Capcom will den Markt für gebrauchte Videospiele austrocknen

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Games, Spiele Neuheiten, Spielekonsolen

Vielen Menschen gefällt es einfach ein gutes Videospiel zu genießen, nachdem sie einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich gebracht haben oder sich von Schule oder Studium erholen. Dieses Medium, das ein Tor zu einer virtuellen Realität öffnet, erlaubt jedem in eine neue Rolle zu schlüpfen. Man kann zum Beispiel ein Geheimagent, ein Superheld, ein süßes knuddeliges Tier oder irgendetwas anderes, das der Phantasie einfällt, sein.

Menschen, die ein knappes Budget haben, decken sich gern mit gebrauchten Spielen aus dem Second-Hand-Laden ein.
Aber Capcom, das Spieleentwickler-Studio, das man vorallem durch seine Spielereihe Street Fighter kennt, versucht gerade den Kauf von gebrauchten Spielen abzuschaffen, indem auf einer seiner neuen Veröffentlichungen nur ein einziger Durchlauf gespielt werden darf. Mit anderen Worten: Die gespeicherten Zwischenstände können nicht gelöscht werden, um das Spiel von Neuem zu spielen.
Das Spiel, um das es sich hier dreht, ist der Titel für die Nintendo 3DS “Resident Evil: Mercenaries 3”. Die Spielanleitung drückt es, frei übersetzt aus dem Englischen, so aus: “Von dieser Software gespeicherte Daten können nicht gelöscht werden.”
Spiele mit dieser Funktion werden das Spiel uninteressant für jeden machen, der es gebraucht kaufen will, weil das Spiel schon durchgespielt wurde und die entsprechenden Zwischenstände noch alle vorhanden sind.
Es ist also die pure Gier, die Capcom zu diesem Schritt treibt. Indem Capcom die Option die Spielstände zu löschen abschafft, eliminiert es praktisch auch den Wiederverkauf des Spiels auf dem Gebrauchtwarenmarkt. Also werden mehr fabrikneue Spiele von Capcom gekauft. Zumindest ist das theoretisch so.
Der Versuch scheitert aber aus mehreren Gründen. Weil Spieler immer schon ihre Lieblingsspiele mehrfach gespielt haben, um die Abenteuer erneut zu erleben, wird die Reglementierung durch Capcom nur zu weniger Verkäufen und erbosten Kunden führen.
Falls Capcom diese Vorgehensweise wirklich auf alle seine zukünftigen Spiele überträgt, wird es eine Lawine von Raubkopien und Hardware geben, die es ermöglicht die Beschränkung zu umgehen. Capcom würde eindeutig ein Eigentor schießen.
Die Videospiel-Industrie macht enorme Profite durch den Verkauf von Spielen. Der Markt gebrauchter Spiele ist eine Alternative zur Raubkopie, auch wenn die Entwicklerstudios daran kein Geld verdienen. Jeder Kauf eines gebrauchten Spiels bedeutet eine Raubkopie weniger, die weiterverbreitet wird.
Falls es jemals einen echten Grund für den Kauf von Raubkopien gab, dann ist es ein Spiel, das nicht zurückgesetzt werden kann. Capcom wird gut daran tun sich diesen Schritt noch einmal zu überlegen.

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