Aus Google Android L wird Android Lollipop

Datum: Autor: Julian Kategorie: SmartphonesTAGS:  , , ,

Die Gerüchteküche hat wahrlich gebrodelt die letzten Wochen. Seit Google das neue Android kurzerhand als (vorläufig) Android L vorstellte, ging es los mit den Vermutungen. Besonders Android Lion, mit Bezug auf den gleichnamigen Schokoriegel, war einer der Topfavoriten. Das kam so aufgrund des erstmaligen Versuchs, mit Nestle für das Vorgänger-OS KitKat einen Werbe-Kooperationspartner zu finden. Doch schon wegen des nicht wirklich schneeweißen Images von Nestle hatten sich die Gemüter daran ziemlich erhitzt. Das neue Android 5.0 nun als Android Lollipop zu benennen, spricht für “Political Correctness” seitens Google und lenkt damit die Diskussion auf wesentlich wichtigere Details, nämlich die neuen Funktionen von Android 5.0 Lollipop.

Das neue Material Design von Android Lollipop

Bereits auf der Google I/O hatte Google das neue Betriebssystem in Teilen vorgestellt. Besonders die neue Oberfläche stand damals im Fokus. Sie ist jetzt aufgeräumter, aber auch durchaus bunter geworden. Zusammen mit dem App-Design nennt Google die Oberfläche passend Material Design. Neben den zuvor genannten Design-Eigenschaften ist auch eine geradlinige Sachlichkeit in das Material Design eingezogen.

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Die Funktionen am Lock-Screen wurden ebenfalls weiter von Google verbessert. Die Notifications (Statusmeldungen) zu Apps auf dem Sperrbildschirm sind jetzt umfangreich einstellbar. So können sie teilweise, in voller Länge oder überhaupt nicht dargestellt werden. Jede App kann so individuell für den Lock-Screen eingestellt werden. Auch können die Meldungen nun sofort aus dem Sperrbildschirm heraus bearbeitet werden. Passend dazu gibt es eine Liste mit allen nicht bearbeiteten Notifications.

Mehr Privatsphäre beim Zeigen von Inhalten

Anrufe und akustische Mitteilungen können mit Lollipop auf eine eingestellte Zeit oder komplett stumm geschaltet werden. Dennoch lassen sich wichtige Meldungen davon ausnehmen, sodass deren Verfügbarkeit sofort akustisch signalisiert wird. Aber auch die Sicherheit wurde erweitert. So kann das Smartphone nun aus der Hand gegeben werden, um die Display-Inhalte einer anderen Person zu zeigen.

An sich nichts Besonderes. Doch bisher bedeutete das, dass diese Person auch andere Inhalte sichtbar machen konnte. Auf Tablets gab es bereits eine entsprechende Sperrfunktion, jetzt gibt es sie auch für Smartphones. Nun kann wirklich nur das gezeigt werden, was man ausschließlich zeigen will, wenn man das Gerät dabei weiterreichen muss.

Verschlüsselung ab Werk und Passwort für das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen

Außerdem werden Neugeräte ab sofort mit einer Verschlüsselung ausgeliefert. Damit kann auch nur noch der private Teil einer SD-Karte mit beispielsweise App-Daten beschrieben werden. Ein Kill-Switch wurde ebenfalls schon vor Android 5.0 implementiert. Jedoch konnte ein Gerät bislang auch ohne Passwort auf die Werkseinstellung zurückgestellt werden.

Damit wurde die Möglichkeit, Daten aus der Ferne bei einem verlorenem oder gestohlenem Smartphone bzw. Tablet, stark eingeschränkt und ein entsprechend hohes Restrisiko blieb. Das hat Google nun mit Lollipop ebenfalls geändert. Jetzt wird zum Zurücksetzen eines Geräts mit Android-5.0-OS ein Passwort verlangt. Damit bleibt das Gerät aus der Ferne auf jeden Fall mindestens länger löschbar.

64-Bit-Anwendungen nun kompatibel mit dem neuen Android-OS

In Bezug auf die mögliche Hardware-Anbindung kommt nun wohl die deutlichste Neuerung bei Android Lollipop: Bislang konnten die Android-Betriebssysteme ausschließlich mit 32-Bit-Technologie laufen, ab Android 5.0 sind auch 64 Bit möglich. Das bedeutet auch eine größere Anzahl an CPU-Kernen, wie sie beispielsweise das ebenfalls neu vorgestellte Nexus 9 mitbringt.

Die damit einhergehende Option, den Arbeitsspeicher auch über 4 GB RAM auszuweiten, nutzt das Google Nexus-Tablet jedoch noch nicht – wenngleich es das erste 64-Bit-Tablet weltweit im Android-Kosmos darstellt. Außerdem werden durch die 64-Bit-Lauffähigkeit auch Apps deutlich an Geschwindigkeit zulegen. Das gilt insbesondere für komplexere Applikationen.

Viele sinnvolle Verbesserungen bei Android 5.0 Lollipop

Alles in allem zeigt sich das neue Betriebssystem von Google mit sinnvollen Verbesserungen und wirklich praktischen neuen Features. Inzwischen gibt es auch schon erste Smartphone- und Tablet-Hersteller, die ein Update für bestimmte Geräte auf Android 5.0 Lollipop angekündigt haben.

Diese Geräte sollen zeitnahe Updates auf Android 5.0 erhalten

Während das Nexus 6 (Smartphone), das Nexus 9 (Tablet-PC) und der Nexus Player bereits von Haus aus mit Lollipop ausgeliefert werden, soll ein Update für andere Nexus-Geräte bereits nächste Woche ausgeliefert werden. Binnen einer Frist von 90 Tagen entsprechende Updates zu Android 5.0 auszuliefern, haben auch andere Hersteller angekündigt. Darunter HTC mit One-Modellen, Motorola mit Moto-Modellen oder das OnePlus One. Auch die Google-Play-Geräte mit Stock-Android sollen zügig Updates erhalten.

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