Photos – Das bringt der Nachfolger von Aperture und iPhoto

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Noch vor wenigen Tagen kündigte Apple an, dass iPhoto und Aperture als die zentralen Bildersammlungen und Bildbearbeitungsprogramme auf dem Mac einstellen wird und dass beide Programme durch eine zentrale App ersetzt werden: Photos  heißt die neue App ganz simpel, die sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPad und iPhone erscheint.

Photos setzt dabei vor allem auf Cloud-Computing und auf Benutzerfreundlichkeit.

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Photos bringt einfache Filter und kinderleichte Bildbearbeitung

Mit der neuen Photos-App müssen iPhone-Nutzer sich künftig keine Gedanken mehr machen, ob sie ihre Fotosammlung bei sich tragen oder nicht. Die Synchronisation über die iCloud wird künftig im Vordergrund der App stehen. Synchronisierte Medien stehen dann nicht nur auf dem iPhone und iPad, sondern auch auf dem Mac zur Verfügung.

Auch um das leichtere Auffinden von Fotos hat Apple sich gekümmert. Bilder können nach dem Aufnahmedatum, dem Aufnahmeort oder dem Namen des Albums durchforstet werden. Außerdem gibt Photos eigenständig Hinweise auf verwandte Bilder – sucht ein User etwa Fotos seines Geburtstages, schlägt Photos auch Bilder vom gleichen Zeitpunkt des Vorjahres vor.

Das Augenmerk wird aber nicht nur auf dem Einlagern und Durchsuchen von Bildern liegen, sondern auch auf der Bildbearbeitung. Schließlich soll Photos auf dem Mac nicht nur iPhoto als User-Produkt ersetzen, sondern auch die professionelle Anwendung Aperture ersetzen. Auf dem iPhone funktioniert die Bildbearbeitung noch blendend: Per Tastendruck lassen sich Filter über die Bilder legen und so binnen Sekunden anschauliche Ergebnisse produzieren. Das kennen Smartphone-User schon von Instagram.

Aber nicht nur Apples Filter finden sich in Photos, auch Drittanbieter von Apps können in iOS 8 eigene Filter in Photos einbinden. Auch professionellere Bildbearbeitungstools werden in Photos integriert sein. Die Anpassung der Belichtung, Helligkeit und Kontrast, Farbintensität, Sättigung und die gezielte Bearbeitung von Farbtönen in Himmel und Haut sind ebenfalls in Photos verfügbar.  Mittels eines einfachen Menüs lässt sich das auch mit dem Touchscreen perfekt lösen.

Zusätzlich werden Detailverbesserung wie die Ausrichtung und Beschneidung des Fotos angeboten.

Was kann Photos auf Yosemite?

Was für das iPhone noch perfekt funktionieren mag, stellt allerdings für den Mac schon eine mittelschwere Sinnkrise dar. Auf der WWDC präsentierte Apple das neue Mac OS X 10.10 Yosemite vor, auch Photos gehörte zur Präsentation. Die App war dabei auch auf dem Mac eine ziemlich genaue Umsetzung des mobilen Programms. Craig Federighi brachte ein Bild ins Wasser, passte die Belichtung an und legte einen Filter darüber – all das dürfte das Vertrauen der Prosumer in Photos nicht unbedingt erhöhen. Zumal Apple bereits mit den letzten tatsächlichen Pro-Produkten wie Final Cut seine Stammkundschaft vergrämte.

Auch auf den Screenshots, die Apple bereits vorab von Photos zeigte, lassen sich auf dem Mac zwar mehr Anpassungen und Luma- und Chroma-Kurven erkennen, eine ernsthafte Konkurrenz zu Photoshop und Lightroom wird Photos aber wohl kaum bieten können (und wollen).

Dennoch gab Apple an, dass Photos auf dem Mac auch professionelle Features unterstützen werde.

Doch auch User, die bei Aperture und iPhoto bleiben möchten, könnten in Zukunft enttäuscht werden. Denn offenbar will Apple für beide Programme keine Updates mehr herausbringen, die Kompatibilität zur neuen iPhoto Cloud herstellen. Sprich: Wer auch in Zukunft seine Fotos auf allen Geräten synchronisiert haben möchte, muss auf Photos umstellen.

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