BlackBerry Messenger in Londoner Krawalle verwickelt

Datum: Autor: Pacco Kategorie: GPS, Handy, Netzwerk

Die britische Polizei will die Verantwortlichen hinter den Unruhen in London mithilfe ihrer Kommunikation über den BlackBerry Messenger ausfindig machen.
BlackBerry-Besitzern, die das geschlossene soziale Netzwerk benutzen, um dich Nachrichten zu schicken und Krawalle zu planen, könnte es passieren, dass ihre persönlichen Daten, wie ihre Namen und die ihrer Kontakte, im Rahmen der Untersuchungen an die Polizei übergeben werden.
Der Hersteller der BlackBerry-Geräte, Research in Motion (RIM), hat am Montag versprochen mit Scotland Yard zu kooperieren, nachdem behauptet worden war, dass der BlackBerry Messenger eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Gewalttaten gespielt hatte.
Ein britischer Politiker, der für eines der von den Krawallen betroffenen Viertel im Parlament sitzt, legte dem kanadischen Hersteller nahe BlackBerry Messenger abzuschalten, um weitere Unruhen einzudämmen.
Informationen über die, die über das soziale Netzwerk, das nur BlackBerry-Besitzern zugänglich ist, Nachrichten zu den Krawallen in London übermittelt haben, sind für die Polizei von großem Interesse. Drei Teenager sind am Dienstag auf Basis des Verdachts über Facebook zu Krawallen angestachelt zu haben verhaftet worden.
RIM könnte der Polizei ohne richterlichen Beschluss Namen, die Anzahl versendeter und empfangener Nachrichten, wann und wo sie versendet wurden und die Namen der Empfänger aushändigen. Allerdings bräuchten die Polizeibeamten die Hilfe des Richters, um RIM zu zwingen auch die Inhalte der Nachrichten preiszugeben.
Ein Passus im britischen Data Protection Act erlaubt Unternehmen persönliche Informationen von Individuen herauszugeben, falls es im Interesse der nationalen Sicherheit liegt oder, falls ein Verbrechen damit aufgedeckt oder verhindert werden könnte.
Das Unternehmen unterstrich am Montag, dass es sich an die britischen Gesetze bezüglich des Abhörens halten und mit dem Innenministerium kooperien werde.
Am Dienstag sind Hacker zur Vergeltung der Pläne des Unternehmens die Polizei zu unterstützen in den offiziellen Blog von RIM eingedrungen.
Die Hacker, die sich TeamPoison nennen, posteten eine Nachricht auf der Seite: “Ihr werdet die britische Polizei _NICHT_ unterstützen [...]. Die Polizei will nur so viele Leute wie möglich verhaften, um nicht peinlich dazustehen.”

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