Jahresrückblick – Das war Apple 2013

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

2013 war für Apple kein einfaches Jahr. Immer noch im Schatten des Ende 2012 verstorbenen Steve Jobs musste Tim Cook eine Firma führen, deren Innovationsgeist nun vor allem von den Investoren stark angezweifelt wurde.

Auf einen kritischen Start in den Januar (vor allem börslich) folgten einige neue Launches, die zumindest Apple Fans besänftigen konnten und die Internetgemeinde begierig auf 2014 warten lassen.

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Apple beginnt 2013 mit Absturz an der Börse

Gleich im Januar sorgte Apples Aktie für einen gewaltigen Sturz, der auch das Image der Marke ankratzt. Zwar kann Apple einen Umsatzrekord vermelden und setzte im vorangegangenen Quartal 2012 54,5 Milliarden US-Dollar um (bei einem Gewinn von 13,1 Milliarden), doch den Aktionären reicht das nicht. Apples Aktie, die seit ihrem Rekordhoch von über 700 Dollar sich langsam entwertete, stürzt endgültig ab. Vor allem aber der mangelnde Glaube an Apple als Marke und starke Verluste an die Konkurrenz – allen voran Samsung – kratzen am Selbstbewusstsein der Kalifornier.

In den folgenden Monaten wird Apples Führungsetage umgekrempelt. Apples Designchef Jonathan Ive kümmert sich fortan nicht mehr nur um das Äußere von iPhone, MacBook und Co., sondern ist erstmals auch für das User Interface verantwortlich. Der 2012 entlassene Scott Forstall hatte einen internen Machtkampf mit Ive verloren und der charmante Brite aus den Apple-Präsentationen baut 2013 seine Macht im Konzern weiter aus.

Auch Craig Federighi gehört zu den Gewinnern der Umstrukturierung. Spätestens seit der WWDC im Juni und seiner Vorstellung von Mac OS X Mavericks kennt die Welt das Gesicht des Vice President of Software Engineering. Vor allem vier große Namen konnte Apple 2013 für die Management-Etage gewinnen: Von Adobe wechselte Kevin Lynch als Chef der Technologies-Abteilung zu Apple, die Stores leitet Angela Ahrendts vom britischen Modeluxuslabel Burberry und der ehemalige Nike-Designer Ben Schaffer und Paul Deneve von Yves Saint Laurent werden sich wohl künftig um die iWatch kümmern.

Apples neue Hard- und Software

Doch nicht nur personell, auch mit einigen Updates älterer Geräte und neuer Software konnte Apple auf sich aufmerksam machen.

Bis in den März dauerte es, bis Apple die Lieferschwierigkeiten beim neuen, superflachen iMac in den Griff bekam. Auch die Ghosting Probleme beim MacBook Pro mit Retina Display bekam Apple endlich in den Griff, außerdem wurde ein neuer Mac Pro vorgestellt, der Anfang 2014 erscheint. Großer Gewinner des Jahres ist aber das extrem energieeffiziente MacBook Air, das dank der neuen Intel Haswell-Chips eine bessere Laufzeit mit gesteigerter Leistung verbindet.

Wie alle Hersteller klassischer Computer leidet auch Apple an den sinkenden Nachfragen von klassischen Desktop PCs und Notebooks, allerdings trifft der Rückgang Apple nicht so hart wie die Konkurrenz. Die hochpreisigen Macs verkaufen sich nach wie vor gut, allen voran das MacBook Air.

Die neuen Tablets iPad Air und iPad mini mit Retina Display verkaufen sich ebenfalls blendend, allen voran das deutlich leistungsstärkere iPad mini ist ein Renner. Kleines Sorgenkind ist dagegen das “günstigere” iPhone 5C, das im Vergleich zum iPhone 5S keinen Stich landet.

Auch an Prozenten konnte Apple 2013 ordentlich Geld verdienen – im Mai erreichte der App Store 50 Milliarden Downloads. Die Nachfrage nach den Apps boomt weiterhin.

Das größte Software-Update des Jahres lieferte Apple aber mit iOS 7 für iPhone und iPad. Ein neues, flaches Design, strahlende Farben und einfachere Icons ersetzen den Skeumorphismus der Vorgänger. Dem passt sich im Herbst auch Mac OS Mavericks an. Zum ersten Mal als kostenloses Update erhältlich bietet des neue Betriebssystem vor allem ein entschlacktes Design und einige neue Energiesparfeatures.

Im Bereich Hardware zeigte Apple 2013 bereits, in welche Richtung das nächste Jahr gehen dürfte: Noch flachere Geräte und ein weiteres Portfolio an Smartphones und Tablets.

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