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E3: Trommelwirbel für die größte Videospielmesse

Die Electronic Entertainment Expo 2011, kurz E3, öffnet seine Pforten für uns erst heute Nacht, wenn es in L.A. Mittag ist, aber das Getöse geht schon vorher los, wenn die großen Namen der Branche ihre Pressekonferenzen abhalten.
Sony, Microsoft, Electronic Arts und Ubisoft empfangen am Tag vor der E3 Journalisten und Nintendo hält seine eigene Großveranstaltung kurz bevor die Messe losgeht ab.
Microsoft war bisher sehr zurückhaltend, was seinen Beitrag zur E3 angeht. Das könnte ein Hinweis auf die Enthüllung neuer Hardware oder möglicherweise eine überraschende Ankündigung von “Halo 4” sein.
Die Pressekonferenz von EA wird die bevorstehenden und unausweichlichen Blockbuster der dritten Auflage “Battlefield 3” und “Mass Effect 3” beleuchten. Andere erwähnenswerte Titel, die auf der Agenda der Präsentation stehen, sind “Star Wars: The Old Republic”, das schon früher gezeigt wurde und eine Entwicklung von Bioware, desselben Teams wie von “Mass Effect 3”, ist; weiterhin “Need for Speed: The Run”, “Kingdoms of Amalur: The Reckoning” und “SSX”. Dabei deckt das Unternehmen das ganze Spektrum der Genres vom MMO bis zum Snowboard-Spiel ab.
Neue Spiele werden auch bei Ubisoft angekündigt, während die alten Helden wohl noch die Hauptrolle spielen. “Assassin’s Creed: Revelations” wird deshalb im Zentrum der Konferenz stehen. Außerdem wird es einen Ausblick auf “Assassin’s Creed 3” geben, deren Meuchelmörder des 11. und 15. Jahrhunderts durch andere ersetzt werden, um die Serie voranzubringen. Obwohl der Held von “Splinter Cell”, Sam Fisher, kein Attentäter ist, kann er es doch mit Alteir und Ezio aufnehmen, wenn es um’s Meucheln geht. Daher wird er wahrscheinlich auch ein bisschen Aufmerksamkeit genießen dürfen. Und vielleicht wird es den einen oder anderen Hinweis auf eine neue Episode von “Splinter Cell” geben.
Sony wird dann ein wahres Feuerwerk abbrennen. Alles wird sich um die “Next-Generation Portable” (NGP) drehen. Neben weiteren Produktdetails können wir auf die Erwähnung des Preisrahmens und ein Datum für die Veröffentlichung hoffen.
Die dicksten Nachrichten kommen dann am Dienstag von Nintendo, wenn die Japaner Details zu ihrer bisher namenlosen neuen Konsole aus dem Sack lassen. Neben dem neuen System dürfen wir zu “The Legend of Zelda: Skyward Sword” und natürlich zu einem Haufen von Nintendo 3DS-Inhalten einiges erwarten. In perfektem Timing geht gleichzeitig der 3DS eShop online.
Freut Euch also auf diesen Vorlauf zur E3 und das anschließende Spektakel der Videospiele-Welt selbst.

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Australische High-Tech-Unternehmen machen Kasse

Robert Murray hat sein beliiebtes Spiel “Flight Control” für iPhone und iPad in drei Wochen und zu einer Investition von 50.000 Dollar geschrieben. Jetzt ist er Australiens neuster High-Tech-Millionär, nachdem er sein Unternehmen für geschätzte 20 – 40 Millionen Dollar an den amerikanischen Computerspielgiganten Electronic Arts verkauft hat.
Murrays Firma “Firemint”, die ihr Hauptquartier mit 60 Angestellten in Melbourne hat, entwickelt einige der beliebtesten Smartphone-Spiele wie eben “Flight Control”, “Real Racing” und “Puzzle Quest”.
Electronic Arts und Firemint haben sich bisher geweigert die finanziellen Vereinbarungen des Verkaufs zu veröffentlichen. Eine Quelle, die um die Einnahmen von Firemint weiß, sagte jedoch, dass das Unternehmen im Jahr 10 Millionen Dollar einspielt. Auf Basis dieser Zahl schätzen Technologie-Investoren, dass der Verkaufspreis zwischen 20 und 40 Millionen Dollar liegt.
Allein “Flight Control” hat sich zwei Millionen Mal zu 1,19 Dollar pro Download verkauft, wie Firemint im Januar letzten Jahres verkündete.
Eine andere Quelle mit Verbindungen zu einer großen Venture-Capital-Firma, die in Technologie-Unternehmen investiert, schätzte, dass das Unternehmen für 25 – 100 Millionen Dollar verkauft worden wäre.
Murray hat Firemint 1999 gegründet, nachdem er seinen Abschluss als Ingenieur auf der University von Queensland gemacht hatte. Zuerst erledigte er Programmierarbeiten für andere Unternehmen bis er das iPhone und seinen lukrativen App Store für sich entdeckte.
Die Übernahme von Firemint ist das i-Tüpfelchen auf einem unglaublichen Jahr für australische Technologie-Unternehmer.
Juli letzten Jahres machte der Australier Andrew Lacy Millionen, indem er sein Startup für Spiele-Apps Tapulous, das für die Hit-Serie “Tap Tap Revenges” verantwortlich zeichnet, an Disney verkaufte. Vorher hatte er bei einem befreundeten Startup-Unternehmer im Silicon Valley auf der Couch geschlafen.
Atlassian, ein Entwickler von Unternehmens-Software, deren Gründer Mike Cannon-Brookes und Scott Farquahar, die sich an der University of New South Wales getroffen, trieb 60 Millionen Dollar durch den Verkauf von Unternehmensanteilen an eine amerikanische VC-Firma auf. Die Gründer hatten das Unternehmen mit Kredit von 10.000 Dollar aus einer Garage heraus in Sydney gestartet.
In die Liste reiht sich auch eine Reihe weiterer australischer Unternehmen ein: OzForex, ein Dienst für Auslandszahlungen über das Internet, 99designs, ein Online-Service für Design, der auf Crowdsourcing basiert und ein Service für Gruppenkauf in Melbourne, der von Groupon gekauft worden ist.

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Apples GarageBand für das iPad macht jeden zum Musiker

Das neue GarageBand von Apple ist ein echter Knüller für das iPad und macht sogar Spaß, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, was der Unterschied zwischen einem Dreiklang und einem Basslauf ist.
Die App richtet sich nicht nur an Musiker, sondern auch an musikalisch völlig Unbegabte und ist daher quasi ein Spiel, das erlaubt automatisch Akkorde und Noten zu kombinieren und aufzunehmen. Dabei sind die sogenannten “Smart Instruments” behilflich, die einem eine Menge der musikalischen Arbeit abnehmen. Es gibt das Smart Keyboard, den Smart Bass, das Smart Drum und besonders die Smart Guitar. Sobald man auf das icon der Smart Guitar tippt, präsentieren sich die sechs Saiten einer Akustik-Gitarre. Die Saiten können durch antippen einzeln gespielt werden oder man spielt einen Akkord, indem man über mehrere Seiten wischt.
Musiker holen einfach noch mehr aus der Software heraus: Zum Beispiel können Gitarristen mit ihrem Saiteninstrument in einer Art Karaoke über die Hintergrundmusik spielen.
Es macht wirklich Spaß und es ist sehr einfach wohlklingende Musik selbst zusammenzustellen. Es gibt eine große Auswahl an sich am Stück wiederholender Akkorde und das Abspielen von aufgenommen Bassläufen liefert erstaunlich satten Klang. Gitarren können zum Beispiel über New Jam, Zubehör von Apogee, über den gleichen Apple-Stecker wie das Ladegerät angeschlossen werden. Apple hat hier mit dem Ziel einen echten Verstärker zu simulieren ganze Arbeit geleistet – inklusive des Halls und der Rückkopplungen, die man von einem riesigen Verstärker erwartet, wenn er voll aufgedreht ist.
Den einen oder anderen Kritikpunkt haben wir neben dem ganzen Lob auch:
Software, die gleichzeitig sehr leicht zu bedienen ist und ein endliches Reportoir an Einstellungen bietet, unterliegt immer der Gefahr schnell langweilig zu werden. Daher wäre die Möglichkeit die Gitarrenläufe, derer man schon überdrüssig geworden ist, abzuändern sehr zu begrüßen.
Leider ist das visuelle Feedback, wo die jeweiligen Tracks im Vergleich zu anderen anfangen und enden während der Aufnahme einer zusätzlichen Spur nicht sichtbar. Mit diesem Feature ließe sich die Musik noch genauer abstimmen.
Allerdings kostet die App weniger als 5 Euro und dafür bekommt man ein kleines, kompaktes Aufnahmestudio, mit dem man doch recht viel experimentieren kann. Und das ist doch schon allerhand.

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OnLive startet Videospiel-Fernsehen auf dem iPad

Wir haben schon von OnLive berichtet. OnLive ist ein Dienst zum streamen von Videospielen. Es ist also quasi in der Spielewelt das, was Netflix für Filme und Fernsehserien ist. OnLive lässt sich als lokaler Client auf dem Mac oder dem PC installieren oder man erwirbt die Set-Top-Box, die den Fernseher zum Spielgerät macht. Der Zugriff auf die einzelnen Spiele wird über Abonnements bezahlt, die für einen ganzen Monat oder auch nur einzelne Tage buchbar sind.

Zunächst mag das vielleicht nicht viel anders klingen als andere Dienste, wie zum Beispiel Valves Steam, aber der Trick bei OnLive ist, dass die Spiele während des Spielens gestreamt werden. Es müssen also keine Downloads komplettiert und aktuell gehalten werden bevor der Spielspaß beginnen kann. Für die Spieleentwickler fällt sämtliche Portierung ihrer Titel weg. Solange eine Breitbandverbindung vorhanden ist, kann also auch ein Mac-User sämtliche vorhandenen Titel spielen.

Jetzt ist der OnLive Viewer für das iPad verfügbar. Damit lassen sich Spiele passiv, ähnlicher einer Fernsehübertragung, verfolgen. Dabei kann zwischen den Spielen wie zwischen Fernsehkanälen hin- und hergesprungen werden. OnLive-Videospieler können Videos einstellen, die zum Beispiel ihre größten Erfolge oder absurdesten Fehler zeigen. Diese können dann wiederum vom Netzwerk der OnLive-Freunde bewertet werden.

Also, OnLive Viewer ist kein komplettes Videospiel-Streaming für das iPad, wie Gerüchte im Vorfeld der Veröffentlichung vermuten ließen. Eine solche App umzusetzen ist auch für OnLive noch eine große Herausforderung. Besonders schwierig ist es die User-Interfaces der großen Spielehits wie Assassin’s Creed oder Modern Warfare, die im OnLive-Angebot enthalten sind, auf dem iPad abzubilden. Sie sind für Konsolen-Controller und die Kombination aus Keyboard und Mouse optimiert. In seiner Pressemitteilung bekräftigt OnLive aber das Vorhaben echte Spielfunktionen in späteren Updates zu integrieren. Welche Spiele dann diese Unterstützung genießen werden bleibt offen.

Der wahre Ehrgeiz von OnLive zeigt sich allerdings in einer weiteren Funktion, die die iPad-App bereitstellt: OnLive erlaubt es Windows 7-Apps auf dem iPad zu verwenden. Unbesehen, ob man nun Windows 7-Software auf dem iPad verwenden will oder nicht, zeigt das die Ambitionen von OnLive auf, Server-Applikationen auf beliebigen Endsystemen laufen zu lassen.

Bis OnLive in Deutschland verfügbar ist, sind vielleicht schon echte Spielfunktionen integriert. Im Moment ist OnLive nur in den USA zugänglich. Die App ist kostenlos und die Abonnements fangen bei 5 Dollar für einen einzelnen Tag an.

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Die Ehrenmedaille kann nicht mehr gegen die Taliban gewonnen werden

Electronic Arts geben dem öffentlichen Druck nach und nehmen die Taliban aus Medal of Honor. Zunächst hatten die Spielentwickler “nur” den britischen Verteidigungsminister, Liam Fox, gegen sich. Zu Yahoo sagte er “Die Taliban sind dafür verantwortlich, dass Kinder ihre Väter und Frauen ihre Ehemänner verloren haben.” Da er es für verwerflich hielte, dass Spieler die Taliban verkörpern könnten, rief er den Einzelhandel dazu auf sich das Spiel nicht in die Regale zu stellen.
Auch ähnliche Äußerungen des Bundeswehrverband brachte Electronic Arts nicht aus der Ruhe. Das Unternehmen begründete seine Haltung mit dem Anspruch seine Spiele so realistisch wie möglich zu gestalten.
Nun werden, ganz wie von Fox beabsichtigt, wohl die kommerziellen Einflußmöglichkeiten der Gegner den Ausschlag für den Sinneswandel gegeben haben. Denn auch die US-Armee hält nichts von Realismus, wenn das bedeutet, dass ihr Erzfeind ihr auch in die virtuelle Freizeit folgt. Anders als der britischen Verteidigungsminister kontrolliert die Army allerdings starke Vertriebskanäle direkt. In Armee-eigenen Läden und Online-Shops werden die Soldaten mit allen Arten von Unterhaltungselektronik versorgt. EA wurde es nun wohl angesichts des drohenden Verlusts dieser Absatzmöglichkeit zu heikel und ist kleinlaut zurückgerudert. Wie aus anderen Kriegsspielen bekannt, werden nun unspezifische “Opposing Forces” anstatt der Taliban kämpfen.

Auch an einem anderen aktuellen Beispiel wird deutlich wie schnell man sich beim Umgang mit dem Thema Gewalt schnell die Finger verbrennen kann, wenn die Öffentlichkeit, ob berechtigt oder nicht, daran Anstoß nimmt. So hat die HfG Karlsruhe die Veröffentlichung des Mauerschützenspiels 1378(km) diesen Sonntag zum Tag der Deutschen Einheit abgesagt. Wie gestern berichtet, gerieten die Hochschule und der Student, der das Spiel entwickelt hat, unter Beschuss durch Politiker und Verbände der Maueropfer, die das Projekt für gewaltverherrlichend halten.
Während Electronic Arts wohl trotzdem sein Ziel erreicht hat, nämlich Publicity für Medal of Honor und ein Rauschen im Blätterwald für das Unternehmen zu erzeugen, hat es den jungen Entwickler der HfG Karlsruhe härter getroffen. Der totale Stopp der Veröffentlichung seines Spiels ist sicher eine herbe Enttäuschung. Entwickler von Spielen, in denen Gewalt ein Thema ist, sind sicher gut beraten in Zukunft noch umsichtiger zu handeln und mögliche Reaktionen der Öffentlichkeit einzukalkulieren.

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