Was plant Apple mit dem Flüssigmetall?

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Bereits für das iPhone 5 wurde spekuliert, Apple werde diese spektakuläre Technologie zum Einsatz bringen. Auch für die iWatch waren einige Blogs sich sicher, dass diesmal der flüssige Coup aus Cupertino kommen würde, doch bisher haben sich alle Gerüchte geirrt. Die Rede ist vom sogenannten Liquidmetall, deren Verwendungszwecke Apple sich gesichert hatte. Dass die leichte, robuste und biegsame Legierung aber damit niemals in Apple Produkten zum Einsatz kommt, ist nicht gesagt. Denn nun hat Tim Cooks Konzern sich die Rechte zur exklusiven Nutzung im Consumer-Bereich bis zum Februar 2015 gesichert.

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Apple verlängert Rechte für theoretisch spektakuläre Legierung

Bereits seit August 2010 gibt es ein Abkommen zwischen Apple und Liquidmetal Technologies, in dem Liquidmetal Technologies das gesamte intellektuelle Eigentum eines Tochterunternehmens an Apple abtritt. Besonders relevant ist das im Bezug auf die Flüssigmetalltechnologie. Diese ist zwar nicht ganz so spektakulär wie sie klingt – es geht also nicht um schmelzende Telefone im Sinne von “Terminator 2″ -, bietet allerdings eine deutlich verbesserte Haltbarkeit gegenüber Stößen und Schlägen und ermöglicht außerdem biegsame Geräte. Zumindest theoretisch.

Denn bis das Liquidmetall tatsächlich auch in größerem Maßstab zum Einsatz kommt, könnten noch drei bis fünf Jahre vergehen. Erst dann wäre überhaupt daran zu denken, das Flüssigmetall auch in den Hüllen von iPhone oder iPad einzusetzen oder gar die iWatch aus dem Material zu fertigen. Dies wurde zwar lange spekuliert, aber eine Uhr, die sich um das Handgelenk des Trägers schmiegt, liegt derzeit noch in der Zukunft. Zumal Apple zunächst einmal eine funktionierende Infrastruktur für die Fertigung mit Flüssigmetall aufbauen müsste. Bestellungen in der Größenordnung von Apple-Geräten wären mit den bisherigen Produktionsmechanismen schlichtweg nicht zu bewältigen.

Dennoch kommt das Flüssigmetall vielleicht schon bald in Apple-Geräten zum Einsatz, allerdings eher unter unspektakulären Bedingungen. So ist der Auswurf der SIM-Karte womöglich bald mit Hilfe von Flüssigmetall gefertigt, hier experimentiert Apple gerade; auch kleinere Schrauben könnten bald so produziert werden. Auch in den Akkus könnte Apple in der näheren Zukunft durchaus Gebrauch von der Flüssigmetallfertigung machen, dem großen Ziel von biegsamen Geräten ist Apple aber damit kaum näher.

Wann biegt Apple iPhone, iPad und iWatch?

Genau dafür hatte Apple die Technologie allerdings ursprünglich zugekauft, als Einzelkomponent für erweiterte Flexibilität von Geräten – Apple war die erste Firma weltweit, die sich die Rechte für Liquidmetall für Hüllen und Gehäuse sichern ließ und die Potentiale darin erkannte. Zusätzlich arbeitete Apple in den letzten Jahren daran, auch flexible Display-Technologien aufzukaufen.

Viele Patente, die Apple sich in den letzten Jahren sicherte, hatten einzig zum Ziel, die Saphirglasdisplays auch in Versionen fertigen zu können, die Stabilität und Flexibilität vereinen. Zwar gibt es bereits einige Smartphones und Smartwatches mit gekrümmten Displays auf dem Markt, doch eine biegsame und haltbare Variante wäre ein echter Hingucker. Vor allem im Bezug auf die iWatch könnte ein flexibles Gerät ein Durchbruch sein – das aber wohl erst in der zweiten (oder wahrscheinlicher) dritten Version.

Für Apple hätte die Fertigung mit Liquidmetall noch einen zusätzlichen Vorteil, denn ein Produkt, das Apple mit Flüssigmetall fertigt, ließe sich nicht kopieren. Das Material vereint Ansprüche an Haltbarkeit und Innovationen im Industriedesign, die mit anderen Legierungen und Komponenten schlichtweg unmöglich sind.

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