Xbox 360

Neue Kinect-Hacks

Manche von uns haben vielleicht ein Kinect zu Weihnachten geschenkt bekommen. Im ersten Moment freut man sich da über einen innovativen Videospiel-Controller. Und Bastler dürfen sich noch ein zweites Mal freuen, wenn sie erkennen, dass sie hier etwas in den Händen halten, das noch viel mehr sein kann, als nur das.
Microsoft schätzt 2010 auf ungefähr 5 Millionen verkaufte Kinects zu kommen. Damit werden sie Sonys Move schlagen, der wahrscheinlich nur auf 3 Millionen kommen wird. Die Grundidee ist bei beiden Controllern gleich. Der Spieler soll durch das Einbeziehen seiner Körperbewergungen noch tiefer in das Spielgeschehen eingebunden werden.
Die Kinect hat den Vorteil die immer größere Gemeinschaft der Hacker und Bastler anzusprechen. Diese Tech-Freaks haben inzwischen Lösungen entworfen, die es jedem technisch durchschnittlich Begabtem erlauben seine Kinect ebenfalls zu frisieren.
Die Firma Willow Garage hat zum Beispiel den programmiertechnischen Rahmen dafür geschaffen, dass Entwickler die Kinect leichter modifizieren und die Sensoren für einen beweglichen Roboter nutzbar machen können. Ein solcher Kinect-Roboter kann gesammelte Daten kabellos an einen Zentralrechner übertragen, 3D-Bilder von Objekten generieren und durch natürliche Gesten gesteuert werden.
Aufbauend auf dieser Technologie hat Garratt Gallagher vom MIT eine Gestensteuerung ähnlich der im Tom Cruise-Film Minority Report entworfen. Dies wird durch den Kinect-Sensor möglich, der die Hand und einzelne Finger unterscheiden kann. Eine erstaunliche Anwendung dieser Sensorgenauigkeit ist das Spielen eines virtuellen Klaviers. Der Sensor erkennt das “Drücken” virtueller Tasten in der Luft. Die Möglichkeiten gehen also weit über das Spielen hinaus.

Sogar in der Medizin findet Kinect Anwendung. Pathologen arbeiten mit sogenannten PACS-Daten, über die sie mit Bildmaterial interagieren und ihre Erkenntisse kommunizieren. Sie dürfen jedoch während der Arbeit mit biologischem Gewebe keine Steuergeräte anfassen, da diese sonst kontaminiert würden. Zwei Schweizer setzen die Kinect nun dazu ein, Pathologen eine berührungslose Steuerungsmöglichkeit bereit zu stellen. Zusammen mit Sprachkommandos wird dieser Prototyp zukünftig die Arbeit vieler Mediziner vereinfachen und beschleunigen.

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Kinect kommt an

Diese Woche kommt die Kinect in Deutschland in die Läden. Die ersten Tests der Gestensteuerung, die in den USA eine Woche früher zu haben war, sind begeistert. Teilweise wird sogar schon das Totenlied auf die Wii gesungen.
Als Microsoft Kinect vor zwei Jahren ankündigte, waren wir sehr gespannt zu erfahren, ob ein Steurungssystem wirklich komplett ohne die traditionellen Knöpfe und Joysticks auskommen würde, um das Spielgeschehen ausschließlich über Körperbewegungen zu beeinflussen.
Ein Vergleich des Spaßfaktors zwischen den ersten Versuchen mit der Wiimote und nun mit Kinect zu steuern wird für alle, die das ältere System schon vor einiger Zeit kennenlernten kaum möglich sein. Ungeachtet dessen überbieten sich die Kinect-Tester gegenseitig in ihren Schätzungen bezüglich der Multiplikation des Spaßes, den Kinect der Wiimote voraus hätte.
Wie den meisten bekannt sein wird, ist Kinect kein neues Komplettsystem. Stattdessen lässt sich das Spielerlebnis der Microsoft Xbox damit erweitern. Es verwendet vier Mikrofone und drei Videokameras, um den Körper des Spielers zu lokalisieren. Trotz der neuartigen Technologie, sind Aufbau und Anschluss ein Kinderspiel. Sobald der Spieler gescannt wurde, um Körpergröße und Gesichtszüge zu erfassen, kann es auch schon losgehen.
Der einzige Kritikpunkt scheint die Sprachsteuerung zu sein. Kinect will über die eingebauten Mikrofone die Stimme des Spielers erkennen, sodass das System auf Kommandos, wie zum Beispiel zur Menunavigation, reagiert. Das scheint allerdings nicht besonders gut zu funktionieren. Die Erkennung ist nicht zuverlässig und versteht häufig nichts oder das Falsche. Zum Glück lassen sich die Menu-Eingaben auch einfach über Armbewegungen machen.
Nintendo hatte schon einen Volltreffer damit gelandet, Wii Sports mit in die Schachtel zu legen. Microsoft hat sich da was abgeschaut und packt Kinect Adventures bei. Das sind fünf Spiele, die unglaublich süchtig machen und der ganzen Familie Spaß machen werden.
Rally Ball ist eine Art Völkerball. Space Pop lässt einen Luftblasen durch wildes fuchteln mit den Armen zerschlagen. Reflex Ridge ist ein Hindernis-Parcours, der wie aus einem der Indiana Jones-Filme aussieht. Bei 20,000 Leaks darf man sich darum kümmern Fische vom eigenen U-Boot fernzuhalten, und bei River Rush tun sich mehrere Spieler zusammen, um ein Wildwasser-Schlauchboot durch wilde Stromschnellen zu steuern.
Wenn das neuartige Steuerungssystem zum Weihnachtsgeschäft so ein Erfolg wird, wie viele annehmen, wird sich Steve Jobs richtig ärgern, dass nicht Apple die Kinect herausgebracht hat. Die israelischen Entwickler hatten das System zuerst Apple angeboten. Nachdem sich Apple in den Verhandlungen allerdings als “pain in the ass” herausstellte, fanden sie in Microsoft wohl einen umgänglicheren Partner.

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Die Ehrenmedaille kann nicht mehr gegen die Taliban gewonnen werden

Electronic Arts geben dem öffentlichen Druck nach und nehmen die Taliban aus Medal of Honor. Zunächst hatten die Spielentwickler “nur” den britischen Verteidigungsminister, Liam Fox, gegen sich. Zu Yahoo sagte er “Die Taliban sind dafür verantwortlich, dass Kinder ihre Väter und Frauen ihre Ehemänner verloren haben.” Da er es für verwerflich hielte, dass Spieler die Taliban verkörpern könnten, rief er den Einzelhandel dazu auf sich das Spiel nicht in die Regale zu stellen.
Auch ähnliche Äußerungen des Bundeswehrverband brachte Electronic Arts nicht aus der Ruhe. Das Unternehmen begründete seine Haltung mit dem Anspruch seine Spiele so realistisch wie möglich zu gestalten.
Nun werden, ganz wie von Fox beabsichtigt, wohl die kommerziellen Einflußmöglichkeiten der Gegner den Ausschlag für den Sinneswandel gegeben haben. Denn auch die US-Armee hält nichts von Realismus, wenn das bedeutet, dass ihr Erzfeind ihr auch in die virtuelle Freizeit folgt. Anders als der britischen Verteidigungsminister kontrolliert die Army allerdings starke Vertriebskanäle direkt. In Armee-eigenen Läden und Online-Shops werden die Soldaten mit allen Arten von Unterhaltungselektronik versorgt. EA wurde es nun wohl angesichts des drohenden Verlusts dieser Absatzmöglichkeit zu heikel und ist kleinlaut zurückgerudert. Wie aus anderen Kriegsspielen bekannt, werden nun unspezifische “Opposing Forces” anstatt der Taliban kämpfen.

Auch an einem anderen aktuellen Beispiel wird deutlich wie schnell man sich beim Umgang mit dem Thema Gewalt schnell die Finger verbrennen kann, wenn die Öffentlichkeit, ob berechtigt oder nicht, daran Anstoß nimmt. So hat die HfG Karlsruhe die Veröffentlichung des Mauerschützenspiels 1378(km) diesen Sonntag zum Tag der Deutschen Einheit abgesagt. Wie gestern berichtet, gerieten die Hochschule und der Student, der das Spiel entwickelt hat, unter Beschuss durch Politiker und Verbände der Maueropfer, die das Projekt für gewaltverherrlichend halten.
Während Electronic Arts wohl trotzdem sein Ziel erreicht hat, nämlich Publicity für Medal of Honor und ein Rauschen im Blätterwald für das Unternehmen zu erzeugen, hat es den jungen Entwickler der HfG Karlsruhe härter getroffen. Der totale Stopp der Veröffentlichung seines Spiels ist sicher eine herbe Enttäuschung. Entwickler von Spielen, in denen Gewalt ein Thema ist, sind sicher gut beraten in Zukunft noch umsichtiger zu handeln und mögliche Reaktionen der Öffentlichkeit einzukalkulieren.

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Prototype – Keine Gefangenen

Trotz der zu klein geratenen Spielkarte und kleiner Mängel in der Grafik wird dieses rasante Action-Game Begeisterung finden. Den die Stärken dieses Actionspektakels liegen unter anderem in den wirklich kreativen Fähigkeiten von Alex Mercer, dem “Held” von Prototype.

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