Computer

Mobiler DSL Speedtest: Wissen, wie schnell man wirklich ist

Bei der Nutzung von Mobiltelefonen tritt die Telefonfunktion zunehmend in den Hintergrund. Moderne Handys und Smartphones sind Unterhaltungsmaschinen und Büros im Hosentaschenformat. Zentrales Feature ist dabei der Hochgeschwindigkeitsinternetanschluss. Ob der aber halten kann, was das Datenblatt verspricht, hängt nicht allein von den verbauten Komponenten ab. Ein Speedtest verschafft Klarheit.

Theoretisch so schnell wie DSL

Wie eine Studie kürzlich herausfand, gehört das mobile Internet für etwa 30 Prozent der Deutschen längst zum Alltag. Neben Surfsticks sind internetfähige Mobiltelefone der beliebteste Zugangspunkt. Schnelle Modems in den Handys und Smartphones und gut ausgebaute Mobilfunknetze, die mittlerweile zu circa 80 Prozent mit UMTS oder dem Datenturbo HSPA aufgerüstet wurden, ermöglichen ein angenehmes Nutzungserlebnis.

Vergleicht man die theoretisch mögliche Bandbreite von mobilen Internetanschlüssen zu den herkömmlichen DSL-Verbindungen über das Telefonnetz, sind beide Varianten nahezu gleichauf. So versprechen die schnellsten auf dem Markt üblichen Smartphones Verbindungsgeschwindigkeiten bis zu 14,4 MBit/s, was nur knapp unter der Übertragungsrate von DSL 16000-Anschlüssen liegt. Diese liefern etwa 15,6 MBit/s. In der Realität liegen die Geschwindigkeiten aber oft deutlich darunter. Wie beim DSL-Anschluss macht es also auch beim mobilen Internet Sinn, die tatsächliche Geschwindigkeit kann ein mobiler Speedtest ermitteln.

Speedtests liefern Klarheit

Die dafür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind vielfältig. So gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Apps, die für alle gängigen Smartphone-Modelle angeboten werden. Nach der Installation lässt sich die Verbindungsgeschwindigkeit per Tastendruck ermitteln. Als Alternative haben sich mittlerweile auch eine Reihe von Testseiten im Internet etabliert. Diese bieten den Speedtest nicht nur für DSL-Anschlüsse, sondern auch für Handys an.

Sollte das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprechen, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum einen beeinflusst die Entfernung zum Server die Geschwindigkeit, zum anderen sind die Netze trotz hoher Abdeckung lokal unterschiedlich gut ausgebaut. Einen ersten Hinweis kann der Blick auf das Display liefern. Steht dort als Statusanzeige statt eines “3G” oder eines “H” für HSPA nur ein “E” als Kürzel für EDGE, ist die niedrige Geschwindigkeit auf das Netz zurückzuführen.

zum Artikel

Microsoft stellt Test-Version von Windows 8 zum Download bereit

Microsoft hat mit einer Vorschau auf Windows 8 gezeigt, dass es seine Pläne Windows komplett zu überholen wahr gemacht hat. Die Vorschau auf die nächste Generation des Betriebssystems ist seit Dienstag-Nacht verfügbar. Zunächst richtet sich die Veröffentlichung an Entwickler, aber jeder, der möchte, kann das Betriebssystem herunterladen und es ausprobieren, solange man bereit ist die Risiken, die mit Beta-Software verbunden sind, zu akteptieren. Microsoft bietet keinen Support für die Version vor der offiziellen Veröffentlichung.
Es ist kaum überraschend, dass viele diesem Angebot gefolgt sind. Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, Steve Balmer, sagte, dass mehr als 500.000 Interessierte Windowns 8 in den ersten 12 Stunden, nachdem die Vorschau online gegangen war, heruntergeladen haben. Und viele von ihnen drückten ihre Begeisterung, Zufriedenheit oder Frustration über das Betriebssystem per Twitter aus.
Es gab ja schon vorher Nachrichten zu Windows 8, aber nun hatten Windows-Nutzer zum ersten Mal die Gelegenheit es auszuprobieren und sich kleinere Details selbst anzuschauen.
Das Betriebssystem ist von Grund auf darauf ausgerichtet mit berührungsempfindlichen Bildschirmen zusammenzuarbeiten – nicht nur Tablets, sondern auch Laptops und Desktops mit entsprechenden Fähigkeiten. Microsoft betont natürlich, dass Windows 8 auch genauso gut mit Tastatur und Maus funktioniert und diese Behauptung kann jetzt überprüft werden.
Auch die Umsetzung des Benutzeroberfläche “Metro”, die wir schon von Windows Phone 7 kennen, kann unter die Lupe genommen werden. Kacheln, die auf Berührung reagieren, Apps, die im Vollbildmodus funktionieren und Gestensteuerung sind jetzt auch auf Windows Standard. Das ist nicht schlecht für ein Betriebssystem, das offensichtlich weniger Speicherplatz benötigt, als seine Vorgänger. Microsoft hat in einer Demo einen Rechner gezeigt, der Windows 8 mit 100 MB weniger RAM betreibt als Windows 7.
Ein großer Teil der Begeisterung über Windows 8 hat damit zu tun, dass Microsoft das Betriebssystem darauf zugeschnitten hat nicht nur auf der herkömmlichen Kombination aus Intel-Prozessor und Windows-Betriebssystem zu laufen, sondern auch auf Geräten, die auf der ARM-Architektur basieren
Wir dürfen gespannt sein, ob Windows 8 so revolutionär ist, wie Microsoft behauptet oder ob es ein weiteres Vista wird.

zum Artikel

Sicherheitsmängel: Browser-Hersteller sperren alle niederländischen Zertifikate

Der Netzwerk-Einbruch in die Institution zur Ausstellung von Internet-Sicherheitszertifikaten in den Niederlanden, DigiNotar, betrifft neben einer nahezu perfekten Fälschung der Zertifikate von Google.com mehr als 200 weitere SSL-Schlüssel von mehr als 20 verschiedenen Domains, so teilte ein hoher Manager der Mozilla Foundation, die den Firefox-Browser herausgibt, mit.
Als direkte Verurteilung der unzureichenden Sicherheitsstandards von DigiNotar zählte der Director of Engineering, Johnathan Nightingale, eine Reihe von Fehlern auf, die große Gruppen innerhalb des Internets Risiken aussetzt. Schlimm genug, dass die Institution ihre Zertifikate, die sie herausgibt, nicht im Griff hat. Diese Fehler werden noch weiter aggraviert, indem DigiNotar sechs Wochen gebraucht hat, um Mozilla über die gefälschen Zertifikate, von denen die Institution schon Mitte Juli gewusst hatte, in Kenntnis zu setzen.
Nightingale schrieb in einer Verwarnung an DigiNotar, dass “Zwischenfälle wie dieser den Bedarf aktiver, unmittelbarer und umfassender Kommunikation zwischen den Ausstellern der Zertifikate und den Software-Herstellern demonstrieren, damit alle unsere Nutzer online sicher bleiben.”
Nightingale bestätigte weiterhin, was schon vorher berichtet worden war: Mozilla stattet seine Software mit Updates aus, die zwei Zertifikaten von DigiNotar ab sofort sämtliches Vertrauen absprechen. Zuvor hatten Mozilla, Google und Microsoft Zertifikate akzeptiert, nachdem die niederländischen Vertreter glaubhaft versichert hatten, dass sie nicht von der Verletzung der Sicherheits-Perimeter, die am 19. Juli entdeckt worden war, in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
“Die niederländische Regierung hat DigiNotar seitdem erneut überprüft und der bisherigen Einschätzung widersprochen,” schrieb Nightingale. “Wir entfernen nun die Ausnahmeregelung für diese Zertifikate, was bedeutet, dass alle DigiNotar-Zertifikate von Mozilla-Produkten als nicht vertrauenswürdig eingestuft werden. Wir wissen, dass andere Browser-Hersteller ähnliche Anpassungen vornehmen.”
Ungefähr um dieselbe Zeit herum, zu der Nightingale seine Mitteilung machte, brachte Google eine neue Version seines Browsers Chrome heraus, der ebenfalls allen Zertifikaten von DigiNotar das Vertrauen entzieht.
Währenddessen berichteten niederländische Nachrichtenkanäle, dass der niederländische Innenminister Piet Hein Donner am frühen Samstagmorgen eine Pressekonferenz gegeben hatte, in der er Pläne ankündigte “die Kontrolle der Intenet-Sicherheit einer anderen Firma zu übergeben.”

zum Artikel

Sony sind immernoch Uber-Nerds

Man fühlt sich fast als wär es wieder 1990! Sony hat heute angekündigt ein Head-Mounted-Display auf den Markt zu bringen, das 2D und 3D anzeigen kann.
Sony hat das Display auf der diesjährigen CES in Las Vegas vorgeführt. Es leuchtet natürlich als ob es direkt aus “Tron” käme. Damals dachten alle, dass es, wie so häufig auf der CES, halt eine typische Technologie-Demo sei und es schien auch nicht so, als ob Sony das Headset wirklich produzieren werde.
Wir werden eines Besseren belehrt: Sony bringt das Gerät tatsächlich diesen Herbst in Japan auf den Markt. Es hat den handlichen Namen Head Mounted Display Personal 3D Viewer HMZ-T1 und kann mit zwei 720p OLED-Bildschirmen aufwarten, die versprechen den Träger tief in optische und akustische 3D-Welten zu tauchen. Auf der CES musste Sony noch den Kopf des Trägers ausmessen, damit der Helm richtig ausgerichtet wird. Man hat auch Klagen darüber gehört, dass man das Display mit den Händen halten müsse, damit es nicht herunterfällt.
Es wirkt also alles etwas komisch und erinnert auch an antiquierte Science-Fiction-Filme. Aber das gehört wahrscheinlich einfach so bei Head-Mounted-Displays.
Man darf Sony auf jeden Fall für den Mut gratulieren etwas, das so nach Prototyp aussieht, in die Läden zu bringen. Das erinnert an frühere Zeiten, als Sony nerdige und doch auch eindrucksvolle Hardware entwickelte, die als Massenware nicht immer sinnvoll waren und sich auch nicht unbedingt gut verkauften, aber man trotzdem froh war, dass Sony es produziert hat. Schließlich geht es hier um das Unternehmen, das Roboter-Hunde hergestellt und verkauft hat.
Eine offizielle Pressemitteilung sagt, dass das Head Mounted Display Person 3D Viewer HMZ-T1 am 11. November in den Verkauf gehen wird. Der Preis wird noch als “open” geführt, aber Experten glauben, dass es wohl für 800 US-Dollar zu haben sein wird. Es wird wohl ein ordentlicher Ladenhüter werden, aber einer, der aufzeigt, dass Sony noch Nerd-Potential hat.

zum Artikel

IBM entwickelt gehirn-ähnlichen Prozessor

IBM hat einen Mikroprozessor entwickelt, von dem Big Blue behauptet, dass er dem menschlichen Gehirn so nah kommt, wie nichts zuvor.
Das System hat die Fähigkeit sich “neu zu verdrahten”, sobald es auf neue Information trifft, ähnlich der Art und Weise wie biologische Synapsen funktionieren.
Forscher glauben, dass die Technologie durch den Nachbau dieser Eigenschaft wirklich lernen könnte. Kognitive Computer könnten schlussendlich dazu verwendet werden menschliches Verhalten zu verstehen oder um die Umwelt zu überwachen.
Dharmendra Modha, IBMs Projektmanager, erklärte, dass das Unternehmen versucht durch “Reverse-Engineering des Gehirns” Teile des menschlichen Geistes wie Emotionen, Wahrnehmung, Tasten und Denken nachzubilden.
Das System namens SyNAPSE verwendet zwei prototypische “neurosynaptische Computer-Chips”. Beide haben 256 Rechenkerne, die die Wissenschaftler als das elektronische Pendant zum Neuron beschreiben. Ein Chip hat 262.144 programmierbare Synapsen, während der andere 65.536 lernfähige Synapsen enthält.
Im menschlichen Gehirn, genauso wie bei Tieren, schließen sich abhängig von unseren Erfahrungen mit der Welt physische Synapsenverbindungen zwischen Gehirnzellen. Der Lernprozess besteht hauptsächlich aus der Bildung und Stärkung solcher Verbindungen.
Eine Maschine kann ihre elektronischen Schaltkreise nicht schließen und wieder lösen. Allerdings kann sie ein solches System simulieren, in dem “die Lautstärke” wichtiger Eingangssignale hochgedreht wird und andere weniger Beachtung finden. IBM hat noch keine genauen Details dazu veröffentlicht wie der SyNAPSE-Prozessor funktioniert, aber Dr. Richard Cooper, ein Dozent für koginitive Wissenschaften an der Birkbeck University of London sagte, dass er höchstwahrscheinlich physische Verbindungen durch die Verwendung einer “Virtual Machine” nachbildet.
Statt stärkerer und schwächerer Verbindungen würde sich ein solches System einfach merken wie viel “Aufmerksamkeit” jedes einzelne Signal bekommen soll und dies abhängig von neuen Erfahrungen anpassen.
Einige Visionäre der Welt der kognitiven Computerberechnungen spekulieren schon, dass die Technologie den Wendepunkt markiert, an dem künstliches Bewusstsein möglich wird.
Allerdings ist Dr. Mark Bishp, Professor für Cognitive Computing an der Goldsmiths, hier vorsichtiger: “Ich verstehe Kognition als etwas, das über einem von Computern simulierten Prozess steht und sehe solche Behauptungen als Hokuspokus an.”

zum Artikel

Banner buchen

Wenn du einen Bannerplatz auf unserer Website buchen, einen Linktausch vorschlagen, oder Artikel schreiben möchtest, klicke hier.