Smartphone Falltest: iPhone 4 gegen Galaxy S3
Die beiden derzeitigen „Helden“ der scheinbar unendlichen Smartphone-Geschichte, das S3 aus dem Hause Samsung und Apples iPhone 4S, haben mittlerweile wilde Diskussionen entfacht, welches der beiden Modelle denn nun das „bessere“ sei. So wurde die Samsung-Apple-Entscheidung zur regelrechten Gretchen-Frage und spaltet die hiesige High-End Handy Gefolgschaft in zwei Lager. Welche Fakten für das bisherige Königsmodell und welche wiederum für das neue Flagschiff aus Samsungs Weltraumflotte sprechen, klärt also nur der direkte und professionelle Vergleich…
Doch selbst nach einem ausführlichen Produkttest lässt sich kein klarer Sieger ermitteln, obwohl das S3 technisch gesehen mehr zu bieten hat als das iPhone 4S. Denn die Überlegenheit in Sachen Bedienung und Optik machen das Apple Gerät wieder zum attraktiven Konkurrenten.

Das iPhone sieht hier zwar sehr mitgenommen aus, kann aber beim Falltest überzeugen.
Der Falltest zwischen iPhone und Samsung Galaxy
Ein wesentlich deutlicheres Ergebnis bringt jedoch der direkte Falltest! Schließlich passiert es mehreren Tausend Handy-Nutzern tagtäglich, dass ihnen das Gerät aus Versehen aus der Hand fällt oder aber mutwillig auf den Boden geworfen wird. Somit spielt auch die Robustheit eines aktuellen High-End Handys eine große Rolle bei der Gesamtbewertung des Geräts. Samsungs Weltraumflotte zeigte sich in bisherigen Falltests immer recht stabil und musste nur sehr selten mit einem Totalschaden den Falltest vorzeitigen beenden. Das neue S3 hat nun eine wesentlich stabilere Polycarbonathülle vorzuweisen, die laut Hersteller mit dem Kevlargehäuse des Razr aus dem Hause Motorola zu vergleichen ist. Grund genug also, das neue Sahnestück aus Fernost mit dem derzeitigen Smartphone-König in einem Falltest zu vergleichen.
Video zum iPhone Falltest
Bei einem Sturz aus einer Höhe von gut 1,5 Metern überrascht das Ergebnis: Während das S3 einen Totalschaden des stark umworbenen Gorillaglas-Displays der zweiten Generation verkraften muss, kommt der Retina-Bildschirm des iPhones noch recht gut davon, übrigens sind die iPhone-Fronten auch aus Gorilla-Glas (eine Aluminosilikat-Front) jedoch einer älteren Generation. So lässt sich das Apple Modell nach dem Versuch zumindest noch bedienen. Der Besitzer eines Galaxy S3 sollte also auf der Hut sein! Auch die achso stabile Polycarbonathülle schützt das Handy keineswegs. So springt die Kunststoffverkleidung sogar komplett vom Gehäuse ab. Gründe für die überraschende Instabilität des neuen Samsung-Modells zu suchen dürfte zwar schwer fallen, doch die Vermutung liegt nahe, dass der erneute Tiefenrekord der Handy-Schale von 8 Millimetern das S3 schlichtweg zu anfällig gegenüber Stürze macht!
Samsung scheint die Testergebnisse bereits bedacht zu haben und bietet seit dem offiziellen Verkaufsstart (29 Mai 2012) auch gleich entsprechende S3 Schutzhüllen an. Dennoch sollte sich der S3 Besitzer nicht auf das Flipcover oder die Lederhülle verlassen. Schließlich kostet das Samsung Galaxy S3 derzeit gute 600€…
