Ubisoft sabotiert jetzt auch den Markt gebrauchter Spiele

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Games, Playstation 3, Xbox 360

Ubisoft, das Entwickler-Studio der extrem erfolgreichen “Assasin’s Creed”-Serie, hat seinen “Uplay Passport” präsentiert, der noch dieses Jahr zusammen mit neuen Spielen herauskommen wird. Uplay Passport ist ein Online-Pass für gebrauchte Spiele, der knapp 10 Euro für das “full package”, also inklusive Online-Multiplayer plus extra Boni, kostet.
Nach dieser Präsentation ist Ubisoft der neuste große Spieleentwickler, der mit auf das 10-Dollar-Project aufgesprungen ist, das von Electronic Arts eingeführt wurde. THX Inc., Sony, Rockstar Games, Codemaster und Warner Brothers sind auch schon mit dabei.
Das 10-Dollar-Project hat ein umstrittenes System in die Welt der Videospiele eingeführt, indem EA sich dafür entschieden hat einen Aufschlag von 10 Dollar zu verlangen, wenn man ein gebrauchtes Spiel online spielen oder zusätzlichen Content bekommen will.
Viele Spieler und Kenner der Industrie halten von solchen Systemen nicht viel, da der Markt für gebrauchte Spiele jetzt so groß ist, dass Widerstand gegen sinkende Preise gebrauchter Spiele schlussendlich in niedrigeren zukünftigen Verkäufen resultieren wird. Außerdem beschuldigen die Spieler die beteiligten Unternehmen der Gier, weil sie häufig zwei ganz andere Gründe als die Behinderung des Marktes für gebrauchte Spiele für die Einführung des Online-Pass-Systems angeben: 1.) Das Pass-System schützt gegen Piraterie. 2.) Wegen der hohen Server-Kosten wird das zusätzliche Geld einfach gebraucht.
Viele wenden ein, dass die Server hauptsächlich von Microsoft oder EA betrieben werden und nicht von jedem einzelnen Entwickler-Studio, was bedeutet, dass diese zusätzlichen Server-Kosten überhaupt nicht anfallen können.
Andere führen an, dass die Unternehmen sich gegen den bestehenden Markt wenden, indem Geldströme zulasten der Einzelhändler und zugunsten des direkten Downloads umgeleitet werden.
Ein weiteres Argument gegen das Pass-System ist, dass es sogar noch mehr Piraterie zur Folge habe, da nur noch die Optionen blieben die Vollversion legal zu kaufen oder sie eben zu kopieren. Durch den Pass trifft letzeres Szenario nicht mehr die Spiele-Studios, sondern nur noch den Einzelhandel, da die Kompensation direkt an die Entwickler fließt.
Für den Endkunden könnte diese Entwicklung sogar irgendwann positiv enden. Wenn der Handel komplett ausgeschaltet ist, kann die hinzugewonnene Marge durch Preissenkungen an die Endkunden, die Spieler, weitergegeben werden.

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