Das Samsung Galaxy S4 im Check

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Wenn ein Smartphone-Riese wie Apple oder Samsung ein neues Device ankündigt, dann wird von Branchenkennern und der Fachpresse intensiv über dessen Spezifikationen bzw. neue Funktionen diskutiert. So geschah es auch beim Samsung Galaxy S4, welches der südkoreanische Konzern Mitte März in New York offiziell vorstellte. Ende April erschien das Gerät bereits auf dem deutschen Markt, sodass zwischen Präsentation und Launch relativ wenig Zeit verstrich. Doch welche Features und Spezifikationen bringt das Samsung Galaxy S4 mit sich? Inwiefern unterscheidet es sich von seinen Vorgängern? Und vor allen Dingen: Wie kann es sich gegenüber den Hauptkonkurrenten behaupten?

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Das Display: Größer als je zuvor

Wie zuletzt schon auf der Cebit zu beobachten war, zeichnet sich bei Smartphones ein neuer Trend ab. Dieser tendiert zu immer größeren Bildschirmen, die fast schon an Tablets heranreichen. Das neue Samsung Galaxy S4 bringt daher einen Bildschirm mit einer Diagonale von fünf Zoll (12,7 Zentimeter) mit sich. Dadurch ist es etwas größer als das vom Vorgänger Galaxy S3 (4,8 Zoll) und um einiges umfangreicher als der Bildschirm des aktuellen Apple iPhone 5 (4,0 Zoll). Wer mit dem Galaxy S4 also intensiv im Internet surfen und Filme anschauen möchte, profitiert von der Displaygröße enorm. Überraschenderweise hat das große Display auf die Außenmaße (137 x 70 x 7,9 mm) keinen wirklich negativen Einfluss – das S4 ist noch kompakter und sogar leichter als sein Vorgänger.

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Auch bei der Schärfe des Bildschirms hat Samsung nachgebessert. Während Vorgänger Galaxy S3 über 302 ppi (die Anzahl der Pixel pro Zoll) verfügte, präsentiert das S4 gleich 441 ppi. Das sind gut 100 Pixel mehr, als es etwa beim iPhone 5 (326 ppi) der Fall ist. Im Verbund mit der Gesamtauflösung von 1920 x 1080 Pixel (also Full HD) und der AMOLED-Technik präsentiert sich das S4 ohne Frage absolut zukunftstauglich. Ein schärferes und fulminanteres Bild ist mit einem anderen Smarthpone derzeit kaum umsetzbar.

Der Prozessor und die Speicherkapazitäten

Einer der wichtigsten Bestandteile eines Smartphones ist der verbaute Prozessor, schließlich fungiert dieser quasi als Herz des Gerätes. In Deutschland ist das Galaxy S4 vorerst nur mit einer Prozessor-Variante erhältlich, und zwar dem sogenannten “Snapdragon”Prozessor von Qualcomm. Dieser verfügt über eine Geschwindigkeit von 1,9 Gigahertz und vier Kerne. Die andere Prozessor-Variante, die von Samsung selbst gefertigt wird, bleibt Deutschland dagegen zunächst vorenthalten. Der Arbeitsspeicher des S4 bewegt sich auf dem Niveau der LTE-Version vom Vorgänger S3 und verfügt über zwei Gigabyte. Auch bezüglich des interenen Speichers (16, 32 oder 64 Gigabyte) hat Samsung keinerlei Veränderungen vorgenommen. Wer auf mehr Speicherplatz gehofft hat, wird also enttäuscht sein.

Die Haptik: Angenehmes Material, aber (immer noch) kein Metall

Bezüglich einer Sache hat sich Samsung gegen etwas entschieden, was von vielen Kunden vehement gefordert wurde: Ein Metallgehäuse. Das S4 verfügt nämlich Samsung-typisch immer noch über ein Gehäuse aus Kunststoff. Dieses sieht zwar nicht wirklich “billig” aus, bringt aber nicht solch einen edlen Look mit sich, wie es beispielsweise bei Apples iPhone 5 oder beim HTC One der Fall ist. Farblich gibt sich das S4 ebenfalls nicht innovativ. Es ist nur in zwei Farben (“White Frost” und “Black Mist”) verfügbar. Paradiesvögel, die ausgefallene Farbdesigns erwartet haben, schauen also (vorerst) in die schwarz-weiße Röhre.

Die eingebaute Kamera: Schnell, scharf und gut

Bei der eingebauten Digitalkamera hat Samsung nur leichte Anpassungen vorgenommen. Dies macht jedoch insofern Sinn, da bereits die Leistungen der S3-Kamera zu überzeugen wussten. Am gravierendsten fällt noch der Unterschied der gebotenen Megapixel aus: Das Galaxy S3 begnügte sich mit acht Megapixeln, das S4 verfügt dagegen über gleich 13 Megapixel. Doch die Megapixel-Anzahl ist eben nicht der alleinige Indikator für die Qualität der Fotos. Auch die Materialqualität der Linse und deren Schnelligkeit entscheiden darüber, ob sich die geschossenen Fotos sehen lassen können. Das ist beim S4 eindeutig der Fall. Außerdem sind mit der Kamera Videoaufnahmen in HD-Qualität möglich.

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Das Betriebssystem: Die neueste Android-Version mit einigen Exklusiv-Features

Nach wie vor setzt Samsung auf Googles Betriebssystem Android, was aufgrund von dessen enormer Verbreitung auch keine Überraschung ist. Auf dem Galaxy S4 ist die neuste Version 4.2.2 (“Jelly Bean”) bereits vorinstalliert. Bei dieser Version sind nun auch Widgets auf dem Lockscreen einstellbar. Außerdem greift das S4 ebenfalls auf die Benutzeroberfläche “TouchWiz” zurück, die lediglich von Samsung selbst benutzt wird. Dabei handelt es sich um ein firmenexklusives Update für Android. TouchWiz unterstützt beispielsweise Samsungs eigene Sprachsteuerung und erkennt zahlreiche Gesten, mit denen das Smartphone bedient werden kann. Das sind alles keine bahnbrechenden Innovationen, wer diese Features jedoch in der Vergangenheit intensiv genutzt hat, wird sich darüber freuen, dass Samsung diese weiterhin aufrechterhält.

Die Akkuleistung und sonstige Boni

Der Akku des Samsung Galaxy S4 ist so beschaffen, wie man es erwartet hat, und zwar leicht verbessert. Der Lithium-Ionen-Akku mit 2600mAh (S3: 2100mAh) hält laut Samsung im Bereitschaftsmodus etwa 250 Stunden durch, bei Nutzung von 3G- und LTE-Internet circa neun Stunden. Pluspunkt: Der Akku kann leicht selbst ausgetauscht werden. Das ist beim HTC One, dem iPhone 5 und auch Sonys Xperia Z nicht möglich. Weitere Boni sind ein micro-SD-Karten-Steckplatz und die Unterstützung der NFC-Technik, die im Bereich des Micropayment in Japan bereits eine wichtige Rolle spielt. Ob und wann dies in Deutschland der Fall sein wird, ist jedoch noch nicht abzusehen. Praktisch ist darüber hinaus die Möglichkeit, das S4 als Infrarot-Fernbedienung für diverse Geräte (Fernseher, Sat-Receiver, Blu-Ray-Player etc.) einzurichten.

Das Fazit: Kein Innovationswunder, aber ein richtig starkes Smartphone

Die großen Innovationen sind ausgeblieben. Dennoch ist das Samsung Galaxy S4 alles andere als eine Enttäuschung. Das Gerät führt das, was das Galaxy S3 zu leiten vermochte, gekonnt und routiniert weiter. Ein schärferes Display, ein leicht verbesserter Akku und einige tolle Sonderfunktionen sprechen für das S4. Außerdem ist es erstaunlich, dass das Gerät derart kompakte Maße mit sich bringt, obwohl der Bildschirm vergrößert wurde. Samsung selbst bezeichnet das S4 übrigens als “Life Companion” (“Lebensgefährte”) und möchte erreichen, dass es bei diversen alltäglichen Tätigkeiten benutzt wird. Dementsprechend kann das S4 mit zusätzlicher Hardware wie einer Körperfettwaage, einem Pulsmesser und auch einem Schrittzähler erweitert werden.

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Das Samsung Galaxy S4 in weiss und schwarz. Fotos: Samsung

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