Xbox 360

Die Trends abseits des Hardcore-Gaming

Für die, die sich in der manchmal etwas geheimnisvollen Welt der Videospiele nicht so auskennen: Die E3 ist die Electronic Entertainment Expo, eine jährliche Messe, die sich mit allen Arten der interaktiven Unterhaltung befasst – also, fast allen Arten. Sogenannte Social und Casual Games genießen hier wenig Beachtung. Auch die Idee der Gamification wird von den Vielspielern, um die die Messe sich hauptsächlich dreht, eher gering geschätzt. Es gab jedoch ein paar wertvolle Lektionen, die man mitnehmen konnte, wenn man sich für letzteres interessiert.
Die Leute lechzen nach spielerischen Erlebnissen
Trotz des Mangels an Respekt gegenüber Spielen von Unternehmen wie Zynga, war Empires & Allies, das neuste Produkt der Facebook-Spieleschmiede, eines der heißesten Themen während der E3. Ganz anders als viele andere Social Games bietet E&A eine Menge echtes Spielerlebnis, indem das Sammeln von Ressourcen und der Städtebau mit altmodischen rundenbasierten Kämpfen kombiniert wird. Im Bereich der Konsolenspiele wäre das ein alter Hut. Für das Facebook-Publikum ist das nur ein Vorbote zukünftiger Entwicklungen.
Es gibt kaum neue Ideen
Wer gute neue Ideen hat, sollte jetzt damit herauskommen. Es gab kaum einen Aussteller auf der E3, der nicht einfach nur eine Fortsetzung eines Spielerfolgs präsentieren würde. So konnte man mehr als ein Dutzend große “Teil 3”-Spiele finden – unter anderem “Gears of War 3”, “Uncharted 3” und “Battlefield 3”.
Die Konsolen-Industrie weiß immer noch nicht wie sie Wenigspieler anlocken soll
Ein Grundsatz der Gamification lautet Spielmechanik in Bereiche zu übertragen, die vorher nichts mit Spiel zu tun hatten. Microsoft, Sony und Nintendo sind immer noch dabei diesen Ansatz zu perfektionieren. Nintendo Präsident Satoru Iwata sagte Reportern, dass er kein Interesse an kostenlosen oder Social Games habe. Sony hat sehr viel in sein kompliziertes mobiles Spielsystem PlayStation Vita investiert und zielt auch damit auf Vielspieler ab. Microsoft überschüttet seine alternde Xbox360 weiterhin mit Extra-Zubehör wie zum Beispiel Stimmeneingabe und TV-Streaming.
Langsam fühlt man sich sogar dazu verleitet die überaus erfolgreiche Wii als einen zufälligen Glücksgriff anzusehen. Die mobile 3DS kommt nicht im Massenmarkt an und die neue “Wii U”-Konsole verkompliziert das Spielsystem völlig unnötig, sodass auch hier der Massenmarkt, der die ursprüngliche Wii zum Erfolg gemacht hat, eher verschreckt wird.

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Duke Nukem Forever ist tatsächlich erschienen!

Haha! “Duke Nukem Forever” ist tatsächlich erschienen! Nach mehr als einem Jahrzehnt der Vertröstung gibt es wieder echtes Ego-Shooter-Feeling direkt aus den 90ern.
Duke Nukem Forever fühlt sich an wie die direkte Weiterentwicklung des Erfolgsrezepts von Duke Nukem 3D.
Von Anfang an ist völlig klar, dass Duke Nukem Forever für Spieler entwickelt wurde, die wissen was sie tun. Obwohl es auch ein Tutorial gibt, muss hier keiner die Schulbank drücken: Es wird nicht jedes Detail langatmig erklärt, sondern man wird einfach dazu aufgefordert für zehn Minuten zu spielen und ein paar Sachen auszuprobieren. Jeder, der schon Duke Nukem 3D gespielt hat, wird direkt wieder klarkommen.
Duke Nukem Forever verlässt sich die meiste Zeit auf die Stärken seines Vorgängers. Die Präsentation hat zwar schon einige Fortschritte gemacht, aber Duke Nukem Forever hält die Balance zwischen Erkundung, dem Lösen von Rätseln und Kampfszenen genauso wie Duke Nukem 3D damals. Der einzige Tribut zur modernen Gestaltung von Ego-Shootern ist die lineare Anlage der Levelerkundung im Vergleich zum offenen Design von Duke Nukem 3D.
Die Begrenzung auf zwei Waffen scheint zunächst der Tradition des klassischen Spiels zu widersprechen, aber dann erkennt man wie gut das Spiel auf dieser einfachen Einschränkung aufbaut. Kämpfe gegen verschiedene Feinde führen zur Verfügbarkeit einer speziellen Auswahl an Waffen. Je weiter man im Spiel vordringt, desto interessanter wird das Angebot.
Die Kampfszenen sind gut umgesetzt: Obwohl die Grafik sicherlich ohne einige technologische Neuheiten der letzten zehn Jahre auskommen muss, kann sie doch befriedigen. Bezüglich der Fähigkeiten der gegnerischen künstlichen Intelligenz werden wohl nur echte Profis der Taktik von Ego-Shooter-Teams echte Schwächen erkennen.
Oft wird übersehen, wie wichtig das Lösen von Rätseln für den Erfolg der “Duke Nukem”-Reihe ist. Duke Nukem Forever bietet reichlich Intelligenztests und kombiniert sie gut mit Geschicklichkeitsübungen.
Duke Nukem Forever profitiert auch von seinem immensen Reichtum an Details. Schon der Vorgänger war dafür bekannt, dass es sehr viele verschiedene Möglichkeiten für die Interaktion mit der Umgebung gab. Der Nachfolger steht dem in nichts nach.
Duke Nukem Forever wurde aus Liebe zu seiner Zielgruppe entworfen und nicht um die Computerspielindustrie weiterzubringen. Diese Mission ist auf jeden Fall gelungen.

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E3: Trommelwirbel für die größte Videospielmesse

Die Electronic Entertainment Expo 2011, kurz E3, öffnet seine Pforten für uns erst heute Nacht, wenn es in L.A. Mittag ist, aber das Getöse geht schon vorher los, wenn die großen Namen der Branche ihre Pressekonferenzen abhalten.
Sony, Microsoft, Electronic Arts und Ubisoft empfangen am Tag vor der E3 Journalisten und Nintendo hält seine eigene Großveranstaltung kurz bevor die Messe losgeht ab.
Microsoft war bisher sehr zurückhaltend, was seinen Beitrag zur E3 angeht. Das könnte ein Hinweis auf die Enthüllung neuer Hardware oder möglicherweise eine überraschende Ankündigung von “Halo 4” sein.
Die Pressekonferenz von EA wird die bevorstehenden und unausweichlichen Blockbuster der dritten Auflage “Battlefield 3” und “Mass Effect 3” beleuchten. Andere erwähnenswerte Titel, die auf der Agenda der Präsentation stehen, sind “Star Wars: The Old Republic”, das schon früher gezeigt wurde und eine Entwicklung von Bioware, desselben Teams wie von “Mass Effect 3”, ist; weiterhin “Need for Speed: The Run”, “Kingdoms of Amalur: The Reckoning” und “SSX”. Dabei deckt das Unternehmen das ganze Spektrum der Genres vom MMO bis zum Snowboard-Spiel ab.
Neue Spiele werden auch bei Ubisoft angekündigt, während die alten Helden wohl noch die Hauptrolle spielen. “Assassin’s Creed: Revelations” wird deshalb im Zentrum der Konferenz stehen. Außerdem wird es einen Ausblick auf “Assassin’s Creed 3” geben, deren Meuchelmörder des 11. und 15. Jahrhunderts durch andere ersetzt werden, um die Serie voranzubringen. Obwohl der Held von “Splinter Cell”, Sam Fisher, kein Attentäter ist, kann er es doch mit Alteir und Ezio aufnehmen, wenn es um’s Meucheln geht. Daher wird er wahrscheinlich auch ein bisschen Aufmerksamkeit genießen dürfen. Und vielleicht wird es den einen oder anderen Hinweis auf eine neue Episode von “Splinter Cell” geben.
Sony wird dann ein wahres Feuerwerk abbrennen. Alles wird sich um die “Next-Generation Portable” (NGP) drehen. Neben weiteren Produktdetails können wir auf die Erwähnung des Preisrahmens und ein Datum für die Veröffentlichung hoffen.
Die dicksten Nachrichten kommen dann am Dienstag von Nintendo, wenn die Japaner Details zu ihrer bisher namenlosen neuen Konsole aus dem Sack lassen. Neben dem neuen System dürfen wir zu “The Legend of Zelda: Skyward Sword” und natürlich zu einem Haufen von Nintendo 3DS-Inhalten einiges erwarten. In perfektem Timing geht gleichzeitig der 3DS eShop online.
Freut Euch also auf diesen Vorlauf zur E3 und das anschließende Spektakel der Videospiele-Welt selbst.

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MIX11: Microsoft zeigt diverse Neuheiten für WP7 und Kinect

Microsoft führt am Mittwoch die nächste Version seiner Plattform Windows Phone auf der MIX 11 in Las Vegas vor.
Die neue Evolutionsstufe wird wohl einige wichtige Verbesserungen mitbringen, inklusive der Unterstützung für Multitasking, also den parallelen Betrieb mehrerer Applikationen.
Die neue Plattform wird im Mai zunächst nur Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Neben Multitasking werden weitere essentielle Weiterentwicklungen Programmierer dazu befähigen Audio- und Datenübertragung, schnelles Umschalten zwischen Apps, tiefere Integration der Hardware mit dem Betriebssystem und Zugang zu den Programmierschnittstellen für die Kamera und den Bewegungssensor zu nutzen. Durch letztere Erweiterung wird Augmented-Reality-Software ähnlich solcher, wie wir sie schon auf anderen Plattformen wie iOS und Android gesehen haben, auch für WP7 umsetzbar.
Um die Fähigkeiten der neuen Plattform ins rechte Licht zu rücken, gewährte Microsoft den Besuchern der Konferenz einen ersten Einblick in frische Konzepte für verschiedene beliebte Apps von Skype bis Spotify über Layar bis Qantas, Amazon Shopping und den Kik Messenger.
Außerdem kündigte Microsoft die neue “Silverlight 5”-Beta an, die ab sofort verfügbar ist und Unterstützung für Video-Decoding über die Hardware sowie eine neue XNA-basierte Benutzeroberfläche zur Anzeige von 3D-Visualisierungen innerhalb von Apps bietet. Weiterhin liefert Silverlight 5 etwas, das Microsoft Trickplay nennt. Das ist ein Feature, das Video-Playback mit variabler Bitrate und die Möglichkeit die Audio-Geschwindigkeit anzupassen bietet. Die Beta-Version steht unter microsoft.com/silverlight zum Download bereit.
Schließlich gab’s noch ein paar Neuigkeiten zum Beta-SDK von Kinect for Windows, das diesen Frühling noch veröffentlicht wird. Darüber können folgende Funktionen der Kinect angesprochen werden: Das sogenannte “Robust Skeletal Tracking”, das die Wahrnehmung der Körper von ein bis zwei sich bewegenden Personen über die Kinect-Kameras ermöglicht, die Tiefenkamera, die die Entfernung eines Objekts von den Kinect-Sensoren misst und die Audio-Funktionen, inklusive der Auslöschung von Umgebungsgeräuschen und der genauen Ortung einer Geräuschquelle.
Entwickler können sich unter research.microsoft.com/kinectsdk eintragen, um benachrichtigt zu werden, sobald das SDK veröffentlicht ist.

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Wie gut eignet sich Windows Phone 7 für Spiele?

Letzten Oktober hat Microsoft seine mobile Plattform Windows Phone 7 gestartet und bekam für das System sowohl positive Kritik als auch ordentliche Verkaufszahlen. Die Partnerschaft mit Nokia hat zumindest das Potential die Verkäufe in der Zukunft weiter zu beschleunigen.
Interessant bleibt wie gut WP7 als Plattform für Spiele funktioniert. Im Moment scheinen viele Entwickler so neugierig auf die Hardware zu sein, dass sie schon vorsichtig damit angefangen haben die ersten Titel von iOS und Android zu portieren. Die Frage bleibt, ob sich die Entwicklergemeinde komplett auf die dritte Plattform einlässt, zumal immer noch unklar ist, wie gut sie von Endkunden angenommen werden wird. Außerdem hat das Xperia Play sicher noch ein Wörtchen mitzureden, wenn es um den Kampf um den dritten Platz im Spielemarkt geht.
Wenn man Entwickler bezüglich der Stärken von Windows Phone 7 als geeignetes Vehikel für Spiele befragt, kristallisiert sich ein Schlüsselaspekt besonders heraus: Die nahtlose Integration in “Xbox Live”, dem Online-Spieledienst, der enorm zum Erfolg von Microsofts Konsole beigetragen hat. Mit Windows Phone 7 kann man sich standardmäßig mit Xbox Live verbinden und jedes Spiel, das man über das mobile Gerät spielt, fließt in die allgemeine XBL-Spielerstatistik mit ein.
Auf der anderen Seite hat auch WP7 ähnliche Herausforderungen wie Android zu lösen. Die Smartphones werden auch von verschiedenen Herstellern produziert, was in unterschiedlichen Hardware-Spezifikationen resultiert, die wiederum die Programmierung erschweren.
Microsoft versucht einem Teil dieses Aspekts mit einem noch restriktiverem Review-Prozess als Apple ihn aufgesetzt hat zu begegnen. Außerdem soll damit verhindert werden, dass sehr ähnliche Spiele mehrfach im App-Markt landen.
Das hat für den Endkunden den positiven Effekt, dass es keine tausenden von mittelmäßigen Apps geben wird, durch die man sich erst durchwühlen muss, und wirklich gute Spiele leichter zu finden sein werden.
Vielleicht kann WP7 mit seiner engen Integration in die Konsolen-Welt sogar einem ganz neuen Spielerlebnis den Boden ebnen. Eine Art Cross-Platform-Gaming, bei dem verschiedene Aspekte desselben Spiels über das am besten passende Gerät bedient werden. Bei einem Strategie-Spiel könnten die allgemeinen Ressourcen vom Smartphone aus dirigiert werden, während die Action auf der Konsole stattfindet.

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