Google erweitert Kartendienst und bietet Apple die Stirn
Google hatte es bereits angekündigt, man wolle seinen Kartendienst mit neuen Features versehen. Google ist zunehmend unter Druck wegen der hohen Kosten gekommen und nun hatte auch Wegbegleiter Apple angekündigt einen eigenen Kartendienst entwickeln zu wollen. Eine erste Vorstellung könnte bereits am Montag auf der WWDC passien.
Gestern stelle Google nun während einer angekündigten Pressekonferenz seine Erweiterungen für den eigenen Kartendienst vor. Mit dabei, 3D-Ansichten großer Metropolen auch auch mobilen Endgeräten. Damit könnte Google einen Schritt vor Apple sein, denn auch Apple kündigte einen Kartendienst mit 3D-Stadtansichten an.

Schon bis zum Ende des Jahres soll der Dienst zur Verfügung stehen, sagte der zuständige Manager Brian McClendon in San Francisco. Möglich machen die 3D-Ansichten tausende Aufnahmen aus der Luft. Diese werden Angaben zu folge von eigenen Flugzeugen gemacht und sollen später die Illusion erschaffen, man würde über die Städte hinwegfliegen.
User generated GEO
In einem Blogeintrag erklärte McClendon auch Google würde viel Herzblut in seinen Kartendienst stecken. Man habe den Anspruch Karten zur Verfügung zu stellen, “die buchstäblich die ganze Welt abbilden, die immer präziser werden und dabei einfach zu nutzen sind”. Mit der Anwendung Map Maker möchte Google seit 2008 den User bei seiner Vision mit ins Boot holen. Mit Map Maker ist es möglich Google Maps und Google Earth um geografische Informationen zu erweitern und zu aktualisieren. Der Dienst steht inzwischen für über 187 Länder und Regionen zur Verfügung und nun auch für Südafrika und Ägypten. In Deutschland war die Software bisher nicht verfügbar. Das soll sich im Sommer ändern. Auch in den europäischen Ländern Österreich, Belgien, Dänemark, Liechtenstein, Luxemburg und Schweiz wird es den Service sehr bald geben.
Google Maps Online wie Offline
Der Kartendienst soll nun auch Offline zur Verfügung stehen. In den kommenden Wochen soll dies in über 100 Ländern möglich sein. Leider aber nur für Android. Besitzer eines iOS-Gerätes werden wohl in die Röhre schauen und müssen vielleicht auf Apples Konkurrenzprodukt warten, falls der Apple Kartendienst eine solche Möglichkeit überhaupt bieten wird. Schade eigentlich, falls sich dahinter ein bewußter Ausschluß von Apple-Geräten verbirgt, zeigt sich einmal mehr, dass der Kunde am Ende solcher und ähnlicher Außeinanderstezungen den geringsten Nutzen hat.
