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Apple will Mini-Projektoren in Smartphones bauen

Eine neue Patentanmeldung von Apple weist darauf hin, dass einestages Projektoren in Apple-Produkten landen könnten. Dazu zählen natürlich auch die Sma rtphones und Tablets des Unternehmens, damit der Austausch von Inhalten erleichtert wird.
Der Patentantrag namens “Projected display shared workspaces” wurde im Februar 2010 eingereicht und am Donnerstag von Patently Apple entdeckt. Er beschreibt ein System, das den Bildschirminhalt auf eine nahegelegene Oberfläche projiziert. Das Interessante an dem System, das in dieser Patenteinreichung beschrieben wird, ist, dass es Projektionen von mehreren Geräten in einer Anzeige kombinieren kann. Dieser Mechanismus wird dann “shared workspace” genannt.
Das Patentdokument bemerkt, dass Nutzer sich oft Daten, die auf elektronischen Geräten gespeichert sind, gegenseitig zeigen wollten, tragbare Geräte aber typischerweise kleine Bildschirme hätten, die es erschweren vor einer Gruppe zu präsentieren. Die Lösung des Unternehmens verspricht dies zu lösen, indem sie für Geräte mit Projektoren die Möglichkeit anbietet sich miteinander zu verschalten. Das Ergebnis ist eine größere Projektionsfläche zur Präsentation von verschiedenartigen Medien. Dabei wird ein Server oder eine direkte Übertragungsmöglichkeit wie Bluetooth oder Near-Field-Communication (NFC) verwendet, um die Daten zwischen den Geräten zu übertragen.
Das ist nicht das erste Apple-Patent, das sich mit der Integration von Projektoren in tragbare Geräte befasst. Ein Antrag, der im April 2010 entdeckt wurde, beschrieb den Einbau eines Projektors in ein Notebook detailiert. Nur einen Monat vorher, legte ein anderer Antrag dar wie Projektoren verwendet werden könnten, wenn sie mit einem Smartphones zusammenarbeiten.
Die Miniaturisierung von Projektoren setzt sich fort, da neue Technologien den Platz- und Energiebedarf so weit senken, dass Projektoren in tragbare Geräte eingebaut werden können. Eine neue Linse, die letzte Woche von Alps Electric angekündigt wurde, ist bei diesem Trend ganz vorne mit dabei, da sie nur einen Quadratmillimeter klein ist. Das Unternehmen plant bis Ende des Jahres in die Massenproduktion einsteigen zu können.
Projektoren, die in tragbare Geräte passen, werden häufig auch als “Pico”-Projektoren bezeichnet.

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Sony revolutioniert den Digital-Zoom

Digitaler Zoom ist für gewöhlich ein Feature einer Digitalkamera, das man bei der Auswahl eines geeigneten Geräts für die eigenen Zwecke getrost ignorieren kann. Die bisherige Technologie für digitalen Zoom vergrößerte einfach gewisse Bereiche eines Fotos und setzte dabei die Auflösung und die Schärfe eines Bildes herunter. Das soll sich jetzt mit der Sony Cyber-shot DSC-TX55 ändern. Dabei handelt es sich um eine sehr schmale Schnappschuss-Kamera, die am Montag mit einem Bildbearbeitungsystem angekündigt wurde, das digitalen Zoom auf andere Art und Weise ermöglichen will.
Sony nennt seine neue Technologie “pixel super resolution technology” und behauptet, dass die TX55 bei digital gezoomten Fotos sowohl die Bildschärfe als auch die Anzahl der Megapixel erhalte.
Dabei wird eine Datenbank, die in die Kamera integriert ist, verwendet, um die Farbe und den Kontrast den Pixeln im Quellbild anzupassen, sobald der digitale Zoom verwendet wird. Insofern das so funktioniert wie beworben, könnte das zu noch kleineren Kameras und Mobiltelefonen mit simuliertem Zoom führen, der an die Qualität von Taschenkameras mit Zoomobjektiv herankommt.
Die Cyber-shot DSC-TX55 wird die TX100V in Sonys Programm von Schnappschusskameras ersetzen. Sie lässt sich über einen Touchscreen steuern und ist 1,2 cm dünn.
Die 16-Megapixel TX55 bietet einen 3.3-Zoll-OLED-Touchscreen zur Bedienung und die Linse für den fünffachen optischen Zoom reicht von 26 mm bis 130 mm. Für noch größeren Zoom wird der digitale Zoom herangezogen, der zehnfache Vergrößerung simuliert, die bis zu 260 mm bei kompletten 16 Megapixeln reicht.
Zusätzlich zu den Features des digitalen Zoom bietet die neue Bildverarbeitungslogik eine Reihe von Leistungssteigerungen im Vergleich zu früheren Generationen der Cyber-shot Kameras: Die Fähigkeit 12-Megapixel-Bilder zu schießen während man die Video-Funktion verwendet und gleichzeitig eine bessere Bildstabilisierung.
The TX55 nimmt im Video-Modus AVCHD bei 1080i auf und bietet einen 10-fps-Burst-Mode für Standbilder. Genau wie frühere Generationen der Sony Exmor R CMOS-Sensor-Kameras, kann auch die TX55 mit Spezialmodi für schlechte Lichtverhältnisse, 2D- und 3D-Panorama-Programme und einem High-Speed-Autofokus aufwarten.
Die Sony Cyber-shot TX55 kommt im September in den Farben schwarz, rot, silber und lila auf den Markt.

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Roku betritt mit Angry Birds den Markt für Casual-Gaming

Roku hat in den USA schon eine Million seiner Set-Top-Boxen für den Fernseher verkauft, wobei die meisten sicher wegen der Möglichkeit Netflix zu streamen zugegriffen haben. Mit Roku 2 wettet der Hersteller aus Saratoga, Kalifornien, jetzt auf einen anderen sehr beliebten Star: Angry Birds.
Das Spiel des finnischen Entwickler-Studios Rovio hat sich über verschiedene Smartphones und Tablet-Computer bisher 200 Millionen Mal verkauft und Roku hofft jetzt, dass dieser Kassenschlager dabei behilflich sein wird noch mehr Kunden für Roku 2 zu gewinnen. Die neue Version ist in den USA seit Dienstag in drei verschiedenen Modellen und zu Preisen zwischen 60 und 100 US-Dollar in den Läden.
Wie spielt man also Angry Birds auf einer kleinen schwarzen Box, die dem Apple TV sehr ähnlich sieht? Das klappt mit einem bewegungssensitiven Controller, der ganz ähnlich der Nintendo Wii-Remote funktioniert.
Das Flagschiff-Modell der Roku 2, auch unter dem Namen Roku 2 XS bekannt, ist für 100 US-Dollar zu haben und beinhaltet schon den Bewegungs-Controller und Angry Birds befindet sich schon spielbereit auf der Konsole. Weiterhin sind USB- und Ethernet-Anschlüsse verfügbar, die die günstigeren Modelle nicht bieten.
Die Roku 2 XD für 80 US-Dollar hat mit ihrem teureren Verwandten gemeinsam, dass sie Full-HD-Video bei 1080p abspielen kann.
Die günstigste Version für 60 US-Dollar, Roku 2 HD, ist hingegen auf eine Auflösung von 720p beschränkt.
Alle drei Modelle bieten über das Internet Zugang zu Netflix, Hulu, Amazon Video on Demand, diversen Internet-Radios und fast 300 anderen Kanälen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite wirbt.
Die größte Nachricht ist immer noch das Casual-Gaming-Angebot, findet Rokus CEO, Anthony Wood. Er schreibt in einem Blog-Post: “Angry Birds ist nur der Anfang. Bis Weihnachten wird die Auswahl an Spielen auf Roku dramatisch anwachsen. Es ist mein Ziel Roku zu einer echten, preisgünstigen, familien-orientierten Spiele-Plattform auszubauen, die Spiele eher zu fünf als zu 30 Dollar anbietet. So wie Netflix die Video-Industrie aufgescheucht hat, [...] so scheucht Angry Birds [...] die etablierten Spiele auf. Wir versuchen so gut wie möglich zu helfen.”
Seit Monaten gab es Gerüchte, dass die nächste Version von Apple TV auch Spiele bieten könnte.

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Neuartige Kamera erlaubt das nachträgliche Verschieben des Fokus

Das öffentlichkeitsscheue Start-Up Lytro veröffentlicht faszinierende neue Kamera-Technologie, die ein großer Fortschritt für die Fotografie sein könnte.
Das Unternehmen aus Mountain View, Kalifornien, entwickelt eine neuartige, auf der “Lightfield”-Technologie basierende Kamera, die noch dieses Jahr veröffentlicht werden soll. Lightfield-Bilder sind aus Forschung der Stanford University entstanden, die es ermöglicht hat alle Lichtstrahlen einer Szene, die in eine Kamera strömen, aufzufangen. Es werden also alle sichtbaren Punkte, sowohl die des Vordergrunds als auch die des Hintergrunds, abgebildet.
Das bedeutet, dass man ein Foto schießen kann ohne scharf zu stellen, um den Fokus später, nachdem man das Foto auf einen Computer übertragen hat, auf einen beliebigen Punkt im Bild zu setzen.
Ren Ng, CEO von Lytro, gründete das Unternehmen 2006, nachdem er in Stanford über Lightfield-Fotografie promoviert hatte. Vorher hatte man hunderte Kameras benötigt, die mit Hochleistungsrechnern verbunden waren, um Lightfield-Bilder aufzunehmen. Lytro hat einen neuartigen Kamera-Sensor entworfen, der den Sensor einer herkömmlichen Digitalkamera ersetzt und wirklich jeden Lichtstrahl auffängt, der auf ihn trifft. Zudem hat das Unternehmen die Software entwickelt, die die Lichtdaten in Bilder mit beweglichem Fokus überführt.
Ng legt plausibel dar, dass die neue Technologie neue Arten und Nutzungsmöglichketen der Fotografie eröffne. Man kann viel schneller Fotos machen, weil man nicht mehr fokussieren muss oder wartet bis die Kamera das automatisch erledigt hat. Außerdem wird ein neues spannendes Element hinzugefügt. Fotografen, die mit Unschärfe arbeiten wollen, können es dem Betrachter ermöglichen das Bild nach und nach zu erkunden.
Zusätzlich ermöglicht Lytro Fotos bei sehr geringer Beleuchtung, weil der Sensor sämtliches Restlicht auffängt. Und schließlich lässt sich der Umstand, dass Punkte aus dem Vorder- und Hintergrund abgebildet werden auch dazu verwenden 3D-Bilder zu generieren.
Trotzdem bleibt die Kommerzialisierung dieser Technologie eine Herausforderung. Neben der Lizensierung der Technologie will Lytro auch seine eigene Kamera entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen hat das Unternehmen immerhin schon 50 Million US-Dollar von verschiedenen Investoren eingeworben.

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AirPlay-Stream jetzt auf jedem Computer zugänglich

Ein ehrgeiziger Entwickler hat herausgefunden wie er Apples AirPlay-Protokoll emulieren und seine Funktionalität so erweitern kann, dass Audio-Daten ohne die Verwendung spezieller Geräte zu beliebigen Rechnern gestreamt werden können.
Wie er auf seiner Webseite veröffentlichte, hat der Australier James Laird dieses Kunststück vollbracht, indem er den defekten AirPort Express seiner Freundin auseinandernahm und die Firmware des Geräts auslas.
Dabei stieß er auf die Verschlüsselung, die das Unternehmen verwendet, um die Inhalte, die über AirPlay gestreamt werden vor fremdem Zugriff zu schützen. Geräte, die miteinander kompatibel sind, benötigen beide die entsprechenden Schlüssel, um sich gegenüber iTunes zu identifizieren und um die Audio-Daten zu entschlüsseln, die sie empfangen. Deshalb hält Apple die Schlüssel streng unter Verschluss und gibt sie für gewöhnlich nur an Hersteller von lizensiertem Zubehör weiter.
Nachdem Laird die Schlüssel in die Hände gefallen waren, konnte er eine einfache Software schreiben, die er ShairPort taufte. Sie macht einen gewöhnlichen Computer zu einem Client von AirPort Express, sodass iTunes ausgetrickst wird und seine Daten anstandslos streamt.
Die aktuelle Version der Software ist weit davon entfernt benutzerfreundlich zu sein und erfordert eine gehörige Portion technische Expertise zur Installation und zum Betrieb. Für die Masse der potentiellen Nutzer ist das also nichts. Allerdings eröffnet Lairds Entdeckung technisch jedem Entwickler die Möglichkeit Software zu schreiben, die mit AirPlay kompatibel ist, ohne dass Apples Erlaubnis eingeholt oder gar Lizenzgebühren gezahlt werden müssten.
Dieser Umstand hat gewisse Signifikanz, da damit der Weg für einige innovative, wenn auch inoffizielle, Produkte geebnet sein könnte, die AirPlay auf eine Art verwenden wie Apple sich das bisher nicht vorgestellt hat.
Es ist noch nicht klar wie Apple auf diese Entwicklung reagieren wird. Das Unternehmen könnte zum Beispiel die Schlüssel ändern. Je nachdem wie die Verschlüsselung funktioniert, müssten aber alle lizensierten Hersteller mitziehen. Dies könnte großen Verwaltungsaufwand und theoretisch den Ausfall einiger Geräte von Drittanbietern nachsichziehen.
Außerdem wäre es nur eine Frage der Zeit bis der nächste Hacker auch diese Schlüssel wieder ausgegraben hätte.
Vielleicht drückt Apple also einfach ein Auge zu und lässt Bastler gewähren, während nur darauf geachtet wird das Vertragspartner ordnungsgemäß ihre Lizenzgebühren zahlen.
Am Ende könnte sogar eine größere Verbreitung und Beliebtheit von AirPlay stehen, was Apple ja nur recht sein kann.

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