Roaming-Gebühren, Netzneutralität und kostenlosen Apps

Datum: Autor: Julian Kategorie: InternetTAGS:  , ,

Nachdem die verschiedenen Telefonprovider insbesondere bei Gesprächen mit dem heimischen Handy aus dem Ausland unverhältnismäßig hohe Verbindungsgebühren einkassierten (Roaming-Gebühren), schaltete sich die zuständige EU-Kommission ein und deckelte die Gebühren schrittweise über mehrere Jahre. Nach Worten von Kommissionschef José Manuel Barroso sollen die Roaming-Gebühren sogar ganz fallen.

Die angestrebte Verwirklichung könnte insbesondere SIM-Lock-Geräte positiv beeinflussen, denkt man die Aussagen dazu weiter. Außerdem gab es auch Statements zur Netzneutralität. Hier will die EU aber nicht so weit gehen, wie es vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagen wurde. Dafür sieht es bei zahlreichen kostenlosen Apps für Smartphone Besitzer vielleicht zukünftig besser aus, die in ihrer Wirkung teilweise von den Providern eingeschränkt, blockiert oder behindert werden.

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Roaming-Gebühren sollen nach Vorstellung der Europäischen Union vollständig entfallen

Derzeit liegen die Roaming-Gebühren bei maximal 24 Euro-Cent, ab 2014 sollen die Höchstgrenzen dann nochmals um bis zu 67 Prozent fallen – das ist bereits verabschiedet. Doch jetzt hat der zuständige Kommissionschef José Manuel Barroso erklärt, dass die Europäische Union ein völliges Verzichten auf Roaming-Gebühren zur Zielsetzung hat.

Jedoch sollen Telefon- und Internet-Provider diesen Schritt freiwillig durchführen. Würden sie dem Streichen der Roaming-Gebühren nicht nachkommen, stünden mögliche Sanktionen im Raum. Wollen sie daran festhalten, muss den Handy-Besitzern die Möglichkeit eingeräumt werden, dass sie auch den Service eines im jeweiligen Ausland aktiven Telefon-Providers nutzen können. Dem stehen bei vielen Geräten aber die SIM-Locks im Wege, die bei Vertragsgeräten oftmals aktiv sind.

Das Streichen von Roaming-Gebühren soll zwar freiwillig sein, aber nicht ohne Folgen

Oder der Provider muss den Weg freimachen für einen Anbieter, der keine Roaming-Gebühren erhebt – das würde in nächster Konsequenz einen Kundenverlust nach sich ziehen und vor allem auch das einfache Wechseln zu einem anderen Provider, der keine Roaming-Gebühren erhebt – also interessante Konstellationen gerade bei Vertragstarifen.

Wenn sich also keine Allianzen unter Telefon-Dienstleistern verschiedener Länder bilden, könnte das bedeuten, dass auch SIM-Locks bald der Vergangenheit angehören, denn schließlich kann von keinem Kunden verlangt werden, dass er sich nur wegen eines Auslandsaufenthalts gleich ein neues Smartphone oder Featurephone zulegt – denkt man diese Aussage weiter. Das könnte also durchaus eine interessante Entwicklung sein.

Die Netzneutralität auf dem EU-Prüfstand

Außerdem hat die EU auch zur Netzneutralität Stellung bezogen. Den weitreichenden Vorschlägen des Bundeswirtschaftsministeriums will man dabei zum Ungemach der Kunden jedoch nicht unbedingt folgen. Vielmehr soll den Internet-Anbietern ein gewisser Freiraum erhalten bleiben. Die EU strebt demnach an, dass Internet-Provider ihren Kunden ein Mindestmaß an Übertragungsqualität bei Geschwindigkeit und Volumen geboten wird. Dazu sollen die Provider aber auch nochmals wesentlich schnellere Vertragspakete angeboten werden können.

Kostenlose Apps sollen für EU-Mobilfunkkunden uneingeschränkt nutzbar sein

Es wäre jetzt nur interessant zu wissen, wie die Mindestqualität der Datenübertragung aussehen soll. Darüber hinaus will sich die EU eines weiteren Problems annehmen. Es ist durchaus bekannt, dass es zahlreiche Mobilfunk-Provider ihren Kunden schwer machen, kostenlose Apps wie Skype oder Whatsapp zu nutzen. Auch hier will die Europäische Union ansetzen und hat es sich zum Ziel erklärt, einheitliche Regelungen zu formulieren, damit Provider diese Dienste nicht mehr behindern oder gar blockieren können. Werden diese Ziele tatsächlich umgesetzt, würde das sicherlich den Smartphone-Markt positiv beeinflussen.

Noch ein Tipp: Mit der Whatsapp flatrate einem Prepaid Angebot von eplus und WhatsApp, bekommt man neben der WhatsApp Flatrate auch noch einen relativ günstigen Prepaid Tarif.

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