Wie sieht die Zukunft des Verlagswesens aus?

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Internet, Lebensart, Tablets

Die Frage ist immernoch nicht abschließend beantwortet: Werden auf Papier gedruckte Bücher irgendwann komplett von elektronischen abgelöst werden?
Nicholas Negroponte hat schon vor über einem Jahrzent angemerkt, dass sich die Verlage endlich entscheiden dürfen, ob sie nun Informationen bereitstellen oder nur Bücher produzieren. Damals schloss er, dass es wirklich schwierig wäre gegenüber den Vorteilen eines gedruckten Buches zu bestehen, aber sagte auch voraus, dass sich das schnell ändern werde.
Inzwischen gibt es erste Hinweise, wie aus dem Liefern von Information Profit geschlagen werden könnte, aber selbst die Visionen großer Verlagshäuser scheinen noch recht unscharf zu sein.
Vordenker des elektronischen Verlagswesens, wie zum Beispiel Nick Bilton von der New York Times, erklären ihre Visionen anhand des Gedankens, dass es beim Mitteilen von Informationen auch um das erzählen von Geschichten geht – egal, ob das Medium gedruckt oder digital ist. Und von letzterem Fall mag das Erzählen von Geschichten viel mehr profitieren, als wir es heute schon abschätzen können.
Dieser Gedanke scheint inzwischen auch schon weitere Kreise zu ziehen. So ruft der australische Minister für Innovation, Industrie, Forschung und Wissenschaft sein Volk dazu auf Vorschläge und Meinungen zu äußern, wie die Zukunft des Verlagswesens wohl aussehen wird.
Wir leben nicht nur in einer Zeit, in der jeder die Möglichkeiten hat etwas zu veröffentlichen, sondern immermehr Leute können Technologie auch dazu nutzen ihren Standpunkt klar zu machen, eine Geschichte zu erzählen oder eine Community Gleichgesinnter zu beeinflussen.
Im Moment werden ebooks zu Ungunsten von gedruckten Büchern immer populärer. Dabei geht es nicht nur um den Preis. Jeder, der mehrere hundert Euro für einen eReader ausgibt, macht das nicht in erster Linie um Geld zu sparen.
Da ist zum Beispiel der Aspekt, dass ein gekauftes Ebook sofort verfügbar ist. Durch drahtlose Vernetzung lässt sich ein Buch mit dem iPhone um drei Uhr nachts auf Reisen kaufen und sofort anlesen. Zuhause angekommen kann ich dann auf meinem iPad oder Kindle an der Stelle weiterlesen, wo ich aufgehört hatte.
Natürlich gibt es auch noch Menschen, die einfach den Geruch oder das haptische Gefühl beim Lesen eines Buchs mögen. Und auch diese werden zumindest anfangen diese verschiedenen Möglichkeiten des Leseerlebnisses zu kombinieren. Sie kaufen einfach gedruckte und elektronische Bücher.

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