Neue BitTorrent-App kreuzt sich mit Cloud-Speicher

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Internet, Netzwerk

Es gibt eine neue App zum Teilen beliebiger Daten, die über BitTorrent läuft. Damit könnte sie eine echte Alternative zu Diensten wie Dropbox und anderen Speichersystemen darstellen, die in der Cloud arbeiten.
Nutzer können Videos, Fotos in Archiv-Dateien und alle anderen Arten großer Datenmengen in die Cloud hochladen und sie dann teilen – selbst wenn man offline ist. Die “Share”-App zum Teilen wurde am Donnerstag wieder zurückgezogen und wieder in den Status einer Beta-Version, zu deren Test man eingeladen werden muss, versetzt, bevor sie darauf wieder der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Share verbindet die Vorteile von BitTorrent und der Speicherung in der Cloud in einer einzigen App, wie die Share-Entwickler anführen. BitTorrent ist von seinen Ursprüngen her egal welche Art von Dateien die Nutzer teilen wollen, auch wenn die Beliebtheit der Piraterie über den Dienst nur im letzten Jahr hunderte Gerichtsverfahren nachsichgezogen hat.
BitTorrent funktioniert über das sogennante “Seeding”, bei dem ein Nutzer eine Datei auf seinem Server bereithält und eine “Tracker”-Datei veröffentlicht. Die Original-Datei wird dann in kleinere Daten-Stücke zerstückelt, die von den verschiedenen Interessenten an der Datei herungergeladen werden. Je mehr Interessenten anfangen dieselbe Datei herunterzuladen, desto schneller wird der Download, da die Teil-Dateien von mehreren Quellen gleichzeitig heruntergeladen werden können.
Das Problem bei BitTorrent war immer, dass eine Datei ohne die ursprüngliche Seed-Datei und 100 Prozent der Einzelteile nicht komplett verteilt werden kann und aus dem System verschwindet. Share bietet nun die Möglichkeit eine Kopie in die Cloud hochzuladen, sodass die ursprüngliche Seed-Datei immer vorhanden ist, auch wenn die Original-Datei oder ihr Server offline sind.
Eine Sprecherin der Entwickler sagte, “Die Download-Geschwindigkeit erhöht sich mit der Anzahl der Teilnehmer. Zuerst hat man zwei Seed-Dateien – das Original und die Kopie in der Cloud. Je mehr Leute herunterladen und die Datei wieder bereitstellen, desto schneller werden die Downloads für jeden Einzelnen.”

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