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Motorola erreicht kurzzeitigen Verkaufsstopp des iPhone in Deutschland

Apple hat auf einen Gerichtsbeschluss zum Streit mit Motorola am Freitag einige Produkte aus seinem deutschen Online-Store entfernt, kurz darauf aber auch wieder eingestellt, nachdem der Gerichtsbeschluss wieder ausgesetzt wurde.
Im Dezember hatte ein Mannheimer Gericht entschieden, dass einige iPhone- und iPad-Versionen ein Motorola-Patent verletzten, und daraufhin ein Verbot des Verkaufs der Geräte in Deutschland ausgesprochen. Die betroffenen Versionen sind das iPhone 3G, das iPhone 3GS und das iPhone 4, sowie verschiedene 3G-Versionen des iPad. Die Unternehmen befinden sich in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten um Patentverletzungen in Europa und den USA.
Es ist nicht bekannt, warum das Verbot so schnell wieder aufgehoben wurde. Der Patentexperte Florian Müller, der den Fall genau beobachtet, sagte, dass ein solches Verkaufsverbot nach deutschem Recht wieder ausgesetzt werden könnte, falls Apple ein angemessenes Angebot gemacht hätte das fragliche Patent zu lizensieren.
“Wir freuen uns, dass das Mannheimer Gericht das Gewicht unseres Urheberrechts erkannt und einem durchsetzbaren Eingreifen gegen Apple Sales International in Deutschland entsprochen hat. Obwohl der Eingriff temporär außer Kraft gesetzt wurde, wird Motorola Mobility fortfahren seine Ansprüche gegenüber Apple geltend zu machen.”, teilte Motorola in einer Presseerklärung mit.
Apple hat sich dazu noch nicht geäußert.
Das Patent ist für GPRS (General Packet Radio Service), einem Standard für Funkverbindungen, von zentraler Bedeutung. Motorola sagt, dass es schon seit 2007 mit Apple über eine Lizenz des Patents verhandelt.
“Apples Weigerung in ernsthafte Verhandlungen zu treten und das agressive gerichtliche Vorgehen gegen Android hat Motorola Mobility keine andere Möglichkeit gelassen als seine Rechte und sein Portfolio an Patenten vor Gericht zu verteidigen,” sagte Motorola.
Die Unternehmen haben beide Beschwerden übereinander in Bezug auf Mobilfunktechnologien bei der US-Außenhandelsbehörde und bei US-Gerichten eingereicht. Außerdem hat Apple Motorola in Deutschland wegen des Tablet-Computers Xoom verklagt.
Das aktuelle Drama in Deutschland ist nur ein kleiner Teil der rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Apple und Herstellern von Android-Geräten, die auch dicke Fische wie Samsung Electronics einschließen. Jeder einzelne Fall ist ein Versuch der anderen Seite einen tödlichen Schlag zu verpassen, der den Verkauf aller Produkte verbieten würde. So ein umfassendes Verbot würde beide Seiten dazu zwingen an den Verhandlungstisch zurückzukehren und gegenseitige Lizenzverträge zu unterzeichnen.

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Motorola Atrix 2 und Lapdock 100 jetzt bestätigt

Die pikanten und spannenden Informationen über Motorola, die über undichte Stellen an die Öffentlichkeit sickern, halten auch diese Woche an. Nun sind offizielle Presseinfos zur bevorstehenden Veröffentlichung des Motorola Atrix 2 ans Licht gekommen. Damit ist nun bestätigt, dass das neue Smartphone wirklich Atrix 2 heißen wird – und nicht etwa HD. Außerdem plant Motorola ein schickes “Lapdock 100”, das zusammen mit dem neuen Atrix 2 herauskommen soll.
In den letzten Wochen gab es reichlich Informationen über das Motorola Atrix 2. Es wird ein 4,3 Zoll qHD-Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln, wahrscheinlich einen Dual-Core-Prozessor der “TI OMAP 4”-Serie, der auf 1,2 GHz laufen soll, 1 GB Hauptspeicher, 8 GB internen Speicher und noch vieles mehr haben. Leider wird die mitgelieferte micro-SD-Karte nur 2 GB fassen, aber da kann man ja wie immer zu einer Erweiterungskarte greifen. Die Quellen haben auch die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, die Video bei 1080p aufnimmt, sowie eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, die Video-Chats ermöglichen soll, bestätigt. Das größte Kontra gegen den Kauf, und damit auch eine große Überraschung, ist der Umstand, dass das Atrix 2 den neuen schnellen Übertragungsstandard für Daten LTE nicht unterstützen wird. Motorola hat sich dazu entschieden seinem neuen Smartphone nur die Fähigkeit zu HSPA+ mitzugeben.
Das schicke Lapdock 100 wird das neue Laptop-Zubehör, das das Dock ersetzt, das mit dem originalen Atrix eingeführt wurde. Es sieht etwas anders aus als die Modelle, die wir bisher gesehen haben, und wirkt auch etwas klobiger. Es hat ein eigenwillig kurviges Design, um komfortables Tippen zu ermöglichen, und wurde im Vergleich zum Vorgänger, der bei 11,6 Zoll lag, auf 10,1 Zoll verkleinert. Auch wegen der verlängerten Batterielaufzeit wird es damit noch portabler sein. Das neue Lapdock 100 wird sich über Kabel verbinden und nicht erfordern, dass das Smartphone selbst eingesteckt wird. Damit wird auch das kürzlich ebenfalls durchgesickerte Motorola RAZR, genauso wie viele weitere zukünftige Motorola Smartphones, vom Lapdock 100 profitieren können.

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Das Motorola Droic Bionic 4G mit LTE-Unterstützung

Ich betone vorweg, dass das Motorola Droid Bionic 4G, in genau derselben Form, wie es in den USA zu haben ist, in Europa nie erscheinen wird, da es den GSM-Standard nicht unterstützt. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Motorola schon im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine auf die europäische Technologie angepasste Version präsentieren wird.
Das Motorola Droid Bionic, wie es auf der CES Anfang dieses Jahres angekündigt wurde, wurde kürzlich von Motorola in den amerikanischen Mobilfunkmarkt eingeführt. Es ist für Preise zwischen 179 und 300 US-Dollar zu erstehen und bietet dafür einen Doppelkern-Prozessor und den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE).
Bezüglich der Hardware wird das Gerät Nutzern des Droid X und des Droic X2 sehr bekannt vorkommen, da das Bionic im Layout sehr ähnlich gestaltet ist. An der linken unteren Kante bietet es einen micro-HDMI und einen micro-USB-Anschluss, der den meisten Anschlussbedarf, den man für ein Smartphone haben könnte, abdeckt. An der oberen rechten Ecke findet sich ein Lautstärkeregler und der Knopf zum An- und Ausschalten des Gerätes sowie die Buchse für die Kopfhörer liegen an der Oberseite. Auf der Rückseite findet sich eine 8-Megapixel-Kamera, die 1080p-Video aufnimmt. Im Gegensatz zu den Vorgängern der Droid-Reihe, gibt es keine physichen Knöpfe mehr unterhalb des Bildschirms. Die Dicke des Gerätes hat sich auf 13,3 mm erhöht. Die Art und Größe des Bildschirms, der ausreichend Kontrast und Helligkeit bietet, sind gleich geblieben.
Angetrieben wird das Droid Bionic 4G, wie gesagt, von einem Doppelkern-Prozessor mit einem GHz, der mehr als genug Wumms hat, um Apps sowie Webseiten schnell und effizient zu laden und abzuspielen.
In dem Smartphone steckt ein riesiger Akku mit einer Ladeleistung von 1.700 mAh. Dies scheint sich allerdings nicht in längeren Batterielaufzeiten auszuwirken. Ersten Berichten entsprechend, hält eine Ladung bei moderater Nutzung gut einen Tag. Verbindet man sich aber viel mit WLANs oder nutzt andere Funktionen überproportional, kann es passieren, dass man schon nach einigen Stunden wieder zurück an die Steckdose muss.
Das Bionic läuft mit einem leicht modifizierten Android 2.3.4 Gingerbread und einige Applikationen werden vorinstalliert gleich mitgeliefert.
Die Mischung aus Gingerbread und der Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards LTE macht das Motorola Droic Bionic 4G sicher zu einem Gerät, das es lohnt näher unter die Lupe zu nehmen.

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Samsung zeigt neue Galaxy Tabs

Samsung hat ein neues, noch nicht funktionsfähiges 10,1-Zoll Galaxy Tab vorgeführt, dessen Gehäuse nur 8,6 mm dick ist. Damit ist es einen viertel Millimeter dünner als das iPad 2. Auch in puncto Gewicht kann es die Konkurrenz von Apple knapp unterbieten. Mit 595 Gramm ist es 5 Gramm leichter. Beim Mobile World Congress im Februar waren die Tablets von Samsung im Vergleich zum iPad noch als “unzureichend” bezeichnet worden.

Das neue 10,1-Zoll-Modell wird auch eine 8,9-Zoll-Version zur Seite gestellt bekommen. Samsung teilt mit, dass die größere Variante mit 16 GB 499 US-Dollar kosten wird und das 32 GB-Modell mit 599 US-Dollar zu Buche schlägt. Das kleinere Gerät wird es für 469 US-Dollar beziehungsweise 569 US-Dollar geben. Damit können die neuen Galaxy Tabs also auch preislich mit dem iPad 2 mithalten.

Wie das Motorola Xoom werden auch die neuen Geräte von Samsung mit Android 3.0 Honeycomb betrieben. Um sich trotzdem von Wettbewerbern wie Motorola und Toshiba zu differenzieren, wird Samsung seine eigene Software auf Googles Betriebssystem aufsetzen.
Trotzdem bleiben Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Geräten. Samsung verwendet auch ein Bildschirmverhältnis von 16:9 und eine Auflösung von 1280 x 800. Damit zielen die Koreaner mehr auf das Abspielen von Filmen ab, als das iPad.

Weitere Unterschiede zu Apples iOS-Gerät sind ein eingebauter Slot für microSD-Karten und etwas leistungsfähigere Front- und Rückkameras inklusive LED-Blitz. Das neue Galaxy Tab hat 2-3 Megapixel für Fotos zur Verfügung.

Das sind also die Hardware-Fakten. Eine Frage bleibt dabei jedoch ungeklärt: Gibt es überhaupt schon einen Markt für Tablets außerhalb der iOS-Welt?
Schließlich begründet sich Apples Erfolg nicht nur in der Hardware. Viel mehr sind die Services, die über die Hardware zugänglich werden, der zentrale Punkt. Samsung hat keine eigenen Shops und entwickelt auch keine Online-Plattform für den Software-Verkauf, sondern überlässt diese Aufgabe komplett Google.
Weiterhin entwickelt Samsung auch keine eigenen Apps, wie Apple das beispielsweise mit Photo Booth, FaceTime, iMovie und GarageBand getan hat.
Im Moment gibt es optimiert für Android 3.0 nur wenige Apps und damit können sie auch keinen großen Mehrwert für Android-Tablets bieten. Das mag ein Grund dafür sein, warum die Verkäufe von Nicht-iPad-Tablets bisher hinter den Erwartungen zurückblieben. Dadurch haben Entwickler wenig Anreiz Apps für Android-Tablets zu entwickeln. Und schon ist ein Teufelskreis der gegenseitigen Lähmung entstanden, der erst einmal unterbrochen werden darf.
Samsung versucht das durch seinen “Social Hub”. Das ist eine Software-Umgebung, die Email, Instant-Messaging, Kontakte, Kalender und Soziale Netze so zusammenlegen soll, dass auf alle über eine Benutzerschnittstelle zugregriffen werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob das Drittanbieter nun eher animiert oder davon abhält für Honeycomb und das Galaxy Tab zu entwickeln.

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CES 2011: Epochenwechsel vom Fernsehen zum Mobile-Computing

Wir können jeden fragen worum es bei der CES 2011 ging und die Antwort wird garantiert “Tablets” sein. Alles drehte sich um die offizielle Enthüllung der Tablets, die von Android 3.0 “Honeycomb” betrieben werden, das Erscheinen von Handies mit Dual-Core-Prozessoren, wie zum Beispiel dem Motorola Atrix und dem LG Optimus 2X oder der Ankündigung von Microsoft Windows mit den mobilen ARM-Prozessoren kompatibel zu machen.
Gleichzeitig hatten die ehemaligen Giganten der Elektronikmesse nichts zu melden. 3D-Fernsehen konnte das Publikum wenigstens nicht vom Hocker holen. Hersteller wie Toshiba, Panasonic oder Sony hatten nichts mitgebracht, das für Aufruhr hätte sorgen können. Es gab zwar auch 3D-Displays auf der CES 2011, aber keine, die einen Durchbruck für die Technologie hätte bedeuten können. Sonys Technologie, die ohne 3D-Brille funktioniert ist eine Erwähnung wert, aber die vorgestellten Geräte sind nur Prototypen. Außerdem fehlt es immernoch an hochwertigen 3D-Inhalten, sodass beim Konsumenten kein Verlangen nach der Technologie entsteht .
Auch in allen anderen Bereichen hat das Fernsehen seine Dominanz bei der CES abgegeben. TV mit Internetkonnektivität gab es natürlich an jeder Ecke, aber die Idee ist zehn Jahre alt. Weder Google noch Microsoft haben es bisher geschafft diese Technologie im Massenmarkt zu verankern. Dann wird wohl erst einmal nichts daraus werden.
Einige Hersteller präsentierten Auflösungen von 4000 Pixeln, aber 1080p sind völlig ausreichend, außer man will eine ganze Wand zum Fernseher machen.
Den freien Raum füllte die Mobil-Industrie gerne aus. Motorola wurde durchgehend von Messebesuchern belagert, die das Xoom-Tablet und das Atrix-Handy, das zum Notebook umfunktioniert werden kann, ausprobieren wollten. HTC tapezierte ganze Gebäude mit Bildern seiner Smartphones und Samsung konnte mit seinem neuen Handy und einem kleinen Tablet mehr Aufmerksamkeit erheischen als mit dem ganzen Stall seiner extrem dünnen und brillianten Fernsehbildschirme.
Diese Veränderung der Machtverhältnisse zwischen Fernsehen und Mobile-Computing hängt freilich mit den entsprechenden Verschiebungen von einer verkabelten zu einer kabellos vernetzten Gesellschaft zusammen. Dieses Jahr wird sich diese Verschiebung noch beschleunigen. Der Kunde will auf alle Medien von unterwegs aus zugreifen. Fernsehen wird es zwar in Zukunft immernoch geben, aber es wird zum Teil von mobilen Geräten gesteuert werden und nur noch im Verbund mit Mobile-Computing vorkommen.
Solange die neuen Platzhirsche den Kundenwillen befriedigen, werden sie auch auf zukünftigen CES dominieren.

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