Neues Flagschiff Nokia N8
Nokia, zuletzt im Vergleich zur Konkurrenz ein wenig ins Hintertreffen geraten, was die Entwicklung neuer Handys und Smartphones betrifft, will im dritten Quartal dieses Jahres wieder alles richtig machen. Mit dem Nokia N8 sollen alte Mängel beseitigt und neue Features geschaffen werden. Dabei helfen soll die neueste Version des hauseigenen Symbian Betriebssystems, Symbian^3 oder kurz: S^3.
Nötige Weiterentwicklung
Als Nachfolger der letzten Version des Symbian OS trägt S^3 viele Neuerungen unter der Haube. Am auffälligsten dabei dürfte die Einführung von Multitouch auf Nokia-Smartphones gelten, die es endlich auch den Handys der Finnen ermöglicht, mit mehreren Fingern gleichzeitig gesteuert werden zu können. War das letzte Symbian OS noch eindeutig auf den Betrieb durch Tasten ausgelegt, soll S^3 in diesem Bereich von vornherein keine Fehler machen. Dadurch werden beispielsweise die vom iPhone bekannten Fingerverrenkungen möglich, die es erlauben, mit zwei Fingern Bilder und Internetseiten zu zoomen und zu drehen.
Das Nokia N8 wird außerdem über drei Startbildschirme verfügen, die individuell anpassbar sein werden. Dort kann der geneigte Nutzer seinen Bildschirm mit Widgets oder Verknüpfungen belegen, um zum Beispiel oft genutzt Funktionen leichter zugänglich zu machen.
Vorsprung durch Technik
Von den Abmessungen her orientiert sich das N8 an bestehenden Smartphones und bringt zumindest auf diesem Gebiet keine Überraschungen mit. So bringt es das Gerät auf 113,5 * 59 * 12,9 Millimeter (Höhe * Breite * Tiefe) und wiegt dabei etwa 135 Gramm. Das komplette N8 ist außerdem in ein Aluminiumgehäuse eingefasst, was der Stabilität des Smartphones entgegen kommen sollte. Die Frontseite des Geräts wird, wie bei Touchscreen-Smartphones üblich, fast vollständig von eben diesem Touchscreen eingenommen. Die Bildschirmdiagonale misst dabei 3,5 Zoll. Als Bildschirm kommt ein OLED-Display zum Einsatz, das seine Inhalte mit einer Auflösung von 640 * 360 Pixeln darstellt. Ansonsten sieht die Vorderseite des N8 äußerst schlicht und zweckmäßig aus: Bis auf einen Menüknopf findet man dort keine weiteren Bedienelemente.
Im Inneren des N8 arbeitet ein ARM11-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 680 Megahertz vor sich hin, der bei seiner Arbeit von 256 Megabyte RAM unterstützt wird. Für die Aufbewahrung von Bildern, Musik und Videos stehen großzügige 16 Gigabyte Datenspeicher zur Verfügung, der außerdem per microSD-Karte noch erweitert werden kann.
Multimedia, wohin das Auge schaut
Bilder und Videos werden mit dem N8 mit einer 12-Megapixel-Kamera aufgenommen, die dank Xenon-Blitz auch nachts qualitativ hochwertige Aufnahmen schießen soll, und darüber hinaus die Videoaufnahme im 720p-Format erlaubt. Die Verbindung ins Internet geschieht wahlweise per EDGE oder HSDPA, wobei alternativ auch ein WLAN-Zugang genutzt werden kann. Die Übertragung von Musik vom PC auf das N8 geschieht im Optimalfall über USB 2.0. Die Audioausgabe schließlich wird über einen 3,5 Millimeter Klinkenstecker ermöglicht, sodass man beliebige Kopfhörer an das Smartphone anschließen kann.

Farbenfroh in den Herbst
Das N8 wird im Herbst zu einem bisher nicht genannten Preis erscheinen. Zu den allerbilligsten Smartphones wird das Gerät dann aber wahrscheinlich nicht gehören. Außerdem wird Nokia das N8 in fünf verschiedenen Farben – Orange, Schwarz, Weiß, Hellblau und Olivgrün – anbieten, und wird damit gegen die triste Jahreszeit zumindest optisch schon einmal in Führung liegen.
Video Nokia N8
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