Tim Cook gibt sich optimistisch für Apples Zukunft

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Direkt nach der Bekanntgabe der Bilanz des Weihnachtsquartals stürzte Apples Aktie wieder. In Cupertino war man über den erneuten Wertverlust des Papiers überrascht, schließlich hatte Apple erneut einen Umsatzrekord aufgestellt. Selbst der Mac-Sektor litt nicht ganz so stark unter der Krise klassischer Laptops und Desktop-Rechner wie die PC-Branche, besonders aber iPhone und iPad sorgten mit Rekordverkaufszahlen für klingelnde Kassen. Ausgerechnet die Gewinnmarge sank allerdings dennoch im Vergleich zum Vorjahr; das und die Kritik von Großinvestor Icahn reichten wohl aus, um Apple nun zum Rückkauf der Aktie im großen Stil zu bewegen.

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Apple investiert 14 Milliarden in eigene Aktie

Ein schrittweiser Rückkauf der Apple-Aktie war ohnehin geplant. Schließlich wollte man in Cupertino auch die Aktionäre an Apples Vermögen beteiligen. Schon seit Jahren stand der iPhone Hersteller unter Kritik, weil das Geld in ein Festgeldvermögen investiert wurde, das Apple wie einen Schatz bewachte. Erst nach dem Tod von Steve Jobs wagte man sich daran, das Geld vorsichtig zu investieren – vor allem ein längerfristiger Aktienrückkauf war Teil des großen Plans zur Stabilisierung der Aktie.

Nach dem erneuten Kursverfall im Januar handelte Apple schnell und kaufte Aktien im Wert von 14 Milliarden US-Dollar zurück. Die Aktie war zu diesem Zeitpunkt aber bereits zum acht Prozent abgesackt. Da die schnellen Erfolge ausbleiben und die Aktionäre mit Apple vor allem seit dem Allzeithoch von über 700 Dollar nur noch wenig Geduld haben, sah Apple sich gezwungen, aggressiv gegen die fallenden Kurse vorzugehen und früher als geplant Geld in die eigenen Börsenpapiere zu investieren.

Carl Icahn, Großaktionär und einflussreicher Spekulant, hatte Apple schon länger dazu gedrängt, Geld in die Hand zu nehmen und Aktien zurück zu kaufen. Hinter dem Rückkaufplan steckt eine künstliche Unterfütterung des Kurses, um den Kauf der Apple-Aktie wieder attraktiver zu machen. Rein altruistisch handelt Icahn dabei nicht, mit 3,6 Milliarden Dollar hält er zwar nur rund ein Prozent der Apple-Aktien, hat allerdings einen hohen Betrag in den Technologiekonzern gesteckt. Icahns Wort findet vor allem in den USA viel Gehör.

Trotz sinkender Kurse gibt CEO Tim Cook sich allerdings optimistisch, was Apples Zukunft angeht.

Apple hat seine besten Zeiten noch nicht hinter sich

Vor allem im letzten Jahr hielt sich in der Branche das hartnäckige Gerücht, dass Tim Cooks Stuhl nicht so fest sitze, wie Jobs’ Nachfolger und enger Vertrauter sich dies gerne wünschen würde. Von einer vorzeitigen Entlassung spricht derzeit zwar niemand mehr, dennoch scheint – vor allem an der Börse – die einhellige Meinung zu herrschen, dass Apple seinen Zenit längst überschritten habe.

In einem Interview mit dem “Wall Street Journal” gab Cook sich aber kämpferisch und versprach erneut, dass Innovation bei Apple nach wie vor zu den größten Triebfedern des wirtschaftlichen Erfolges gehöre und dass der iPad-Hersteller auch in Zukunft immer wieder innovative, neue Produkte auf den Markt bringen werde.

Was damit genau gemeint ist, ist inzwischen ein offenes Geheimnis. Nachdem sich Apples eigener Fernseher iTV wohl auf unbestimmte Zeit verzögert, ist die iWatch das einzige, größere Projekt, das noch in den Startlöchern steckt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2014 wird Apples Smartwatch wohl erscheinen.

Wieder einmal stellte Cook dabei heraus, dass für Apple nicht alleine der Marktanteil zählt, sondern vor allem die Qualität der Produkte.

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