Warum das iPhone 5C doch nicht billig ist

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , , ,

Als billiges iPhone wurde das iPhone 5C im Vorfeld erwartet. Als massentaugliches Einsteigergerät, mit dem vor allem die Märkte in China und Indien erobert werden. Als ein iPhone für die letzten Smartphone-Verweigerer. Doch es kam anders.

Das iPhone 5C ist zwar bunt und nicht so hochwertig gefertigt wie das 5S, aber billig ist es nicht. Mit 599,-  für die 16GB-Variante und 699,- Euro für die 32GB-Version liegt der Preis immer noch recht hoch, en par mit Geräten wie dem HTC One oder dem Samsung Galaxy S4, den jeweiligen Flaggschiffen der Konkurrenz. Die Preisstrategie macht aber durchaus Sinn – zumindest von Apples Warte aus.

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600 Euro für Billig-iPhone – teures iPhone 5C

Vor allem im Gegensatz zum neuen iPhone 5S werden die Unterschiede mehr als deutlich: Die quietschbunte Polycarbonat-Schale, die Technik aus dem iPhone 5 und ein günstigerer, aber keineswegs billiger, Anschaffungspreis.

Vor allem für den Preis wurde Apple ausgiebig kritisiert, aber Apple ist nun einmal eine Marke und die pflegt ein bestimmtes Image. Schönheit und Eleganz aus Cupertino haben ihren Preis und der liegt höher als bei der Konkurrenz. Dafür bekommen Apple-User einfache Lösungen und sichere Software. Apple hat sich seit dem iPod und dem ersten iMac eine treue, fast sektenartige Gefolgschaft erschaffen, die die Geräte kultartig verehrt. Besonders Samsung versucht, die Präsentations-Events von Apple zu kopieren, aber zu Schlangen vor den Geschäften hat das bisher noch nicht geführt. Dass Apples iPhones so begehrt sind, liegt auch am Preis. Jedes iPhone, auch das iPhone 5C, ist ein Mode- und Luxusartikel. Die bunten Farben sollen einen individuelleren und frischeren Lebensstil ansprechen.

Nun macht das bunte Aussehen vor allem aber auch eingedenk des Markenimages Sinn, denn mit dem iPhone 5S dürfte niemand das 5C verwechseln. Bereits auf den ersten Blick fällt die günstigere Variante auf, eine schwarze Edition etwa gibt es nicht, selbst das weiße iPhone 5C strahlt deutlich im Vergleich zur silbernen Luxusvariante.

Einzig mit Vertrag ist das iPhone 5C deutlich günstiger, was in Ländern wie den USA durchaus Sinn macht. Da in Deutschland Mobilfunkverträge im Vergleich immer noch absurd teuer sind, geht die Rechnung hierzulande nicht auf.

Das iPhone 5C und iOS 7 füllen Apple die Kassen

Dass das iPhone 5C dennoch nur günstiger, aber nicht viel günstiger ist, liegt an Apples Gewinnmargen. Von Margen um die 50 Prozent können andere Smartphone-Hersteller nur träumen. Und dabei fielen die Margen bei Apple in den letzten Jahren sogar – zum Einen durch günstigere Geräte wie das iPad mini, aber auch durch die immer komplizierter und teurer werdende Fertigung des iPhones. Das iPhone 5C setzt auf bewährte Konstruktion, kein Saphirglas, kein diamantgeschliffenes Aluminium, dafür Plastik (pardon, Polycarbonat). Und Apple verdient kräftig an jedem verkauften Telefon, mehr noch als die Konkurrenz. Denn schließlich ist auch iOS eine Goldgrube für Apple. An den Verkäufen im App Store wird Apple prozentual beteiligt, ein iPhone ist oft nur der Einstieg in Apples Produktwelt.

Das geschlossene Ökosystem von Smartphone, Tablet und Computer kann die Konkurrenz nicht kopieren, zu unterschiedlich sind die Geräte. Android und Windows müssen unter zig Konfigurationen laufen, iOS kann sich auf eine Konfiguration konzentrieren und diese voll ausnutzen.

Alleine der Kultstatus von Apple erlaubt den hohen Preis des iPhone 5C. Die eingebaute Technik der Vorgängergeneration ist immer noch in Ordnung, auch wenn die Konkurrenz für vergleichbare Preise mehr bietet. Dafür ist das iPhone 5C eben von Apple und damit automatisch Kult – solange es teuer genug bleibt.

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