Lebensart

Nikes FuelBand macht aus dem Alltag ein sportliches Spiel

Nike hat am Donnerstag das Nike+ FuelBand enthüllt. Das ist ein Bewegungsmesser, der die Aktivität seines Trägers protokolliert. Nike nennt diese Bewegungen im dreidimensionalen Raum „Fuel“. Seit gestern können US-Kunden das FuelBand für 150 US-Dollar im Nike Online-Store vorbestellen.
Mit dem Slogan „Life is a sport“ erweitert Nikes FuelBand das Konzept des Schrittmessers noch etwas. Das Unternehmen behauptet, dass das Armband von Breakdance bis Basketball alles außer Schwimmen messen kann. Jede Bewegung trägt zum täglichen Pensum des „Fuel“, das man verbraucht hat, bei. Diese Größe kann auf dem Armband oder auch auf dem PC oder einer angebundenen Smartphone-App verfolgt werden.
Das FuelBand scheint dem FitBit Ultra, das es für etwas günstigere 100 US-Dollar gibt, recht ähnlich zu sein. Das FuelBand kann auch als die nächste Generation des Nike+ SportBand, einem anderen Armband, das Nike 2009 eingeführt hat, erachtet werden.
Das Armband hat zwei Anzeigen aus mehreren LED-Lichtern. Eine horizontal angeordnete Linie zeigt den Fortschritt im Hinblick auf die Tagesziele an. Je mehr man sich bewegt, desto mehr Lichter leuchten und schalten von rot auf grün sobald ein Ziel erreicht ist. Einige weiße Lichter darüber dienen als ein einfaches Display zur Anzeige der Kategorien „steps“, „cals“ (für Kalorien) und „fuel“, die das FuelBand verfolgt.
Die Inbetriebnahme des FuelBand geht auf dem PC los. Dort wird das FuelBand geladen und zur Programmierung angeschlossen. Man kann sich für Tagesziele entscheiden, den eigenen Fortschritt verfolgen und in Diagrammen darstellen lassen sowie Erfolge teilen, für die Nike dann „rewards“ spendiert. Um den Fortschritt unterwegs zu überwachen kann man sein Smartphone mit der entsprechenden App ausstatten und beide Geräte über Bluetooth verbinden. Im Moment gibt es die App nur für iOS ab Version 4. Android-Versionen sollen bald folgen.
Das Armband gibt es in drei Größen und es wiegt in der größten Ausführung 32 Gramm. Das Gehäuse besteht aus einer Materialmischung aus thermoplastischem Gummi und Polypropylen.

zum Artikel

Beispiellose Protestwelle gegen US-Internetzensur SOPA und PIPA

Am gestrigen Mittwoch, den 18.01.2012, ist eine eine Welle des Protests durch das Internet geschwappt, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat. Viele US-Internetseiten haben ihrem Unmut über die drohende Zensur des Internet durch zwei von der US-Regierung diskutierte Gesetze online Luft gemacht. Die englische Wikipedia zeigte statt seiner spendenfinanzierten und von vielen unbezahlten Kräften gepflegten Enzyklopädie nur einen schwarzen Bildschirm mit der Nachricht “Stell Dir ein Welt ohne kostenloses Wissen vor”.
Die Gesetze “Stop Online Piracy Act” (SOPA) und “Protect Intellectual Property Act” (PIPA) sollen vordergründig Medien-Piraterie über das Internet eindämmen. Warum lösen diese Gesetze so viel Protest aus?

  • Die Gesetze würden Gerichtsbeschlüsse erlauben, die Zugang zu ausländischen Webseiten, die “sich dem Diebstahl verschrieben haben”, blockieren können, indem Links zu diesen Seiten geschlossen werden.
  • Zahlungen von den USA aus an ausländische Webseiten, die mit gestohlenen Inhalten in Verbindung gebracht werden, würden verhindert.
  • Die Unterhaltungsindustrie und andere Rechteinhaber behaupten, dass die aktuellen Urheberrechtsgesetze gegen große ausländische Seiten wie PirateBay nicht ausreichten.
  • Das Weiße Haus hat am 14. Januar seine Bedenken bezüglich der Gesetzgebung ausgedrückt. Besonders im Hinblich auf Elemente, die Internet-Provider dazu verpflichtet hätte, betroffene Seiten durch sogenanntes DNS-Blocking zu sperren. Aufgrund der Proteste haben sich manche vormalige Unterstützer der Gesetze schon davon überzeugen lassen, die strittigsten Punkte erneut zu diskutieren. Allerdings sind sich Befürworter und Gegner längst nicht einig welche Punkte das sind und die Abstimmung über die Gesetze ist immer noch für den 24. Januar geplant. Die Zeit ist also viel zu knapp, um die Gesetze ausreichend zu diskutieren und neu zu formulieren.
  • Die protestierenden Technologie-Unternehmen sind gegen die geplante Gesetzgebung, weil sie glauben, dass sie das bestehende Gesetz des Digital Millennium Copyright Act unterminieren und dessen Klauseln außer Kraft setzen, die Webseiten, welche nach bestem Wissen und Gewissen handeln, einen “sicheren Hafen” einräumen.
  • Weibseiten wie Wikipedia müssten die Links, die von tausenden freiwilligen Helfern angelegt werden, permanent auf Legalität überprüfen. Dafür haben gerade gemeinnützige Organisationen wie Wikipedia keine Ressourcen.
zum Artikel

Liquipel macht Smartphones wasserdicht

Elektronische Geräte und Wasser vertragen sich nicht besonders gut. Allerdings treffen beide in einer Welt, dessen Oberfläche zu 70 Prozent aus Wasser besteht, hin und wieder unvermeidlich aufeinander. Man kann sein Smartphone dadurch schützen, dass man es in eine wasserdichte Hülle steckt, aber das macht das Gerät weniger handlich und kann auch die Funktionalität beinträchtigen.
Das kalifornische Unternehmen Liquipel behauptet eine Nanoschicht entwickelt zu haben, die eintausend Mal dünner ist als ein menschliches Haar und ein Smartphone so überziehen kann, dass es vor Wasser komplett geschützt ist.
Die Nanoschicht von Liquipel wird in einer Vakkum-Kammer auf das mobile Geräte aufgetragen, sodass die Nanomoleküle es komplett durchdringen. Da die Beschichtung auf molekularer Ebene stattfindet, bleibt sie während der kompletten Lebensdauer des Geräts erhalten.
Das Unternehmen sagt, dass Liquipel für das bloße Auge unsichtbar ist und weder die Bedienung, noch die Leistung des Smartphones beeinflusst. Elektrische Ströme können ungehindert fließen. Man kann also weiterhin Kopfhörer verwenden, das Gerät aufladen und auf externe oder wechselbare Speichermedien zugreifen. Auch das Mikrofon wird genauso wenig beschädigt wie die Soundqualität der Lautsprecher negativ beeinflusst wird. Das Unternehmen behauptet sogar, dass die Schutzschicht verhindert, dass die Membranen von Lautsprechern durch Feuchtigkeit porös werden.
Wer Liquipel an seinem Smartphone testen will, darf es an das Unternehmen schicken und 59 US-Dollar für die Standard-Behandlung hinlegen, die einige Tage dauern soll. Für 69 US-Dollar geht es etwas schneller. Bein einem Einsatz von 79 US-Dollar bekommt man noch eine Schutzschicht dazu, die vor Kratzern schützen soll. Allerdings funktioniert der Liquipel-Prozess im Moment nur mit iPhones, dem Evo, Thunderbolt und MyTouch von HTC, dem Motorola Droid und dem Samsung Charge.
Liquipel betont, dass die Nanoschicht für den Schutz vor “unvorhergesehenem Wasserschaden” ausgelegt ist und man mit seinem Nanoschicht-Smartphone jetzt nicht unbedingt schwimmen gehen sollte. Allerdings gibt es ein Video, in dem ein iPhone komplett in Wasser eingelegt wird ohne Schaden zu nehmen.

zum Artikel

Sims-Schöpfer entwickelt Alternate-Reality-Game

Will Wright, der Schöpfer von Spielen wie “Die Sims” und “Sim City”, hat angekündigt, dass er an einem neuen Spiel namens “HiveMind” arbeitet. Dieses Spiel wird sich über verschiedene Plattformen und Medien erstrecken – unter anderem auch Mobiltelefone und Tablet-Computer.
“HiveMind” ist ein interessantes Spiel, nicht zuletzt, weil es von dem Mann entwickelt wird, der es mit “Sims” geschafft hat das Real-Life bis zu einem gewissen Grad widerzuspiegeln. “HiveMind” ist eine Sammlung von Applikationen, die darauf ausgelegt sind, den Alltag eines Gamers in ein Spiel zu verwandeln. Das Leben wird Teil interaktiver Erfahrungen, die durch das Anzapfen von verschiedenen Strömen persönlicher Informationen, die man online über verschiedene Plattformen generiert, auf Alternate-Reality-Games (ARGs) aufbauen.
Das klingt ganz nach einer Art von Spiel, über die man sonst Filme schaut. Virtuelle Realität mischt sich mit realem Leben, nur dass man sich in diesem speziellen Fall nicht erst in die virtuelle Welt begeben muss. Stattdessen ist das Spiel das eigene Leben. Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, wird Teil von “HiveMind” werden können.
Das Spiel soll sich an jeden individuellen Spieler anpassen können, indem Aspekte von Real-Life-Situationen in Betracht gezogen und als Bausteine in das Spiel eingebracht werden. Es geht noch einen Schritt weiter als das Teilen von Interessen, wie es jetzt schon auf Social-Media-Plattformen stattfindet. Basierend auf den eigenen Interessen und denen anderer, kann auch auf Dinge im wahren Leben hinweisen, die der Spieler mögen könnte.
Will Wright verrät noch nicht zu viele Details seines Spiels und er hat auch noch keinen Zeitraum für die Veröffentlichung von “HiveMind” enthüllt.
Sobald mehr Informationen verfügbar sind, werden wir natürlich sofort darüber berichten.
Bei aller Begeisterung muss man auch darauf hinweisen, dass es auch Bedenken bezüglich der Warung der Privatsphäre gibt. Jeder, der sich für die Teilnahme an dem Spiel interessiert, wird sich genau überlegen wollen, ob er die abgefragten Informationen wirklich preisgeben will. Zwar sind viele auf Facebook und Twitter schon sehr mitteilsam, ein Spiel wie das von Will Wright geplante “HiveMind”, kann aber noch viel weiter gehen.

zum Artikel

Forscher entlarven nachträgliche Foto-Retouche der Stars

Bei Fergie von den Black-Eyed Peas wurde an pikanter Stelle Hand angelegt.

Bei Fergie von den Black-Eyed Peas wurde an pikanter Stelle Hand angelegt.

Forscher haben herausgefunden, wie festgestellt werden kann, ob Fotos von Prominenten oder Models nachträglich verändert wurden. Und sie hoffen, dass die Technologie dazu verwendet werden wird diese Bilder zu entlarven und dadurch zu einem gesünderen Schönheitsbegriff verhelfen.
Der Professor für Informatik Hany Farid und sein Doktorand Eric Kee vom Dartmouth College haben 468 Paare originaler und retouchierter Fotos von Modellen analysiert. Dann erdachten sie ein Computer-Programm, um diese Unterschiede zwischen einem natürlichen und einem veränderten Bild herauszustellen, indem sie eine mathematische Beschreibung dieser Verbesserungen fanden.
Jedes dieser veränderten Fotos wurde dann auf einer Skala von eins bis fünf bewertet, wobei fünf für starke Retouche steht. Farid und Kee baten dann 50 Probanden die Bilder selbst zu vergleichen und zu bewerten. Dabei kam heraus, dass Mensch und Maschine die Fotos ähnlich bewerteten.
“Wir haben jetzt eine mathematische Größe für Veränderungen an Fotos,” schrieb Professor Farid in einer Studie, die im Journal “Proceedings of the National Academy of Sciences” veröffentlicht wurde.
“Wir können vorhersagen wie ein durchschnittlicher Betrachter urteilen würde.” Farid sagte, er unternahm das Forschungsprojekt, um Konsumenten mehr Informationen über Bilder, die mit Photoshop bearbeitet wurden, zu liefern.
“Unmöglich dünne, große Models ohne Falten werden routine-mäßig auf Werbetafeln, Anzeigen und Magazin-Covern präsentiert,” schrieb Farid.
Weiterhin sagte er, dass diese höchst idealisierten Bilder mit Essstörungen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper in Verbindung gebracht werden.
Farid und Kee sagten, dass sie nach einem Weg suchen, der es den Werbetreibenden ermöglicht, das Ausmaß der Veränderungen an einem Bild zu charakterisieren, damit die Öffentlichkeit eine Grundlage für ihre Beurteilung hat.
Sie schlagen ein Bewertungssystem vor, das übliche Praktiken wie Verschlankng und Farbveränderungen berücksichtigt und gleichzeitig eine Einschätzung anderer Veränderungen liefert.
“So eine Bewertung könnte Verlagen und Models einen Anreiz bieten einige der extremsten Formen der digitalen Retouche, die heutzutage üblich sind, zu reduzieren,” schreiben die Forscher.
Allerdings lebt die Branche sehr gut von diesen Übertreibungen. Daher ist es wahrscheinlicher, dass die Technologie beim interessierten Konsumenten Anklang finden wird.
Noch mehr Vergleiche bearbeiteter Fotos finden sich hier.

zum Artikel

Banner buchen

Wenn du einen Bannerplatz auf unserer Website buchen, einen Linktausch vorschlagen, oder Artikel schreiben möchtest, klicke hier.