllung ein nicht näher spezifiziertes iPhone bis zu 11 mal damit aufgeladen werden. Das entspräche im plastischen Vergleich einer Kapazität die plus minus um die 20.000 mAh läge. Gegenüber Powerpacks gibt es erhebliche Vorteile. Diese müssen für mehrere Stunden über eine Stromquelle geladen werden, um wieder als Reserve fungieren zu können.

Selbst im Handgepäck bei USA-Flugreisen kann Kraftwerk mitgenommen werden

Außerdem ist die Lebenszeit wie bei allen Akkus zeitlich relativ stark begrenzt. Damit entstehen mit Powerpacks kontinuierlich verhältnismäßig hohe Kosten. Die Brennstoffzelle “Kraftwerk” kann jedoch binnen drei Sekunden mit Gas befüllt werden und ist dann sofort einsatzbereit. Die Lebensdauer sollte bei sachgemäßer Anwendung außerordentlich lange sein, wobei eZelleron mindestens zwei Jahre angibt bislang. Für eine längere Verwendung spricht der Umstand, dass die Zelle beliebig oft befüllt werden kann. Selbst das Mitführen im Handgepäck auf Flüge in die USA wurde bei der Smartphone-Ladezelle berücksichtigt. Das Gerät lässt sich aber selbstverständlich nicht nur für iPhones verwenden. Es soll für sämtliche Geräte mit Akku verwendbar sein, die über den USB-Anschluss geladen werden können.

Brennstoffzelle “Kraftwerk” als Kickstarter-Projekt

Dabei liefert die Brennstoffzelle eine Leistung zwischen zwei und 10 Watt bei einer Spannung von fünf Volt. Das führt wiederum zu einem Ladestrom von zwei Ampere. Das befüllen soll über weltweit erhältliche Gaskartuschen erfolgen. Hervorgehoben wird zudem, dass so Smartphones und andere Geräte auch ohne das Vorhandensein eines Stromanschlusses geladen werden können. eZelleron hat sich zur Finanzierung des Projekts an Kickstarter gewandt. Dort will man bis zum März 2015 500.000 Dollar einsammeln, um die Entwicklung vorantreiben zu können, aber auch, um in entsprechende Maschinen und Werkzeuge investieren zu können. Um dann als Kickstarter-Geldgeber ein Kraftwerk zu erhalten, müssen 99 Dollar investiert werden.

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