Update für Pro Apps – Aus für Aperture

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Mit der spätestens 2015 erscheinenden App Photos soll für Apple und die Bildbearbeitung auf Mac und iPhone/iPad eine neue Zeitrechnung beginnen. Fotos können dann zentral auf allen Geräten gelagert und bearbeitet werden. Das allerdings bedeutet das Ende der bisherigen Foto-Bibliothek iPhoto und der Bildbearbeitungssoftware Aperture. Für beide Programme hat Apple nun mit sofortiger Wirkung die Entwicklungsabteilungen geschlossen, große Updates wird es wohl also nicht mehr geben.

Für die anderen Pro Apps rund um Final Cut Pro X und Logic Pro X soll dies aber keine Auswirkungen haben. Videobearbeitung und Tonstudio haben im Gegenteil erst vor wenigen Tagen einige kleine Updates erhalten.

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Adobe freut sich auf das Ende von Aperture

Mit Aperture hatte Apple in den letzten Jahren einen zuverlässigen Konkurrenten zum Branchenprimus Lightroom und Photoshop von Adobe. Funktionell konnte Aperture zwar noch nie ganz mit dem Branchenstandard mithalten, allerdings kostete Aperture auch nur 64,99 Euro. Seit Adobes Programme nur noch in der Creative Cloud erhältlich sind, entspricht dies ungefähr der Abogebühr für einen Monat Photoshop, Lightroom, After Effects, Premiere und Co.

Adobe hat allerdings bereits angekündigt, eine professionelle Lösung für Mac und iOS bereitstellen zu wollen, mit der das Fehlen von Aperture zu verschmerzen sein wird. Mit vollem Einsatz arbeite man künftig bei Adobe daran, dass Apple-Kunden auf Mac OS X und iOS eine Lösung via Lightroom zur Verfügung steht. Auch die Migration bereits bestehender Datenstände gehöre nun zu den Aufgaben von Adobe. Für professionelle Bildbearbeiter oder ambitionierte Hobbyfotografen könnte Adobe in Zukunft der richtige Anlaufpunkt für Bildbearbeitung auf iPhone, iPad und dem Mac sein. Wenn es das nicht ohnehin schon ist.

Das Ende von iPhoto dürfte dagegen für Konsumenten keine spürbaren Änderungen mit sich bringen, die neue App Photos soll genau da ansetzen, wo iPhoto aufgehört hat. Und natürlich lassen sich auch die Mediatheken problemlos übertragen – das gilt im Übrigen auch für Bildersammlungen aus Aperture.

Kein Aperture mehr, aber Final Cut und Logic bleiben

User von Apples Videoschnittsoftware Final Cut Pro X und der Audiosuite Logic Pro X können dagegen aufatmen. Denn Apple spielt nicht mit den Gedanken, diese beiden Apps auch noch einzustellen.

Stattdessen gab es in den letzten Tage einige Updates, die FCP, Motion und Compressor auf dem neuesten Stand halten, vor allem für Final Cut war das Update durchaus wünschenswert. Nun lassen sich auch in FCP X Proxy Dateien und gerenderte Videos außerhalb der Mediatheken speichern und noch einfacher wieder entfernen. Außerdem wurden verschiedene Kameraformate nachgerüstet, bzw. erneuert. Das betrifft vor allem Videos von ARRIs neuer Amira und dem XDCAM Format von Sony (das etwa auch die FS-700 benutzt). Außerdem können Clips nun auch im Medienbrowser nach Keywords und Tags aus dem Finder durchsucht werden.

Compressor arbeitet nun besser mit Final Cut Pro X zusammen und wurde in der Performance verbessert, Motion unterstützt nun auch das Apple ProRes Format 4444 XQ für extrem farbtreue Wiedergabe.

Außerdem kann Final Cut Pro X nun auch mit Mac OS X 10.10 Yosemite genutzt werden – das User ja bereits in einer Beta-Version testen können.

Bei Logic Pro gab es vor allem einige Fixes für MainStage, die Probleme mit Bluetooth Headsets und der Bedienung mehrerer Parameter ausräumen.

Und da Logic Pro X und Final Cut Pro X zu den umsatzstärksten Apps im Mac App Store gehören, können Apple User sich wohl auch noch auf weitere Updates freuen.

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