Microsoft verschenkt Windows Phones zum Schutz gegen Android

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Android, Google, MicrosoftTAGS: 

Microsoft will von den kürzlich aufgetauchten Berichten über Schadsoftware im Android Market profitieren, indem sie Windows Phones an fünf Android-Nutzer verschenken, die ihre schlimmsten Horror-Stories im Zusammenhang mit Schadsoftware teilen. Ben Rudolph, der Zuständige für Windows Phone bei Microsoft, kündigte den Wettbewerb auf Twitter mit dem hashtag #droidrage an. Microsoft folgte Rudolph und veröffentlichte den Wettbewerb auf seinem offiziellen Twitter-Account.
Google hat kürzlich 22 schädliche Apps aus dem Android Market entfernt, die sich als Versionen beliebter Programme wie “Cut the Rope” und “Angry Birds” getarnt hatten. Die Apps enthielten Schadsoftware, die SMS an teure Telefonnummern sendet.
Der sogenannte RuFraud-Betrug zielte auf Europa ab und betraf keine Android-Smartphones in Nordamerika. Lookout Security, das Unternehmen, das Google als erstes auf den Betrug aufmerksam machte, sagt, dass es seitdem fünf weitere RuFraud-Apps im Android Market entdeckt hat. Damit liegt die Anzahl bisher gefundener schädlicher Apps bei 27.
Microsofts #droidrage-Kampagne hat schon eine Reihe von Antwort-Tweets von betroffenen Android-Nutzern motiviert. “Hatte Kosten für 100,00 auf meiner Telefonrechnung [...] eine App hatte teure SMS verschickt,” schreibt ein SMS-Nutzer.
“Hab meiner Mutter ein Droid als ihr erstes Smartphone geschenkt. Malware lässt ihr Handy die ganze Zeit abstürzen. Sie wünscht sich sie hätte es nie bekommen,” sagte ein anderer. Die Geschichten, die erzählt werden, um eins der Windows Phones zu ergattern, ähneln sich.
Microsoft versucht einen Zeitpunkt für sich zu nutzen, zu dem Googles Betriebssystem mit einem besonders schlechten Image zu ringen hat, da sich die Bedenken bezüglich der Schadprogramme auf Android häufen. Lookout Mobile Security berichtete kürzlich, dass ein Android-Nutzer in den USA eine Chance von 40 Prozent hat auf einen schädlichen Link zu klicken. Weltweit liegt die Wahrscheinlichkeit laut Lookout bei 36 Prozent.
Das Antivirus-Unternehmen McAfee berichtete im November, dass Schadprogramme auf Android im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum vorhergehenden um 37 Prozent gestiegen sind. Im November kam auch ein reißerischer Bericht von Juniper Networks auf, der behauptete, dass Schadprogramme auf Android seit Juli um 472 Prozent gestiegen seien.

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