Smartphone-Betriebssystem die Fünfte

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Google, Handy, iPhone, Nokia

Alle wollen irgendwie am Mobile-Computing-Boom, der für die nächsten Jahre erwartet wird, beteiligt sein. Als ob es also noch nicht genügend Smartphone-Betriebssysteme geben würde, wird MeeGo als ein weiterer Kandidat ins Rennen geschickt und ist damit neben Google Android, Apple iOs, Symbian und Microsoft Phone 7 das fünfte System mit der Unterstützung eines global aktiven Konzerns.

MeeGo ist Android am ähnlichsten, da es ebenfalls auf Linux basiert und dafür entwickelt wurde auf verschiedenen Hardware-Plattformen zu hause zu sein. So lässt sich MeeGo nicht nur an Smartphones, sondern zum Beispiel auch an Netbooks oder Internet-fähige Fernseher und Set-Top-Boxen anpassen.
MeeGo ist zwar ein quelloffenes Projekt der Linux Foundation wird aber von Intel und, überraschenderweise, auch von Nokia vorangetrieben. Nokia hat damit zwei Pferde im Rennen. Schließlich entwickelt Nokia auch immer noch den aktuellen Platzhirsch im Smartphone-Markt Symbian weiter.

Es ist unklar, ob diese Multisystem-Strategie daran Schuld ist, aber Nokia scheint immernoch Probleme damit zu haben seine Kräfte zu bündeln, um wieder auf den rechten Weg zu kommen und eine konsistente Unternehmensstrategie zu entwickeln. So verließen in den letzten Monaten verschiedene hochrangige Manager, die strategische Schlüsselpositionen bekleidet hatten, den finnischen Elektronikriesen. Auch der bisherige MeeGo-Chef Ari Jaaksi nahm Anfang des Monats seinen Hut.

--Werbung--

Auch die neuste Meldung des MeeGo-Entwicklerteams passt ins Bild. Die Nokia-Ingenieure teilen mit, dass sie kurz vor der Fertigstellung der Version 1.1 stehen und MeeGo auf dem Nokia N900 verfügbar sein wird – allerdings nur als Dual-Boot-Option. Der Benutzer des N900 kann beim Start des Smartphones entscheiden, ob er das neue MeeGo oder Nokias älteres Linux-basiertes Betriebssystem Maemo verwenden will. Das klingt doch sehr danach, als traute Nokia seinem eigenen Produkt nicht über den Weg. Der Benutzer darf befürchten, dass er hier als Beta-Tester missbraucht wird.
Unterdessen bemüht sich Intel Anbietern von Smartphone-Apps die Entwicklung für MeeGo zu erleichtern. So wurde ein Tool veröffentlicht, das bei der Portierung von iPhone-Apps auf MeeGo hilft. Da iPhones mit dem ARM-Prozessor laufen, markiert die Software die Stellen im App-Code, die für x86-Geräte, auf denen MeeGo läuft, geändert werden müssen. Es ist verständlich, dass Intel es den Entwicklern der 250.000 iPhone-Apps so einfach wie möglich machen will MeeGo-Apps zu entwerfen. Damit bei den App-Entwicklern das Interesse steigt für MeeGo zu entwickeln muss die Plattform sich aber erstmal am Markt durchsetzen. Hier haben die größten Konkurrenten iOs und Android noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

Kommentar schreiben

Banner buchen

Wenn du einen Bannerplatz auf unserer Website buchen, einen Linktausch vorschlagen, oder Artikel schreiben möchtest, klicke hier.