Computer

Google erlaubt Löschung von Router-Daten

Google hat sich am Dienstag dazu bereit erklärt, weltweit die Möglichkeit anzubieten Name und Ort des eigenen Wlan-Routers aus der Datenbank des Unternehmens zu löschen, nachdem Datenschutzbeauftragte aus den Niederlanden dies verlangt hatten.
Google verwendet die Daten dazu, die Lokalisierung von Mobiltelefonen und anderen mobilen Geräten, die sich in der Reichweite der Router befinden, zu verbessern.
Die Vereinbarung, die von Google und der Niederländischen Datenschutzbehörde veröffentlicht wurde, beinhaltet, dass Besitzer von Wlan-Routern “_nomap” an den Namen ihres Routers hängen können, um Google mitzuteilen, dass die Informationen nicht in die Datenbank fließen sollen.
Falls sehr viele sich für die Löschung entscheiden, könnte Googles Fähigkeit genaue ortsabhängige Dienste anzubieten beeinträchtigt werden. Das Unternehmen müsste dann Mobilfunkmasten und GPS verwenden, um den Aufenthaltsort eines mobilen Gerätes zu bestimmen. Das könnte zu weniger genauen Angaben und höherer Batterienutzung führen.
Jacob Kohnstamm, der Vorsitzende der Niederländischen Datenschutzbehörde sagte: “Wir hoffen alle, dass größere Unternehmen angesichts solcher Zwangsmaßnahmen, dazu übergehen werden den Datenschutz von sich aus und von Anfang an zu berücksichtigen, sodass wir gar nicht erst aktiv werden müssen.”
Google sah sich für seine illegale Datensammlung schon einer Strafdrohung in Höhe von einer Million Euro durch die Niederländische Behörde gegenüber.
Kohnstamm sagte, dass “angenommen Google folgt der Vereinbarung, die Strafe nicht erhoben [werde].”
Die Niederlande setzen Datenschutzgesetze in Europa mit am aggressivsten durch, indem Sanktionen und gerichtliche Schritte angewandt werden, um Unternehmen, die ihre Geschäfte über das Internet abwickeln, bezüglich des Sammelns persönlicher Daten streng zu regulieren.
Google war in den Fokus von Datenschutzbeauftragten von Europa bis Hong Kong geraten, nachdem bekannt geworden war, dass seine “Street View”-Fahrzeuge persönliche Daten über Wlan-Router sammelten, während sie Umgebungskarten anfertigten. Dieser Vorgang beschränkte sich nicht nur auf die Namen und Standorte von Routern, sondern erstreckte sich auch auf Daten, die gerade über die jeweiligen Netzwerke verschickt wurden. Google schrieb diese widerrechtliche Datensammlung einem Programmierfehler zu und entschuldigte sich öffentlich.

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Deutsche Regierung setzt illegal Trojaner ein

Über das Wochenende ist der Verdacht aufgekommen, dass die Bundesregierung den sogenannten “Bundestrojaner” entgegen bisheriger anders lautender Beteuerungen doch nutzt, um heimlich Informationen aus privaten Computern zu ziehen. Viele offizielle Stellen beeilten sich daraufhin die Verwendung des Programms zu verurteilen.
Die Anschuldigungen, die der Chaos Computer Club erhebt, hat viele Offizielle dazu veranlasst herauszufinden wer die Software, die nicht nur versendete Daten sammelt, sondern auch eine Hintertür im System öffnet, um Fahndern die Möglichkeit zu geben weitere Spyware zu installieren, wohl authorisiert habe.
Die Angelegenheit konnte auf einer regelmäßig stattfindenden Pressekonferenz der Bundesregierung am Montag nicht zufriedenstellend geklärt werden, als ein Sprecher des Innenministeriums sagte, dass die Software drei Jahre alt sei und nie auf Bundesebene zum Einsatz gekommen sei.
Dabei ist zu bedenken, dass gewisse Teile der Bundesregierung wie zum Beispiel der Zoll nicht dem Innenmisterium unterstellt sind. Außerdem werden die Landesregierungen verdächtigt, die die Hoheit über die eigene Polizei haben.
So ist Bayern in den Fokus gerückt, nachdem ein Münchner Anwalt mitteilte, dass einem seiner Mandanten die fragwürdige Software während einer Prüfung seines Rechners durch den Zoll installiert worden sei.
Die Software war so verändert worden, dass sie die Aufnahme von Screenshots auf dem Computer ermöglichte, teilte der Anwalt Patrick Schladt in einer Blog-Nachricht mit.
Der Chaos Computer Club hat die Software auf mehreren weiteren Rechnern überall in Deutschland in aktiviertem Zustand gefunden.
Der Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert sagte, dass jedwede Verwendung der Technologie eindeutig illegal sei und untersucht werde.
Viele Politiker der Opposition, aber auch aus den eigenen Reihen der Regierung, prangerten diese Verletzung des Datenschutz und den Missbrauch von Fahndungswerkzeugen an.
Inzwischen ist klar, dass der Bundestrojaner in Hessen entwickelt wurde. Das hessische Unternehmen DigiTask hat sich über seinen Anwalt als Urheber zu erkennen gegeben.
Weiterhin musste der bayerische Innenminister Joachim Herrmann von der CSU zugeben, dass die illegale Software in seinem Bundesland eingesetzt wurde.
Währenddesen kann, solange der eigene Rechner mit den üblichen Virenschutzprogrammen ausgerüstet ist, für die Bürger Entwarnung gegeben werden. Der Code des Regierungstrojaners ist nicht besonders raffiniert getarnt und wird vom Routinecheck einer handelsüblichen Anti-Virensoftware problemlos erkannt.

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Günstigster Apple-Rechner Mac Mini beschleunigt

Seit seiner Veröffentlichung im Januar 2005 ist der Mac Mini der günstigste Mac, den Apple verkauft, und damit auch die erschwinglichste Möglichkeit an Hardware zu kommen, die mit OS X läuft. In der Vergangenheit hieß das häufig, dass man sich mit älteren Komponenten zufriedengeben musste.
Das hat sich im Juli geändert, als der neuste Mini einer umfassenden Überholung unterzogen wurde. Dabei wurden ihm auch einige ordentliche Verbesserungen bezüglich der Rechengeschwindigkeit zu teil.
Die günstigeren Minis haben einen 2,3 GHz Dual-i5-Core von Intel und 2 GB Hauptspeicher, der mit Speicherchips von Drittanbietern auf 16 GB aufgerüstet werden kann. Weiterhin gibt es eine 500 GB Festplatte und, mit der HD Graphics 3000, integrierte Grafikleistung von Intel. Dieses Modell bekommt man in Deutschland ab 560 Euro. Für ungefähr 150 Euro mehr bekommt man den schnelleren Chip mit 2,5 GHz. Dazu gibt es dann 4 GB Hauptspeicher und eine AMD Radeon HD 6630, die sich den Videospeicher im Gegensatz zur Grafiklösung von Intel nicht teilen muss.
Die Minis haben außerdem den neuen Thunderbolt-Port. Thuderpolt ersetzt den Mini DisplayPort, aber da der neue Anschluss dieselbe Form hat wie der alte, arbeiten alle Bildschirme oder Adapter, die mit dem alten funktioniert haben, auch mit dem neuen zusammen. Der größte Unterschied ist nicht direkt von außen sichtbar. Thunderbolt ist eine neue Übertragungstechnologie, die Daten sehr viel schneller als bisherige Technologien bewegt. So ist Thunderbolt etwa zwanzig mal schneller als USB 2.0 und zwölf mal schneller als FireWire 800.
Die Grafikkarten des Mini unterstützen den gleichzeitigen Anschluss von Monitoren sowohl über HDMI als auch Thunderbolt. Die AMD Radeon Grafikkarte erlaubt den Anschluss von bis zu drei Bildschirmen gleichzeitig, solange die Monitore über Thunderbolt angeschlossen werden.
Der neue Mini ist nur 1,4 Zoll hoch und hat seine quadratische Grundfläche von 7,7 Zoll beibehalten. Er wiegt nur 1,2 kg und wirkt absolut stabil. Das kommt vorallem dadurch, dass das Gehäuse nach Apples patentiertem “Unibody-Carving” en block aus einem Stück Aluminium geschnitten wird.

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Auch Microsoft sammelt gegen den Willen des Nutzers ortsbezogene Daten

Microsoft wird mit der Anschuldigung verklagt, dass Smartphones, die mit Windows-Software laufen, ortsbezogene Daten sogar dann an Microsoft schicken, wenn der Besitzer die Erlaubnis für das Senden dieser Daten abgelehnt hat. Genauer geht es hier um eine Kamera-Applikation, die laut der Unterlagen zum Gerichtsverfahren, Informationen zum Aufenthaltsort sammelt und sie an Microsoft-Server überträgt. Die App setzt das Senden dieser Informationen sogar dann noch fort, wenn der Nutzer “Abbrechen” auf die Frage “Der Kamera erlauben den Aufenthaltsort zu verwenden?” antwortet.
Kurz nachdem die Klage eingereicht war, postete Microsoft ein Update auf der FAQ-Seite “Windows Phone Location and my privacy”. Sinngemäß teilte das Unternehmen mit, dass Microsoft kürzlich erfahren hätte, dass das Smartphone, sobald der Nutzer die Kamera auf einem Windows Phone verwendet, Daten über nahegelegene Mobilfunkmasten und Wlan-Hotspots an Microsofts Datenbank zur Ortsbestimmung schicke. Weiterhin verspricht das Unternehmen “diesem Vorwurf nachzugehen”.
Offensichtlich untersucht Microsoft diesen Sachverhalt immer noch. Die Mitteilung wurde bisher nämlich nicht verändert.
Das Sammeln der ortsbezogenen Daten straft auch die Versicherungen über Windows Phone 7 dieses Jahr gegenüber dem US-Repräsentantenhaus lügen: “Microsoft sammelt keine Informationen, um den ungefähren Aufenthaltsort eines Geräts zu bestimmen, außer der Nutzer hat einer Applikation ausdrücklich erlaubt ortsbezogene Daten zu sammeln.”
Inzwischen wurden die Vorwürfe von verschiedenen Blogs in eigenen Tests nachvollzogen. Schließlich ist es verhältnismäßig einfach zu tracken was über eine eigene Wlan-Verbindung läuft, über die ein Windows Phone 7 sendet. Damit ist bewiesen, dass die Kamera-Applikation wirklich spezifische ortsbezogene Informationen an Microsoft-Server schickt, auch wenn diese Funktion eigentlich abgeschaltet worden war.
Man könnte Microsoft noch zu Gute halten, dass diese Informationen zwar gesendet, aber vielleicht auf der Server-Seite nicht gespeichert werden. Aber erstens ist das schwer zu glauben und zweitens widerspricht schon das reine Senden dem, was Microsoft nicht nur seinen Kunden, sondern auch dem US-Repräsentantenhaus versprochen hat.
Es bleibt abzuwarten wie der Prozess ausgeht.

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