Samsung zeigt neue Galaxy Tabs

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Motorola, Samsung, Tablets, Toshiba

Samsung hat ein neues, noch nicht funktionsfähiges 10,1-Zoll Galaxy Tab vorgeführt, dessen Gehäuse nur 8,6 mm dick ist. Damit ist es einen viertel Millimeter dünner als das iPad 2. Auch in puncto Gewicht kann es die Konkurrenz von Apple knapp unterbieten. Mit 595 Gramm ist es 5 Gramm leichter. Beim Mobile World Congress im Februar waren die Tablets von Samsung im Vergleich zum iPad noch als “unzureichend” bezeichnet worden.

Das neue 10,1-Zoll-Modell wird auch eine 8,9-Zoll-Version zur Seite gestellt bekommen. Samsung teilt mit, dass die größere Variante mit 16 GB 499 US-Dollar kosten wird und das 32 GB-Modell mit 599 US-Dollar zu Buche schlägt. Das kleinere Gerät wird es für 469 US-Dollar beziehungsweise 569 US-Dollar geben. Damit können die neuen Galaxy Tabs also auch preislich mit dem iPad 2 mithalten.

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Wie das Motorola Xoom werden auch die neuen Geräte von Samsung mit Android 3.0 Honeycomb betrieben. Um sich trotzdem von Wettbewerbern wie Motorola und Toshiba zu differenzieren, wird Samsung seine eigene Software auf Googles Betriebssystem aufsetzen.
Trotzdem bleiben Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Geräten. Samsung verwendet auch ein Bildschirmverhältnis von 16:9 und eine Auflösung von 1280 x 800. Damit zielen die Koreaner mehr auf das Abspielen von Filmen ab, als das iPad.

Weitere Unterschiede zu Apples iOS-Gerät sind ein eingebauter Slot für microSD-Karten und etwas leistungsfähigere Front- und Rückkameras inklusive LED-Blitz. Das neue Galaxy Tab hat 2-3 Megapixel für Fotos zur Verfügung.

Das sind also die Hardware-Fakten. Eine Frage bleibt dabei jedoch ungeklärt: Gibt es überhaupt schon einen Markt für Tablets außerhalb der iOS-Welt?
Schließlich begründet sich Apples Erfolg nicht nur in der Hardware. Viel mehr sind die Services, die über die Hardware zugänglich werden, der zentrale Punkt. Samsung hat keine eigenen Shops und entwickelt auch keine Online-Plattform für den Software-Verkauf, sondern überlässt diese Aufgabe komplett Google.
Weiterhin entwickelt Samsung auch keine eigenen Apps, wie Apple das beispielsweise mit Photo Booth, FaceTime, iMovie und GarageBand getan hat.
Im Moment gibt es optimiert für Android 3.0 nur wenige Apps und damit können sie auch keinen großen Mehrwert für Android-Tablets bieten. Das mag ein Grund dafür sein, warum die Verkäufe von Nicht-iPad-Tablets bisher hinter den Erwartungen zurückblieben. Dadurch haben Entwickler wenig Anreiz Apps für Android-Tablets zu entwickeln. Und schon ist ein Teufelskreis der gegenseitigen Lähmung entstanden, der erst einmal unterbrochen werden darf.
Samsung versucht das durch seinen “Social Hub”. Das ist eine Software-Umgebung, die Email, Instant-Messaging, Kontakte, Kalender und Soziale Netze so zusammenlegen soll, dass auf alle über eine Benutzerschnittstelle zugregriffen werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob das Drittanbieter nun eher animiert oder davon abhält für Honeycomb und das Galaxy Tab zu entwickeln.

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