WWDC: Jobs wird iCloud präsentieren
Der Chief Executive Officer von Apple, Steve Jobs, wird am 6. Juni einen öffentlichen Auftritt haben. Dabei wird er ein neues Apple-Produkt, das sich ganz um die “Cloud” dreht, und eine weiterentwickelte Version des Betriebssystems, das iPad, iPhone und iPod betreibt, enthüllen
Jobs, der am 17. Januar schon zum dritten Mal aus gesundheitlichen Gründen von seinen operative Aufgaben beurlaubt wurde, wird auf der Worldwide Developers Conference eine Ansprache halten. Das teilte das Unternehmen aus Cupertino, Kalifornien, heute mit.
Apple hat als der größte US-amerikanische Musikvertrieb Vereinbarungen mit drei von vier der großen Major-Labels getroffen, die es Nutzern des neuen Dienstes erlauben werden ihre Musiksammlung von mobilen Geräten aus über das Internet abzuspielen. So teilten Kenner der Verträge mit. Die drei Labels sind EMI Music, Warner Music und Sony Music. Diese Verträge sichern Apple die Rechte zum Vertrieb des größten Anteils der verfügbaren populären Musik. Apple folgt damit Google und Amazon auf dem Weg Nutzern das Streamen von Music über die Cloud zu gestatten, anstatt sie zunächst herunterzuladen, um sie auf einer Festplatte zwischenzuspeichern.
Apple wird allerdings wahrscheinlich mit Musik-Lizenzen starten, da diese Herangehensweise dem Unternehmen ermöglicht den Nutzern mehr Feature anzubieten. So könnte Apple zum Beispiel die Festplatten der Nutzer scannen und dann Songs streamen, ohne dass man jedes Lied einzeln hochladen müsste. Letzteres ist eine aufwändige Prozedur und bei den Diensten von Google und Amazon muss man sie durchführen.
Es bleibt unsicher, ob die Kunden sich überhaupt dafür interessieren. Es gibt jetzt drei Schwergewichte, die um den bisher noch kaum existenten Cloud-Musikmarkt kämpfen. Im Moment kennzeichnet sich digitale Musik durch feste Download-Preise und wenig Wettbewerb. Apple dominiert und alle anderen prügeln sich um die Brotkrumen, die hie und da abfallen. Nun schickt sich der Wettbewerb aber an den Sektor zu beleben und hoffentlich drückt das weiter die Preise und erhöht die Wahlmöglichkeiten der potentiellen Käufer.


