Weniger iPad Verkäufe – aber solide Quartalszahlen

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Die Zeiten, in denen der klassische PC oder Notebooks noch als lukrative Modelle galten, scheinen längst vorüber. Inzwischen fristen gerade Laptops fast schon ein Nischendasein, das Netbook ist gar ganz tot. Schuld daran sind die flachen Alleskönner Tablets, die sich einen völlig neuen Markt erobert hatten.

Lange Zeit profitierte vor allem Apple von dem Tablet-Boom, denn iOS war leicht zu verstehen und das iPad wurde zwar häufig und gerne kritisiert, ist aber bis heute das Sinnbild des Tablet Computers. Längst aber glauben Analysten nicht mehr an ein Wachstum des iPads, sondern prophezeien, dass der Höhepunkt der Verkäufe schon längst passé ist.

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Apple zuversichtlich, während Fortune jährlichen iPad-Rückgang sieht

Jedes Jahr 0,7 Prozent – das klingt nicht gerade nach viel Marktverlust, aber dennoch könnte die Prognose des Wirtschaftsmagazins “Fortune” für Apple langfristig durchaus schmerzhaft sein. Im letzten Weihnachtsquartal konnte Apple so viele Tablets umsetzen wie noch nie zuvor, was auch im iPad mini mit Retina Display gelegen haben dürfte, doch in den kommenden Jahren soll Apple jedes Jahr weniger iPads umsetzen. So zumindest die Analysten. Eine Steigerung wie von 2013 auf 2014 jedenfalls (von 22,9 Millionen auf 26 Millionen verkaufte Einheiten) dürfte damit eher historischen Wert haben als dass Apple dieses Kunststück noch einmal wiederholen könne.

Gute Quartalszahlen vor allem dank iPhone

Am 23. April wird Apple die neuen Quartalszahlen bekannt geben und vor allem die iPad Verkäufe gelten seit Jahren als großer Antrieb für Apples Zahlen. Diese stellen die Aktionäre trotz eines stetigen Wachstums längst nicht mehr ganz zufrieden und das Momentum der iPad Verkäufe dürfte tatsächlich demnächst enden. Alleine für das letzte Quartal sehen die Analysten einen leichten Rückgang von 19,5 Millionen im Vorjahr auf 19.3 Millionen für dieses Jahr.

Mit neuen Impulsen wie einem größeren iPad Pro könnte Apple auch neuen Wind in das Vorzeigesegment bringen und vielleicht die Trendwende zum Negativen noch einmal aufschieben. Langfristig wird dem iPad dasselbe Schicksal wie dem iPhone drohen – es wird im Massenmarkt von günstigeren Android-Geräten verdrängt.

Dennoch kann Apple den Quartalszahlen entspannt entgegen blicken. Vor allem die konstante Nachfrage nach dem iPhone hält den Umsatz hoch. Insgesamt rechnen Analysten mit einem Umsatz von über 43 Milliarden US Dollar – das sind über 10 Dollar je Aktie. 37 Millionen verkaufte iPhones und 19 Millionen verkaufte iPads sind zwar für Apple längst keine Rekordzahlen mehr, aber dennoch mehr als solide. Sogar die Bewertung für die Apple-Aktie wurde von vielen Analysten wieder angehoben und das Kursziel mit über 600 US-Dollar am Nasdaq festgesetzt.

Auch Apples Aktienrückkäufe wurden positiv bewertet und Analysten sehen den Rückkauf der Papiere inzwischen als positiven Motivator um die Preise von AAPL auf hohem Niveau zu halten.

Zudem hat Apple mit dem iPhone 6, dem iPad Pro und der iWatch bis zum Ende des Jahres drei potentielle Bestseller in den Regalen, die mehr als nur kleinere Änderungen aufweisen sollen. Das iPhone mit dem 5,5 Zoll Display wird schon seit langem heiß erwartet und über die iWatch gab es schon vor über einem Jahr die ersten Gerüchte.

Mit Apple-Geräten gesättigt ist der Markt jedenfalls noch lange nicht. Und auch beim iPad tut Apple sein Möglichstes, um weiter im Markt zu bleiben. Neben Geräte-Updates senkt Apple auch die Preise für Altgeräte, um den Einstieg ins iOS-Ökosystem zu erleichtern.

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