Google I/O: das Nexus Lollipop-Trio ist da

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Nicht nur das neue Android 5.0 hat nun endlich einen Namen. Auch die neue Nexus-Familie, ein 9-Zoll-Tablet und ein 6-Zoll-Smartphone wurden vorgestellt. Außerdem noch ein neues Produkt, das ebenfalls zur Nexus-Familie gehört und dem Amazon Fire TV Konkurrenz machen wird oder will der Nexus Player. Viele Daten zu Smartphone und Tablet sind bereits im Vorfeld durchgesickert. Dennoch ist insbesondere das neue Nexus-Tablet ein Novum: der erste Tablet-PC mit 64-Bit-Technologie. Auch die Preise sind einigermaßen gesichert, obwohl Google auf der Google I/O keine Angaben dazu gemacht hat.

Technische Details zum Nexus 6 Smartphone bzw. Phablet

Einige der Daten reichen durchaus in den Highend-Bereich. Damit ist es Googles erster Vorstoß mit der Nexus-Reihe ins Premium-Segment. Das Display des von Motorola und damit von Lenovo hergestellten Geräts besitzt eine Diagonale von 5,96 Zoll und kommt in QHD-Auflösung: 2.560 mal 1.440 Pixel, die Pixeldichte liegt bei 493 dpi. Neben dem Galaxy Note 4 ist es neben den LCDs erst das zweite Smartphone in dieser Größe mit QHD. Die CPU, ein Snapdragon 805 von Qualcomm, ist auf jeweils 2,7 GHz getaktet.

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Damit kann das neue Android einen seiner Trümpfe – 64-Bit-Lauffähigkeit – nicht ausspielen, da der Qualcomm-Prozessor nur mit 32 Bit läuft. Dazu gibt es 3 GB Arbeitsspeicher. Der interne Flashspeicher beläuft sich auf wahlweise 32 oder 64 GB, die 16-GB-Variante wird es nicht mehr geben. Auch konnte sich Google beim neuen Nexus 6 nicht zu einem microSD-Slot durchringen. Die Hauptkamera hat 13 Megapixel und ist neben dem einigen Premium-Smartphones wie dem iPhone 6+ eine der wenigen mit optischem Bildstabilisator. Dazu gibt es zwei LED-Blitzlichter. Zur Kommunikation steht neben UMTS auch LTE auf dem Plan, eine Version ohne LTE gibt es nicht.

Außerdem laut Google auch WLAN 802.11 b/g/n/ac. Der Akku hat eine Kapazität von ordentlichen 3.220 mAh. Außerdem wird das Turbo-Charger-Netzteil mit ausgeliefert. Mit nur 15 Minuten Ladezeit sollen dann 6 Stunden Betriebszeit zur Verfügung stehen. Das Gerät kann in den USA ab 29. Oktober in Dunkelblau oder Weiß bestellt werden. Die Preise, die in Deutschland durchgesickert sind, liegen bei 570 Euro für das Nexus 6 mit 32 GB Flash und 80 Euro Aufschlag für die doppelte Speicherkapazität.

Technische Details zum Nexus 9 Tablet

Die Bildschirmdiagonale vom Nexus 9 beträgt 8,9 Zoll bei derselben Auflösung wie dem Nexus 6 (2.560 mal 1.440 Pixel). Was aufgrund der größeren Diagonale 287 dpi bedeutet. Im Gegensatz zu anderen Tablet-Herstellern setzt Google mit dem Nexus 9 aber nicht wie die meisten anderen Hersteller auf ein 16:9-Format des Displays – das mit Gorilla Glass 3 geschützte Display kommt im 4:3-Format. Ein echtes Highlight ist auf jeden Fall der Prozessor. Das Nexus 9 ist das erste Tablet mit einer 64 Bit fähigen CPU. Aber auch der Prozessor selbst überrascht, da es sich um einen Tegra K1 (Project Denver als 64-Bit-Design) handelt.

Wahrscheinlich sind deshalb nur zwei Kerne auf 2,3 GHz getaktet. Der RAM beträgt 2 GB, der interne Flashspeicher 16 bzw. 32 GB. Wie das Nexus 6 muss auch das 9er-Tablet ohne microSD-Slot auskommen. Die rückseitige Hauptkamera besitzt ein Blitzlicht (LED) und kommt auf 8 Megapixel. Die Daten zur Selfie-Knipse sind noch nicht bekannt. Es gibt eine reine WLAN-Variante (802.11ac) sowie ein Nexus 9 mit LTE. Ein besonderes Merkmal für Soundliebhaber dürften die Lautsprecher darstellen, da das Nexus 9 von HTC gebaut wird und wohl baugleiche Komponenten wie beim HTC One zu finden sind.

Außerdem bietet das Nexus 9 aktuelles Bluetooth und NFC. Das Gehäuse ist 8 mm dünn und insgesamt wiegt das Tablet 425 g. Die Akkukapazität liegt bei 6.700 mAh. Das soll reichen, um 9,5 Stunden WLAN-Verbindungen zu halten oder entsprechend lange Videos laufen zu lassen. Interessenten können es in den USA ab dem 17. Oktober bestellen, ab 3. November erfolgt dann die Auslieferung. In Deutschland wird die 16-GB-Variante 400 Euro kosten, 32 GB gibt es für 490 Euro. Wer dann noch LTE haben will, muss 570 Euro auf den Ladentisch legen, um sich sein Nexus 9 in den Farben Sand, Weiß oder Schwarz aussuchen zu können. Wer dann noch Geld übrig hat, kann sich eine Hülle mit Tastatur dazu kaufen, wobei dieser Preis noch nicht feststeht.

Der Nexus Player

Im Gegensatz zum Fire TV von Amazon ist der Nexus Player rund. Das Streaming-Gerät wird von Asus hergestellt. Grundsätzlich werden die Streaming-Inhalte über Google Play bezogen, über entsprechende Apps werden natürlich Angebote anderer Seiten wie YouTube oder Vevo ebenfalls verfügbar. Der rund Puck kann aber mehr als nur Musik und Videos zu streamen. Auch als Spielekonsole ist er geeignet, weshalb Google ein entsprechendes Gamepad als Zubehör mit vorstellte. Dazu kann der Nexus Player auch zum herkömmlichen Streamen von Drittgeräten wie der Chromecast-Stick verwendet werden.

Das Herzstück ist eine CPU von Intel, ein Atom-Vier-Kern-Prozessor, der auf jeweils 1,8 GHz getaktet ist. Dazu gibt es 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Flash. Außerdem überträgt der Nexus Player im schnellen 802.11ac WLAN, für das Bluetooth an Bord wird eine Fernbedienung mitgeliefert. Über eine Tastenfunktion an dieser Fernbedienung kann dann die Sprachsteuerung aktiviert werden. Laut der Demonstration von Google auf der I/O ist diese wohl deutlich besser als das Pendant von Amazon. Mit dem TV-Gerät kann der Nexus Player via HDMI (1080p60) verbunden werden. Ab 17. Oktober kann er in den USA vorbestellt werden, um ab dem 3. November ausgeliefert zu werden. Google selbst hat keine Preise genannt, allerdings geistern hier Gerüchte durchs Netz, dass der Player 99 Dollar und das Gamepad um die 40 Dollar kosten soll.

Android 5.0 Lollipop

Auf allen drei vorgestellten Geräten kommt das neue Android Lollipop 5.0 zum Einsatz. Die besonders hervorstechenden Merkmale wären neben der bereits erwähnten 64-Bit-Lauffähigkeit die neue Nutzeroberfläche und natürlich eine deutliche Leistungssteigerung.

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