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Microsoft stellt Test-Version von Windows 8 zum Download bereit

Microsoft hat mit einer Vorschau auf Windows 8 gezeigt, dass es seine Pläne Windows komplett zu überholen wahr gemacht hat. Die Vorschau auf die nächste Generation des Betriebssystems ist seit Dienstag-Nacht verfügbar. Zunächst richtet sich die Veröffentlichung an Entwickler, aber jeder, der möchte, kann das Betriebssystem herunterladen und es ausprobieren, solange man bereit ist die Risiken, die mit Beta-Software verbunden sind, zu akteptieren. Microsoft bietet keinen Support für die Version vor der offiziellen Veröffentlichung.
Es ist kaum überraschend, dass viele diesem Angebot gefolgt sind. Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, Steve Balmer, sagte, dass mehr als 500.000 Interessierte Windowns 8 in den ersten 12 Stunden, nachdem die Vorschau online gegangen war, heruntergeladen haben. Und viele von ihnen drückten ihre Begeisterung, Zufriedenheit oder Frustration über das Betriebssystem per Twitter aus.
Es gab ja schon vorher Nachrichten zu Windows 8, aber nun hatten Windows-Nutzer zum ersten Mal die Gelegenheit es auszuprobieren und sich kleinere Details selbst anzuschauen.
Das Betriebssystem ist von Grund auf darauf ausgerichtet mit berührungsempfindlichen Bildschirmen zusammenzuarbeiten – nicht nur Tablets, sondern auch Laptops und Desktops mit entsprechenden Fähigkeiten. Microsoft betont natürlich, dass Windows 8 auch genauso gut mit Tastatur und Maus funktioniert und diese Behauptung kann jetzt überprüft werden.
Auch die Umsetzung des Benutzeroberfläche “Metro”, die wir schon von Windows Phone 7 kennen, kann unter die Lupe genommen werden. Kacheln, die auf Berührung reagieren, Apps, die im Vollbildmodus funktionieren und Gestensteuerung sind jetzt auch auf Windows Standard. Das ist nicht schlecht für ein Betriebssystem, das offensichtlich weniger Speicherplatz benötigt, als seine Vorgänger. Microsoft hat in einer Demo einen Rechner gezeigt, der Windows 8 mit 100 MB weniger RAM betreibt als Windows 7.
Ein großer Teil der Begeisterung über Windows 8 hat damit zu tun, dass Microsoft das Betriebssystem darauf zugeschnitten hat nicht nur auf der herkömmlichen Kombination aus Intel-Prozessor und Windows-Betriebssystem zu laufen, sondern auch auf Geräten, die auf der ARM-Architektur basieren
Wir dürfen gespannt sein, ob Windows 8 so revolutionär ist, wie Microsoft behauptet oder ob es ein weiteres Vista wird.

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Sicherheitsmängel: Browser-Hersteller sperren alle niederländischen Zertifikate

Der Netzwerk-Einbruch in die Institution zur Ausstellung von Internet-Sicherheitszertifikaten in den Niederlanden, DigiNotar, betrifft neben einer nahezu perfekten Fälschung der Zertifikate von Google.com mehr als 200 weitere SSL-Schlüssel von mehr als 20 verschiedenen Domains, so teilte ein hoher Manager der Mozilla Foundation, die den Firefox-Browser herausgibt, mit.
Als direkte Verurteilung der unzureichenden Sicherheitsstandards von DigiNotar zählte der Director of Engineering, Johnathan Nightingale, eine Reihe von Fehlern auf, die große Gruppen innerhalb des Internets Risiken aussetzt. Schlimm genug, dass die Institution ihre Zertifikate, die sie herausgibt, nicht im Griff hat. Diese Fehler werden noch weiter aggraviert, indem DigiNotar sechs Wochen gebraucht hat, um Mozilla über die gefälschen Zertifikate, von denen die Institution schon Mitte Juli gewusst hatte, in Kenntnis zu setzen.
Nightingale schrieb in einer Verwarnung an DigiNotar, dass “Zwischenfälle wie dieser den Bedarf aktiver, unmittelbarer und umfassender Kommunikation zwischen den Ausstellern der Zertifikate und den Software-Herstellern demonstrieren, damit alle unsere Nutzer online sicher bleiben.”
Nightingale bestätigte weiterhin, was schon vorher berichtet worden war: Mozilla stattet seine Software mit Updates aus, die zwei Zertifikaten von DigiNotar ab sofort sämtliches Vertrauen absprechen. Zuvor hatten Mozilla, Google und Microsoft Zertifikate akzeptiert, nachdem die niederländischen Vertreter glaubhaft versichert hatten, dass sie nicht von der Verletzung der Sicherheits-Perimeter, die am 19. Juli entdeckt worden war, in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
“Die niederländische Regierung hat DigiNotar seitdem erneut überprüft und der bisherigen Einschätzung widersprochen,” schrieb Nightingale. “Wir entfernen nun die Ausnahmeregelung für diese Zertifikate, was bedeutet, dass alle DigiNotar-Zertifikate von Mozilla-Produkten als nicht vertrauenswürdig eingestuft werden. Wir wissen, dass andere Browser-Hersteller ähnliche Anpassungen vornehmen.”
Ungefähr um dieselbe Zeit herum, zu der Nightingale seine Mitteilung machte, brachte Google eine neue Version seines Browsers Chrome heraus, der ebenfalls allen Zertifikaten von DigiNotar das Vertrauen entzieht.
Währenddessen berichteten niederländische Nachrichtenkanäle, dass der niederländische Innenminister Piet Hein Donner am frühen Samstagmorgen eine Pressekonferenz gegeben hatte, in der er Pläne ankündigte “die Kontrolle der Intenet-Sicherheit einer anderen Firma zu übergeben.”

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MIX11: Microsoft zeigt diverse Neuheiten für WP7 und Kinect

Microsoft führt am Mittwoch die nächste Version seiner Plattform Windows Phone auf der MIX 11 in Las Vegas vor.
Die neue Evolutionsstufe wird wohl einige wichtige Verbesserungen mitbringen, inklusive der Unterstützung für Multitasking, also den parallelen Betrieb mehrerer Applikationen.
Die neue Plattform wird im Mai zunächst nur Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Neben Multitasking werden weitere essentielle Weiterentwicklungen Programmierer dazu befähigen Audio- und Datenübertragung, schnelles Umschalten zwischen Apps, tiefere Integration der Hardware mit dem Betriebssystem und Zugang zu den Programmierschnittstellen für die Kamera und den Bewegungssensor zu nutzen. Durch letztere Erweiterung wird Augmented-Reality-Software ähnlich solcher, wie wir sie schon auf anderen Plattformen wie iOS und Android gesehen haben, auch für WP7 umsetzbar.
Um die Fähigkeiten der neuen Plattform ins rechte Licht zu rücken, gewährte Microsoft den Besuchern der Konferenz einen ersten Einblick in frische Konzepte für verschiedene beliebte Apps von Skype bis Spotify über Layar bis Qantas, Amazon Shopping und den Kik Messenger.
Außerdem kündigte Microsoft die neue “Silverlight 5”-Beta an, die ab sofort verfügbar ist und Unterstützung für Video-Decoding über die Hardware sowie eine neue XNA-basierte Benutzeroberfläche zur Anzeige von 3D-Visualisierungen innerhalb von Apps bietet. Weiterhin liefert Silverlight 5 etwas, das Microsoft Trickplay nennt. Das ist ein Feature, das Video-Playback mit variabler Bitrate und die Möglichkeit die Audio-Geschwindigkeit anzupassen bietet. Die Beta-Version steht unter microsoft.com/silverlight zum Download bereit.
Schließlich gab’s noch ein paar Neuigkeiten zum Beta-SDK von Kinect for Windows, das diesen Frühling noch veröffentlicht wird. Darüber können folgende Funktionen der Kinect angesprochen werden: Das sogenannte “Robust Skeletal Tracking”, das die Wahrnehmung der Körper von ein bis zwei sich bewegenden Personen über die Kinect-Kameras ermöglicht, die Tiefenkamera, die die Entfernung eines Objekts von den Kinect-Sensoren misst und die Audio-Funktionen, inklusive der Auslöschung von Umgebungsgeräuschen und der genauen Ortung einer Geräuschquelle.
Entwickler können sich unter research.microsoft.com/kinectsdk eintragen, um benachrichtigt zu werden, sobald das SDK veröffentlicht ist.

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Wie gut eignet sich Windows Phone 7 für Spiele?

Letzten Oktober hat Microsoft seine mobile Plattform Windows Phone 7 gestartet und bekam für das System sowohl positive Kritik als auch ordentliche Verkaufszahlen. Die Partnerschaft mit Nokia hat zumindest das Potential die Verkäufe in der Zukunft weiter zu beschleunigen.
Interessant bleibt wie gut WP7 als Plattform für Spiele funktioniert. Im Moment scheinen viele Entwickler so neugierig auf die Hardware zu sein, dass sie schon vorsichtig damit angefangen haben die ersten Titel von iOS und Android zu portieren. Die Frage bleibt, ob sich die Entwicklergemeinde komplett auf die dritte Plattform einlässt, zumal immer noch unklar ist, wie gut sie von Endkunden angenommen werden wird. Außerdem hat das Xperia Play sicher noch ein Wörtchen mitzureden, wenn es um den Kampf um den dritten Platz im Spielemarkt geht.
Wenn man Entwickler bezüglich der Stärken von Windows Phone 7 als geeignetes Vehikel für Spiele befragt, kristallisiert sich ein Schlüsselaspekt besonders heraus: Die nahtlose Integration in “Xbox Live”, dem Online-Spieledienst, der enorm zum Erfolg von Microsofts Konsole beigetragen hat. Mit Windows Phone 7 kann man sich standardmäßig mit Xbox Live verbinden und jedes Spiel, das man über das mobile Gerät spielt, fließt in die allgemeine XBL-Spielerstatistik mit ein.
Auf der anderen Seite hat auch WP7 ähnliche Herausforderungen wie Android zu lösen. Die Smartphones werden auch von verschiedenen Herstellern produziert, was in unterschiedlichen Hardware-Spezifikationen resultiert, die wiederum die Programmierung erschweren.
Microsoft versucht einem Teil dieses Aspekts mit einem noch restriktiverem Review-Prozess als Apple ihn aufgesetzt hat zu begegnen. Außerdem soll damit verhindert werden, dass sehr ähnliche Spiele mehrfach im App-Markt landen.
Das hat für den Endkunden den positiven Effekt, dass es keine tausenden von mittelmäßigen Apps geben wird, durch die man sich erst durchwühlen muss, und wirklich gute Spiele leichter zu finden sein werden.
Vielleicht kann WP7 mit seiner engen Integration in die Konsolen-Welt sogar einem ganz neuen Spielerlebnis den Boden ebnen. Eine Art Cross-Platform-Gaming, bei dem verschiedene Aspekte desselben Spiels über das am besten passende Gerät bedient werden. Bei einem Strategie-Spiel könnten die allgemeinen Ressourcen vom Smartphone aus dirigiert werden, während die Action auf der Konsole stattfindet.

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Der Kampf der Giganten um den Smartphone-Markt

Die meisten sind sich einig, dass Googles Betriebssystem Android das Microsoft Windows der mobilen Welt wird.
Experten der Marktforschungsinstitute IDC und ABI Research schätzen, dass Android, das jetzt schon auf mehr als 100 verschiedenen Smartphones läuft und zumindest in den USA gerade 33 Prozent Marktanteil ergattert hat, innerhalb der nächsten fünf Jahre sogar 45 Prozent erreichen wird. Demnach bleibt also nur noch die Frage wer die Nummer zwei und drei im Rennen der mobilen Betriebssysteme werden.
ABI glaubt, dass Apples iOS mit 19 Prozent im Jahr 2016 der zweite Sieger hinter Android sein wird. RIMs BlackBerry wäre mit 14 Prozent dritter.
IDC, hingegen, macht die mutige Aussage, dass Windows Phone 7 ab 2015 den 2. Platz einnehmen wird. iOS käme demnach mit 15 Prozent Marktanteil an dritter Stelle.
Letztere Einschätzung bleibt jedoch mehr als fraglich, wenn man sich die Nachrichten der letzten Tage und Wochen über Windows Phone 7 anschaut. US-Mobilfunkanbieter haben nur ein paar Millionen WP7-Smartphones verkauft, während Microsoft immernoch Schwierigkeiten damit hat die Geräte ordnungsgemäß mit Software-Upgrades zu versorgen.
Für die IDC-Experten gibt es einige Faktoren, die Windows Phone 7 den weltweiten Erfolg bescheren sollen.
Zum einen soll das Microsofts Zusammenarbeit mit Nokia sein. Dabei soll die Starke Bekanntheit von Nokia und seinen Handies außerhalb der USA, zum Beispiel in Westeuropa und Asien, das Sprungbrett für die WP7-Smartphones von Nokia bilden.
Wie gesagt sind die Experten sich diesbezüglich nicht einig. Für viele ist es keine abgemachte Sache, dass Nutzer von Symbian-Smartphones auf jeden Fall auf das neue Nokia-Betriebssystem WP7 umsteigen würden. Schließlich sind mit Android, iOS und BlackBerry solide Alternativen ebenfalls weltweit verfügbar.
Ein weiteres Szenario sieht vor, dass die Wettbewerber sich den Markt friedlich aufteilen. Demnach würde Apple den Premium-Markt ansprechen, während Android und WP7 sich im Niedrigpreis-Segment die Marktanteile streitig machen würden. Es ist schon jetzt so, dass Apple durch den hohen Preis seiner Geräte eher in entwickelten Ländern erfolgreich ist. Für Android und WP7 blieben die Massenmärkte in den aufstrebenden Regionen der Welt.

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