Neuigkeiten von der CES 2014 in Las Vegas

Datum: Autor: Julian Kategorie: InternetTAGS:  , , , ,

Die CES (Consumer Electronics Show) 2014 in Las Vegas präsentiert viele Neuheiten im Bereich der Unterhaltungselektronik. Neben einigen wenigen Smartphones sind es bei der Telekommunikation vor allem Tablets und Notebooks, die gezeigt werden. Ein Trend, der sich abzeichnet, betrifft die neuen OLED-Displays im Allgemeinen – vom Smartphone bis zum großen TV-Gerät für Zuhause setzt die Branche auf gebogene und flexible Bildschirme. Aber auch sinnvolles und sinnloses Zubehör gibt es zu bestaunen.

TV-Geräte auf der CES: gebogen, groß und mit Android

LG scheint Samsung nun technologisch überrundet zu haben – zumindest vorläufig. Denn während Samsung noch immer “nur” gebogene Displays präsentiert, wird es beim ebenfalls aus Südkorea stammenden Konkurrenten flexibel gebogen. So zunächst das Smartphone LG G flex, das sich verbiegen lässt. Es verfügt aber auch über die intern als “Wolverine” bezeichnete rückseitige Beschichtung, die selbstheilende Fähigkeiten hat, also kleine Kratzer neutralisiert.

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Mit einem flexiblen Bildschirm geht es dann bei LG gleich mit einem Fernsehgerät weiter. Über die Fernbedienung kann der Nutzer die Krümmung der Biegung einstellen. Die Hersteller sprechen bei den gebogenen TV-Geräten von einer besseren Tiefenwirkung. Der heimische Konkurrent Samsung bringt mit dem U9000 lediglich einen starr gebogenen Fernseher. Erwähnenswert wäre vielleicht bei den Fernsehherstellern auch noch Haier. Das Unternehmen präsentiert auf der CES 2014 ein Fernsehgerät, das als Betriebssystem vollständig auf Google Android setzt.

Zu schnelle Entwicklung: steht 4K “für die Katz”?

Ähnlich wie beim Smartphone sind bei den Fernsehern auch 4K-Geräte schwer im Kommen. Hier offenbaren sich aber aktuell am besten die Probleme, mit der die Branche kämpft. 4K-Fernsehangebote gibt es nicht, Blue-Ray-Disks sind zu klein für die vierfachen HD-Inhalte. YouTube bietet speziell 4K-Streams an, allerdings sind diese Dienste in Deutschland ebenfalls nicht erhältlich. Die Schwierigkeiten verdeutlicht Sony: die Japaner stellen Blu-Rays unter dem Prädikat “Mastered in 4K” zur Verfügung.

Zwar sind auch das wieder “ordinäre” Full-HD-Inhalte, jedoch können sie von entsprechenden Fernsehern einigermaßen hochgerechnet werden. Der wohl größte Trost für die meisten Verbraucher: gebogene Fernseher und 4K-Geräte liegen jenseits der 10.000 Euro, werden also nicht das Land überschwemmen. Dafür verdeutlicht es die derzeit interessanten Grenzen auch für Smartphones und PCs. In diesem Bereich hat sich nicht ganz so viel getan, wie bei den Fernsehern.

Biegsam war, flexibel ist das LG G flex – und Google Chrome auf dem Desktop

LG stellt neben dem G flex einen Desktop-PC vor, der mit dem Google-Betriebssystem Chrome ausgestattet ist. Erwähnenswert ist das, weil Chrome eigentlich für Notebooks gedacht ist. So wird es von Toshiba auch angeboten. Der Hersteller stellte auf der CES 2014 ein Chromebook mit einem gut 13 Zoll großen Display vor. Um bei den Notebooks zu bleiben: hier hat Lenovo ein neues Ultrabook vorgestellt.

Das tatsächlich sehr edel wirkende ThinkPad X1 Carbon hat eine Stärke von weniger als zwei Zentimeter. Asus setzt auf die ebenfalls schon bekannten Notebooks, die auch als Tablet-PC genutzt werden können. Beim Transformer Book Duet TD300 kann die Displayhälfte vom Keybord getrennt und dann als Tablet mit Android OS genutzt werden. Von den Notebooks ist es dann auch nicht mehr weit zu den echten Tablet-PCs. Hier bietet die CES 2014 einiges an Neuigkeiten.

Samsung präsentiert gleich eine ganze Reihe von Tablets

Samsung präsentiert TabPRO ein sehr großes Tablet mit 12 Zoll. Darauf können mehrere Apps nebeneinander laufen. Dazu noch das Galaxy NotePRO, ebenfalls mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 12 Zoll. Das TabPRO hibt es dann noch in den Größen 10.1 und 8.4 Zoll. Das Asus Iconia A1-830 sticht ebenfalls aus der Masse der Tablets hervor. Werden die meisten Tablet-PCs im Format 16:9 gefertigt, kommt das Asus in 4:3.

Ein Hybridmodell kommt aus Indien. Der hierzulande wohl weitgehend unbekannte Hersteller Micromax vom asiatischen Subkontinent zeigt das LabTab, das mit Android und Windows läuft. Alcatel rüstet hingegen seine kompakten Tablets auf. Das Pop 7 und Pop 8 sind jetzt mit 3G bzw. LTE erhältlich. Das VivoTab Note8 von Asus erinnert nicht nur dem Namen nach an Samsungs Tablets – es ist ebenso mit einem Pen ausgestattet.

Smartphones auf der CES: mehr Modellpflege als neue Innovation

Bei den Smartphones gab es nicht ganz so viel Bewegung auf der CES in Las Vegas. Allerdings wurden etliche Modellerweiterungen präsentiert, während in Deutschland nahezu unbekannte Anbieter in den Markt drängen, und zwar über den Preis. Ein gutes Beispiel dafür ist der französische Hersteller Archos. Eine SmartWatch hat das Unternehmen schon vor der CES angekündigt. Besonderheit daran: der Preis von 50 Dollar. In dieselbe Kerbe schlägt Archos mit seinem auf der CES gezeigten Smartphone 50 Helium.

Für 250 Euro erhalten Käufer ein LTE-Smartphone, das auch noch ganz gut aussieht. Ein weiteres interessantes Smartphone ist das D100 von Caterpillar. Das Outdoor-Gerät besticht vor allem durch seine massive Bauweise. Eigentlich fehlen nur noch die Antriebsketten und eine Frontschaufel, dann ginge es als Planierraupe durch. Allerdings liegen Outdoor-Geräte schwer im Trend. So hat auch Sony das Xperia Z1 um das Compact erweitert. Es ist kleiner, Outdoor-fähig und schön bunt.

Gadgets – bewundernswert ist vor allem die Erfindungsgabe

Natürlich dürfen auch zahlreiche Gadgets nicht auf der CES fehlen. Die reichen in der Tat von nutzlos bis ziemlich praktisch. Auf die elektrische Zahnbürste von Kolibree hat die Welt mit Sicherheit gewartet, denn endlich geht auch das Zähneputzen online. Sämtliche Putzdaten können ins Internet hochgeladen werden. Vielleicht wird man daran in Zukunft festmachen, ob man eine Online-Bekanntschaft im realen Leben treffen oder gar küssen möchte.

Sinnvoll für diejenigen, die viel mit Rucksack auf Reisen sind, könnten die Solarladegeräte von Enerplex sein – die sind nämlich ebenfalls flexibel und lassen sich verbiegen. Menschen, die an einer Demenz erkranken, steht eine spezielle SmartWatch zur Verfügung. Die Guard2me zeigt wichtige Daten. Wer von unterwegs aus das Essen vorwärmen möchte, wird sich über den Schnellkochtopf Crock-Pot Smart Slow von Belkin tierisch freuen – der kann nämlich mittels Tablet oder Smartphone gesteuert werden.

Wohin geht die Reise bei der Smartphone-Entwicklung?

Daneben gibt es noch viel mehr Produkte, die zum Schmunzeln einladen oder als wirklich praktisch erachtet werden können. Fest steht, dass gebogene Displays auf dem Vormarsch sind, und dass die Display-Auflösungen auch bald an ihr einstweiliges Entwicklungsende kommen dürften. Denn wer benötigt diese Ultra-Auflösungen, wenn es keine entsprechenden Inhalte gibt. Damit müssen sich die Smartphone-Hersteller aber andere Kaufanreize für die Konsumenten ausdenken – 2014 wird also gewiss auch nach der CES in Las Vegas’ spannend bleiben.

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