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Facebook will mit Java-App die Schwellenländer erobern

Facebook ist eine der beliebtesten kostenlosen Apps im App Store und im Android Market, aber was tut man, wenn man kein iPhone und auch kein schickes Android-Gerät hat?
Die neue App “Facebook for Every Phone” zielt darauf ab dieses Problem mit einer Version des Social Networks zu lösen, die auf mehr als 2500 verschiedenen Java-fähigen Mobiltelefonen funktioniert.
Facebook sagte in einem Blog-Eintrag, dass diese App nicht nur die beliebtesten Features von Facebook, wie den News Feed, die Inbox und die Anzeige der hochgeladenen Fotos, enthalte, sondern auch erlaube Fotos hochzuladen und Freunde aus dem Telefonbuch hinzuzufügen.
Die App ist auf der ganzen Welt über m.facebook.com verfügbar, denkbar einfach herunterzuladen und zu installieren: Nach Aufruf der Adresse scrollt man nach unten, klickt auf den Download-Link oder gibt direkt d.facebook.com/install in den Browser ein. Die App ist auch über einige kleinere App-Stores wie GetJar, Appia und Mobile Weaver zu bekommen.
Im Moment läuft Facebook for Every Phone auf jedem Java-fähigen Mobiltelefon, aber Facebook hat schon angekündigt daran zu “arbeiten die App in der Zukunft mit noch mehr mobilen Geräten kompatibel zu machen.”
Um potentielle Nutzer in Schwellenländern zum Ausprobieren der App zu animieren, hat sich Facebook mit einer Reihe von global tätigen Mobilfunkanbietern zusammengetan, um zusammen mit der App 90 Tage kostenlose Datenkommunikation anzubieten. Bei diesen Partnern sind Aircel, Airtel, Idea, Reliance und Banglalink in Indien, genauso wie Smartfren, Telkomsel, Three und XL in Indonesien dabei. Die komplette Liste findet sich auf dem Blog von Facebook.
2009 hat Facebook eine abgespeckte Version seiner Seite für Nutzer in Indien und den USA vorgestellt, die sich Facebook Lite nennt. Die minimalistische Benutzeroberfläche ist auf Nutzer mit lansamen Datenverbindungen ausgelegt und erlaubt Kommentare, Freunde zu akzeptieren, Fotos zu betrachten, den eigenen Status zu sezten und auf die Pinnwand von Freunden zu schreiben. Allerdings wurde dieser Dienst 2010 abgeschaltet.
Wer ganz tief in die mobile Nutzung von Facebook eintauchen will, schaut sich am besten das HTC Status an, das zumindest in den USA am 17. Juli erscheint und auch das “Facebook Phone” genannt wird.

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Hat Apple die richtige Strategie bezüglich mobiler IT-Sicherheit?

Inzwischen wissen IT-Profis, die wert auf Sicherheit legen, von der neuen und verbesserten Version des iOS-Jailbreak “jailbreakme”, die jetzt auch das iPad2 unterstützt. Auf geniale Art und Weise nutzt die Software eine Schwäche im Code der PDF-Anzeige von iOS aus. Dieser Hack ist nicht nur durch seine Unabhängigkeit vom speziellen Gerät besonders bemerkenswert. Neben dem Faktum, dass er nicht nur auf dem iPhone und dem iPod Touch, sondern auch auf dem nagelneuen iPad 2 funktioniert, werden komplett harmlos wirkende PDF-Dateien, die über den im Browser integrierten PDF-Viewer aufgerufen werden, zur Verbreitung ausgenutzt.
Während die Andwender des Jailbreaks im Allgemeinen wissen worauf sie sich einlassen, könnte dieselbe Technik auch durch böswillige Eindringline zu heimlichen Schandtaten verwendet werden. So könnten für schädliche Zwecke modifizierte PDF-Dateien über verschleiernde URL-Verkürzung und Twitter- oder Facebook-Feeds eingeschuggelt werden. Bisher ist zwar noch keine konkrete schädliche Anwendung dieser Technik bekannt geworden, aber ein Posting auf dem Blog von F-Secure, das wir hier frei übersetzen, legt dar, dass es möglich ist:
“AntiSec-Hacker tweeten links zu PDF-Dateien, mit denen der Jailbreak funktionieren soll. Sobald jemand aus seiner Twitter-App heraus auf so einen Link klickt, öffnet sich Safari [...] und dann versucht Safari das PDF anzuzeigen. Und dann… jailbreak.”
Natürlich verspricht Apple einen Patch für diese Sicherheitslücke von iOS und im Hinblick auf das letzte Mal, als diese PDF-Schwachstelle ausgenutzt worden war (nämlich im August), wird der Fix wahrscheinlich schnell kommen.
Allerdings wirft dieser Vorfall ein Schlaglicht auf eine größere Angelegenheit: Welche Strategie sollte Apple, oder auch jeder andere Hersteller mobiler Geräte, bezüglich der IT-Strategie fahren? Auch wenn iOS viele Sicherheitstechniken integriert, die in der offeneren PC-Welt nicht zum Einsatz kommen, demonstriert dieser Vorfall klar, dass das Betriebssystem lange nicht immun gegen ernste Sicherheitslücken ist.
Nachdem diese spezielle Lücke nun zum dritten Mal gestopft werden muss, stellt sich die Frage, ob Apple nicht langsam mehr tun sollte als einfach nur mit einem weiteren Patch zu reagieren.

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Die Trends abseits des Hardcore-Gaming

Für die, die sich in der manchmal etwas geheimnisvollen Welt der Videospiele nicht so auskennen: Die E3 ist die Electronic Entertainment Expo, eine jährliche Messe, die sich mit allen Arten der interaktiven Unterhaltung befasst – also, fast allen Arten. Sogenannte Social und Casual Games genießen hier wenig Beachtung. Auch die Idee der Gamification wird von den Vielspielern, um die die Messe sich hauptsächlich dreht, eher gering geschätzt. Es gab jedoch ein paar wertvolle Lektionen, die man mitnehmen konnte, wenn man sich für letzteres interessiert.
Die Leute lechzen nach spielerischen Erlebnissen
Trotz des Mangels an Respekt gegenüber Spielen von Unternehmen wie Zynga, war Empires & Allies, das neuste Produkt der Facebook-Spieleschmiede, eines der heißesten Themen während der E3. Ganz anders als viele andere Social Games bietet E&A eine Menge echtes Spielerlebnis, indem das Sammeln von Ressourcen und der Städtebau mit altmodischen rundenbasierten Kämpfen kombiniert wird. Im Bereich der Konsolenspiele wäre das ein alter Hut. Für das Facebook-Publikum ist das nur ein Vorbote zukünftiger Entwicklungen.
Es gibt kaum neue Ideen
Wer gute neue Ideen hat, sollte jetzt damit herauskommen. Es gab kaum einen Aussteller auf der E3, der nicht einfach nur eine Fortsetzung eines Spielerfolgs präsentieren würde. So konnte man mehr als ein Dutzend große “Teil 3”-Spiele finden – unter anderem “Gears of War 3”, “Uncharted 3” und “Battlefield 3”.
Die Konsolen-Industrie weiß immer noch nicht wie sie Wenigspieler anlocken soll
Ein Grundsatz der Gamification lautet Spielmechanik in Bereiche zu übertragen, die vorher nichts mit Spiel zu tun hatten. Microsoft, Sony und Nintendo sind immer noch dabei diesen Ansatz zu perfektionieren. Nintendo Präsident Satoru Iwata sagte Reportern, dass er kein Interesse an kostenlosen oder Social Games habe. Sony hat sehr viel in sein kompliziertes mobiles Spielsystem PlayStation Vita investiert und zielt auch damit auf Vielspieler ab. Microsoft überschüttet seine alternde Xbox360 weiterhin mit Extra-Zubehör wie zum Beispiel Stimmeneingabe und TV-Streaming.
Langsam fühlt man sich sogar dazu verleitet die überaus erfolgreiche Wii als einen zufälligen Glücksgriff anzusehen. Die mobile 3DS kommt nicht im Massenmarkt an und die neue “Wii U”-Konsole verkompliziert das Spielsystem völlig unnötig, sodass auch hier der Massenmarkt, der die ursprüngliche Wii zum Erfolg gemacht hat, eher verschreckt wird.

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Google startet Dienst zum Management der eigenen Online-Identität

Google hat “Me on the Web” gestartet, ein neues Werkzeug, das jedem mit einem Google-Konto erlaubt ein Auge darauf zu haben welche persönlichen Informationen über einen selbst im Netz auftauchen.
“Me on the Web” eröffnet Nutzern die Möglichkeit Email-Benachrichtigungen zu erstellen, die versandt werden, sobald neue persönliche Information von Googles Such-Roboter entdeckt werden.
Das System springt jedes Mal an, wenn zum Beispilel der Name des Nutzers irgendwo erwähnt wird oder wenn die Email-Adresse veröffenticht wird. Alternativ kann man eigene Bedingungen für die Benachrichtigung definieren, wie zum Beispiel die Erwähnung der eigenen Telefonnummer oder Adresse.
Das neue Feature erleichtert auch den Zugang zu bekannten Google-Tools, die dem Nutzer helfen persönliche Informationen aus der Suchmaschine zu löschen.
Laut Google ist “Me on the Web” darauf ausgelegt Nutzern zu helfen das, was andere über sie online veröffentlichen, zu kontrollieren.
Im Grunde ist “Me on the Web” nichts anderes als der bekannte Dienst Google Alerts, der den Nutzer per Email über vorher angelegte Suchbegriffe informiert. “Me on the Web” wurde aber in das Google Dashboard gesetzt, über das man sein Konto konfiguriert. Dadurch ist der neue Dienst sehr sichtbar und leicht zugänglich.
Es könnte sein, dass Google versucht der ungerechtfertigten Verunglimpfung über das Internet etwas entgegenzusetzen. In letzter Zeit kam es immer wieder vor, dass sich Gruppen zusammenschlossen, um vermeintlich illegale Machenschaften Einzelner aufzudecken oder um Menschen, die unfreiwillig ins Rampenlicht geraten waren zusätzlich unter Beschuss zu nehmen.
Vielleicht kann der neue Service sogar einer schnellen Reaktion auf den Diebstahl großer Datenmengen behilflich sein. Die Hacker-Gruppe LulzSec veröffentlichte kürzlich 26.000 Email-Adressen, die sie angeblich aus Webseiten mit pornographischem Inhalt gezogen haben.
Die Privatsphäre ist auch politisch ein heißes Thema. Besonders im Bereich mobiler Kommunikation, wo verschiedene Regierungen gerade neue Gesetze diskutieren, um ihre Bürger zu schützen. Facebook tappt mit seinen Richtlinien zur Privatsphäre regelmäßig in Fettnäpfchen. Aktuell war das wieder mit der Automatisierung des Foto-Tagging so.

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WWDC: iCloud ist da!

Auf seiner jährlichen Worldwide Developer Conference in San Francisco hat Apple eine Reihe neuer Online-Dienste enthüllt, die das Unternehmen iCloud getauft hat. Wie Steve Jobs höchst persönlich bemerkte, wird dieses Angebot das bisherige MobileMe ersetzen. Einige Erkenntnisse und Teile von MobileMe werden in iCloud einfließen. Darunter die Module zur Speicherung von Kontakten, Kalendern und Emails im Web. Dazu werden einige neue Dienste, wie die Speicherung von Fotos, Backups und Dokumenten kommen.
Wenn man zwischen den Zeilen ließt, kann man allerdings erkennen, dass viele andere Teile von MobileMe komplett verschwinden werden. So zum Beispiel iDisk, das gegen Bezahlung die Speicherung beliebiger Mengen unsortierter Dateien erlaubte. Genauso wie Google lässt Apple die Idee fallen Dateisysteme, wie sie vom PC bekannt sind, einfach in die Cloud zu übertragen. Auch iWeb zum Hosting von Webseiten und Gallery, das zur Verbreitung von Fotos diente, sind MobileMe-Dienste, die bis auf Weiteres weichen müssen.
Einige der, zugegeben wenigen, MobileMe-Nutzer sind über das Auslaufen ihres Service nicht sehr glücklich. Zur Beschwichtigung verlängert Apple alle Abonnements von MobileMe kostenlos bis zum 30. Juni 2012. Die Nutzer können ihre MobileMe Email-Konten, Kontakte, Kalender und Bookmarks zu iCloud verschieben, das größtenteils auch kostenlos ist. Und wer MobileMe wirklich gerade erst abonniert haben sollte, der bekommt vielleicht sogar noch eine Rückerstattung. Jedenfalls wird MobileMe mit dem Ende des verlängerten Abo-Zeitraums abgeschaltet werden.
Die Nutzer können dann entweder zu Web-Services von Drittanbietern wechseln, die dem bisherigen MobileMe sehr ähnlich sind, oder sie lassen sich auf iCloud ein. Eine potentielle Alternative ist Dropbox, das den Upload jeglicher Dateien in die Cloud erlaubt. Echte Apple-Fans bekommen mit iCloud allerdings ein Angebot, dass sie kaum ausschlagen können. Der neue Service wird fest in iOS und Mac OS X Lion eingebunden sein und die 5 GB Speicherplatz sind komplett kostenlos.
Steve Jobs betonte im Zusammenhang mit der führenden Funktion des neuen Dienstes, dass sie “den PC und den Mac dazu degradieren werden einfach nur ein Gerät zu sein – genauso wie ein iPad, ein iPhone oder ein iPod Touch.”

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