Künftig mehr iPhones über den Apple Store – Apple will Verkäufe steigern

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , , ,

Die Bilder sind längst bekannt. Kaum wird ein neues iPhone angekündigt, so schlagen die Hardcore Fans ihre Zelte direkt vor den Apple Stores auf. Schließlich möchte jeder zu den ersten gehören, die mit dem brausenden Applaus und der La-Ola-Welle vom Personal mt den blauen Shirts empfangen werden.

Die relativen Verkäufe der Apple Stores sollen aber unbedingt gesteigert werden, so beschlossen es Tim Cook und die führenden Verkaufsmanager in einer Sitzung zur strategischen Ausrichtung der Stores. In Zukunft soll jedes zweite iPhone auch in einem Apple Store verkauft werden, das Ziel könnte sich dabei als zu ambitioniert erweisen. Vor allem mit der derzeitigen Infrastruktur.

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Apple-Store-Hamburg-Jungfernstieg

Wer den Apple Store betritt, der kauft auch

Die Apple Stores sind nicht einfach nur Geschäfte. Sorgfältig ausgewählte Standpunkte, reinrassiges Design, klassische Ausrichtung und verschiedene Events locken Besucher und Touristen immer wieder in neue Stores (wie den Apple Store am Berliner Kurfürstendamm etwa). Und wer einmal einen Apple Store betritt, der wird zumeist auch zum Käufer.

In den USA besitzen etwa die Hälfte der Kunden, die ihr iPhone im Apple Store kaufen, auch ein iPad. Immerhin noch jeder Dritte einen Mac – Bei Kunden, die ihr iPhone direkt vom Mobilfunkanbieter beziehen liegen die Zahlen bei 37 Prozent (iPad), beziehungsweise 20 Prozent (Mac). Zwar mag man argumentieren, dass gerade Kunden, die schon andere Apple-Produkte besitzen, mit höherer Wahrscheinlichkeit ihr iPhone im Apple Store kaufen, doch das iPhone hat sich als beliebter Einstieg in die Apple-Welt erwiesen. Genau diesen Einstieg möchte Apple nun verstärkt nutzen. Eingedenk des billigen iPhones, das zum Ende des Jahres hin erscheinen soll, könnte dies durchaus auch in anderen Sparten die Verkäufe steigern.

Diese gesteigerte Kundenbindung geht Apple vor allem dann verloren, wenn Kunden sich zum ersten Mal ein iPhone holen, denn 90 Prozent der Neukunden kaufen nicht direkt bei Apple, insgesamt gehen nur 20 Prozent der iPhones im Apple Store über die Ladentheke. Zwar versucht der Apple Store immer wieder, die Kunden mit Gutscheinkarten für den iTunes Store direkt in die Heimat der Mac-Produkte zu locken, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Um tatsächlich 50 Prozent der iPhones im Apple Store zu verkaufen, muss jedoch noch einiges geschehen, denn auch die Infrastrukturen wären diesen Zahlen kaum gewachsen.

Zu wenig Apple Stores für ambitionierte 50 Prozent

Alleine schon die geringe Anzahl der Stores und deren nicht unbedingt flächendeckende Verbreitung stehen dem im Weg. Und die bereits existierenden Apple Stores sind meist überfüllt und das Personal fast immer beschäftigt. Schließlich ist Apples proaktive Serviceauffassung auch Teil des Reizes. Selbst in Apples Heimatland gibt es kaum die Kapazitäten, um dem gerecht zu werden, in Europa ist die 50-Prozent-Hürde noch einmal unrealistischer. Gerade in Deutschland.

Dass Apples Store-Modell allerdings großen Erfolg verspricht, zeigen auch die Nachahmer. Nach Samsung springt nun auch Microsoft langsam auf den Zug auf und möchte vor allem die Surface-Tablets in höherer Stückzahl umsetzen. Für Apple könnte sich ein Expandieren also durchaus lohnen, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten.

Daher setzt Apple wohl künftig auch auf andere Anreize. So gibt es schon seit längerer Zeit Gerüchte, dass alte iPhones bald im Apple Store beim Kauf eines neuen iPhones in Zahlung gegeben werden können. Zwar gibt es auf Apples Website bereits seit längerem ein Recyclingprogramm, das iPhone war hiervon jedoch immer ausgeschlossen. Selbst wenn Apple damit mehr Kunden in die Stores lockt, muss sich der Konzern etwas einfallen lassen, um dem Ansturm auch standzuhalten. Derzeit arbeiten die Apple Stores nämlich am Rande ihrer Kapazität.

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