M7 – der Assistenzchip im iPhone 5S

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , , , ,

Apples Prozessoransatz ist ein anderer als der der Konkurrenz. Während Samsung immer schnellere Prozessoren und immer mehr Kerne in seinen Mobiltelefonen verbaut, wird das iPhone 5S erstmals einen 64-bit Prozessor beinhalten, der den Takt angibt. Neben dem A7 gibt es allerdings eine kleine Neuerung, den M7. Dieser Motion Coprozessor sorgt für Entlastung und zeigt gleichzeitig, was Apples Zukunft bringen könnte…

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Mehr als nur Hilfe: Der Coprozessor M7

Der A7-Chip ist das Herz des iPhone 5S, der rasante 64-bit Chip treibt sämtliche Prozesse mit wenigen Ausnahmen an. Diese wenigen Ausnahmen fallen künftig in das Gebiet des M7, eines kleinen Coprozessors, der gezielt für kleinere Aufgaben eingesetzt wird. So soll der kleine Chip große Veränderungen bringen.

Vornehmlich ist der M7 dafür gedacht, Bewegungsdaten zu sammeln. So zieht er diese aus dem Beschleunigungssensor (Accelerometer), dem Gyroskop und dem Kompass. Neben der Navigation dient der M7 somit vornehmlich für die sportliche Betätigung. Apps, wie etwa von Nike angekündigt, können so noch effektiver auf Bewegungsdaten zugreifen und sportliche Profile erstellen. Nike gehört ohnehin zu den engsten Kooperationen mit Apple, die Running-Apps des Sportartikelriesen aus Portsmouth waren dereinst sogar iPhone-exklusiv. Mit dem M7 steht nun eine effektivere Art des Sammelns von Bewegungsdaten zur Verfügung. Effektiver auch deswegen, weil der M7 auch im Schlummermodus des iPhone 5S weiterhin Daten sammelt und diese erst dann nutzt, wenn das Gerät wieder gestartet wird. Somit kann das iPhone 5S beim Sport sehr batteriesparend eingesetzt werden, auch Schrittzähler – wie sie in vielen Abnehm-Apps zum Standard gehören – können die Daten effektiv nutzen.

Durch das in iOS 7 benutzte Core Motion erkennt der M7 außerdem die Art der Fortbewegung und könnte in Zukunft vor allem genutzt werden, um auch Wege in Innenräumen zu optimieren und zu kartographieren. Für Parkhäuser war eine ähnliche Funktion etwa angekündigt. Die Analyse der Art von Fortbewegung soll dagegen bei der Navigation helfen – wenn das iPhone 5S weiß, ob der User gerade geht oder Auto fährt, werden die Karten entsprechend angepasst. Die heikle Angelegenheit dabei: Wenn Apple massenweise Daten sammelt, wie die Nutzer sich bewegen, besteht durchaus die Gefahr, dass diese für personalisierte Werbung verkauft werden.

Der M7-Chip ist vor allem deswegen so hilfreich, weil er für all diese Prozesse der Hauptprozessor nicht eingesetzt werden muss. Die eingesparte Energie kommt vor allem der Akkulaufzeit zugute.

Der M7 ist nur Teil einer Gleichung

Wer die Gerüchte zur iWatch der letzten Monate verfolgt hat, der wird im M7 einen Ausblick in die Zukunft der tragbaren iDevices sehen. Während Samsung Apple zwar bei der Smartwatch zuvor kam, allerdings nur eine bessere Galaxy-Ferndbedienung präsentierte, soll die iWatch einen viel stärkeren Fokus auf die Funktionen einer Pulsuhr setzen. Bereits medizinisch war dies im Gespräch, so könnte die iWatch bei gefährdeten Personen automatisch Notrufe über das iPhone senden, dank M7 wären sogar in Innenräumen Positionsdaten verfügbar.

Doch vor allem sportlich könnte der M7 mit den richtigen Apps und einer Pulsmessung durch die iWatch Maßstäbe setzen für das, was Apps derzeit zu leisten imstande sind. Auch die besten Running Apps schließlich gewinnen erst an sportlichem Nutzen, wenn sie mit einem Pulsmesser zusammen genutzt werden, Apple böte mit iWatch und iPhone ein komplettes Paket aus Bewegungs- und Pulsmessung, der M7 ist dabei ein Ausblick in eine zunehmende elektronische Spezialisierung durch Coprozessoren. Keine heiß ersehnte technische Revolution zwar, aber ein Gimmick mit echtem Mehrwert.

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