Gutes Geschäft mit iTunes und Aufatmen für die Aktie

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: Apple, iPodTAGS:  , , , ,

Noch unter Steve Jobs setzte Apple mit iTunes auf eine einheitliche Plattform, mit der digital Medien vertrieben werden können. Das Geschäft eröffnete einen ganzen Markt und während Apple sich in seinen Geräten immer weiter von physischen Datenträgern wie DVDs verabschiedet, wird auch das Geschäft mit dem Handel immer lukrativer.

Dabei sind die Margen teilweise denkbar schmal. Allerdings: Über die Masse und ihre eigene Software kann Apple doch erhebliche Umsätze einfahren. Von zwei Milliarden US-Dollar ist die Rede.

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iTunes und der App Store – Gewinngaranten für Apple

Ganz selbstverständlich sind solche Umsätze dabei schon lange nicht mehr. Den Aufstieg von Streamingdiensten hat Apple mehr oder weniger verschlafen, auch wenn Tim Cook das nun mit einer Kooperation mit Beats wohl nachholen will, und auch die Konkurrenz für den iTunes Store steigt durch die gestiegene Anzahl an Android Geräten.

Tatsächlich muss sich Apple gleich doppelter Konkurrenz erwehren, denn nicht nur der Play Store mischt mit im Big Business der digitalen Vertriebsgesellschaften, sondern auch Amazon spekuliert am Markt. Gerade Amazon wird schon seit einigen Monaten nachgesagt, ein gewagtes Unterfangen starten zu wollen – so sollen künftige Kindle Fire Tablets dem Internetkaufhaus bei jedem Verkauf einen kleinen Verlust bescheren. Über die Masse digital getätigter Käufe im passenden Store soll sich das Vorhaben dennoch rechnen. Gerade Apple mit seinen steigenden Produktionskosten für Tablets und iPhones fürchtet sich vor diesem Vorgehen der Konkurrenz.

itunes

Bis dahin kann Apple im eigenen iTunes und App Store immerhin rund fünf Milliarden Dollar in einem Quartal umsetzen und dürfte in diesem Jahr Software, Musik und Filme für rund 23 Milliarden Dollar verkaufen. In den letzten sieben Jahren hätten sich die Umsätze somit vervierfacht. Gerade im Musikbereich kann Apple sogar wachsende Zahlen verzeichnen, aber auch der Verkauf von Software und Apps für iOS-Geräte beschert dem Unternehmen aus Cupertino gute Zahlen.

Allerdings sind die Margen für jeden einzelnen Verkauf vergleichbar schmal. Mit gerade einmal zwei Prozent auf Apps und einem Prozent auf verkaufte Musik verdient Apple pro Song nur rund einen Cent. Die größten Gewinne kann Apple aber mit dem Verkauf eigener Software verzeichnen. Dazu gehören sowohl die iLife-Programme (wie iMovie oder iDVD) und größere Updates für das Betriebssystem MacOS, aber auch Apples professionelle Softwaresuiten Final Cut Pro und Logic Pro, die ebenfalls digital vertrieben werden. Geht man hier von einem branchenüblichen Anteil von 50 Prozent pro verkaufter Einheit aus, summiert sich Apples Reingewinn im iTunes Store immerhin auf rund zwei Milliarden US-Dollar jährlich.

Bei dieser Summe ist es kaum vorstellbar, dass der iTunes Store zunächst nur kostendeckend geplant war, Gewinne wollte man mit dem Verkauf von Hardware einfahren. Den iPods gab die Beliebtheit von iTunes auch den nötigen Schub.

Gute Zahlen, gute Zeiten – iTunes stupst Aktie an

Auch auf dem Börsenparkett machen die positiven Zahlen sich sofort bemerkbar. Denn am Freitag stiegt der Preis der Aktie wieder über die Marke von 460 Dollar und hat damit den höchsten Punkt seit sechs Wochen erreicht. Der Kursgewinn betrug stellenweise über zehn Prozent und auch Experten raten, wenn auch vorsichtig, wieder zum Kauf der Aktie.

Neben der positiven Entwicklung vom iTunes Store gelten vor allem künftige Geräte wie der iTV, die iWatch und das günstigere iPhone als Triebfedern der steigenden Kurse. Außerdem spekuliert man über ein bisher noch nicht bekannten “Killer Feature”, so die Analystin Katy Huberty, mit dem Apple noch in diesem Jahr Konkurrenz und Fans gleichermaßen überraschen könnte. Man darf also wieder gespannt sein.

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