Wenn iPhone und iPad anrollen: Letztes Update für den iPod touch?

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Bereits seit einigen Jahren sind die Verkäufe des iPod rückläufig. Gilt das Gerät als die Initialzündung des neuen Apple, so hat der mp3-Player als Standalone-Gerät heute beinahe ausgedient. Apple spendiert dem iPod touch nun dennoch ein neues Modell mit weniger internem Speicher, dafür aber zu einem günstigeren Preis.

Ob das dauerhaft reicht, um den iPod touch im Sortiment von Apple zu halten, dürfte fraglich sein. Zumal sich iPhone 6 und iPad Air schon am Horizont ankündigen.

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Die Gründung eines Imperiums: Vom iPod über iTunes zum App Store

Schon lange ist Apple nicht länger nur Hardware-Hersteller und Software-Lieferant. Mit dem iPod und der dazugehörigen Software versuchte Apple sich an einem völlig neuen wirtschaftlichen Modell, dem digitalen Vertrieb. Über iTunes verkaufte der Konzern aus Cupertino fortan Musik, später auch Filme, die über iTunes auf dem Mac oder Windows-PC abgespielt werden konnten und die mit den stylischen mp3-Playern nahtlos synchronisiert wurden.

Der iPod war seither der Inbegriff des jungen Musikkonsumenten, die weißen Kopfhörer wurden ikonisch. Mit verschiedenen Modellen wie dem sehr kleinen iPod nano, dem extrem günstigen iPod shuffle und dem App-fähigen iPod touch erweiterte Apple das Angebot auf die verschiedenen Kundenbedürfnisse. Gerade der iPod touch allerdings erscheint in der Konkurrenz zum iPhone wie ein Auslaufmodell. Weniger Hardware-Leistung, keine Telefoniemöglichkeiten und dennoch ein stolzer Einstiegspreis.

Just den hat Apple nun aber gesenkt und bietet einen iPod touch mit 16 GB internem Speicher für 199,- Euro an. Auch die Modelle mit mehr Speicherplatz wurden im Preis gesenkt – 32GB im iPod touch gibt es nun für 249,- Euro und 64 GB für 299,- Euro.

Bereits vor einem Jahr stellte Apple eine abgespeckte Version des iPod touch mit 16GB vor, die neue Edition entspricht in ihren Spezifikationen allerdings den größeren Modellen. Konkret bedeutet das, dass auch der kleine iPod touch nun über die 5-Megapixel-iSight Kamera mit einer Blendenöffnung von bis zu 2,4 verfügt und einen LED-Blitz an der Rückseite hat. An der Vorderseite befindet sich eine 1,2-Megapixel-Kamera für FaceTime, Skype, etc. Das Retina Display verfügt über die bekannte Auflösung von 1.136 x 640 Bildpunkten, der Prozessor ist ein A5-Chip. Der A5 wurde bereits im iPhone 4S verbaut und ist damit etwas betagter, aber immer noch schnell genug für flüssige Wiedergabe von Musik und HD-Videos.

Mit 40 Stunden Musikwiedergabe und 8 Stunden Videowiedergabe ist der Akku langlebig genug, kommt allerdings nicht an den iPod Classic heran. Dafür erhält auch das Einstiegsmodell nun einen Spritzer Farbe: In Pink, Silber, Blau, Gelb, Grau und dem Rot der Aids-Stiftung RED. Das Betriebssystem ist iOS 7.

Wie lange setzt Apple den iPod touch noch fort?

Dass sich Apples iPod-Erfolgsgeschichte nicht beliebig lange fortsetzen lässt, müsste eigentlich klar sein. Hätte Apple einen niedrigeren Einstiegspreis für das iPhone 5c gefunden, wäre der iPod touch womöglich schon Geschichte. Das das Billig-iPhone aber floppte, bekommt Apples mp3-Player wohl noch eine Gnadenfrist.

Wie lange sich der iPod aber gegen die auch aus dem eigenen Haus weiter wachsende Konkurrenz noch halten kann, bleibt spannend. Schließlich soll am 19. September das iPhone 6 erscheinen und auch iPad Air und iPad mini bekommen zum Ende des Jahres ihre verdienten Updates.

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