iPhone 5C als Ladenhüter – Apple drosselt Produktion

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , ,

Schon Monate vor der Vorstellung brodelte die Gerüchteküche: Von einem billigeren iPhone war die Rede, von einem iPhone, das zwischen 300 und 400 US-Dollar kosten sollte und das das iPhone auch als Einsteigergerät attraktiv machen sollte. Letztlich war das iPhone 5C aber auch Apples Preispolitik unterworfen.

Verramschen will Apple seine Geräte nicht, gerade der Preispunkt macht das iPhone 5C aber für viele Kunden wenig attraktiv und das hat nun auch in der Produktion folgen.

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Lager voll mit dem bunten iPhone 5C

Eigentlich gab es passend zum Verkaufsstart der neuen iPhones fast durchweg Positives zu berichten. So brach Apple wie schon mit dem Vorgängermodell seinen eigenen Verkaufsrekord und setzte diesmal sogar rund neun Millionen iPhones ab. Hauptverantwortlich dafür war allerdings das iPhone 5S, beim iPhone 5C spekuliert man derzeit auf rund 3,5 Millionen verkaufte Einheiten, wovol allerdings das Gros bei Mobilfunkbetreibern und Großhändlern liegt, die nun ihrerseits auf dem Telefon sitzen bleiben. Der an Endnutzer verkaufte Anteil wird auf nur rund 1,5 Millionen geschätzt. Nun wird Apple es zwar verschmerzen können, dass die Kunden vornehmlich die teureren iPhones kaufen, allerdings sollte das iPhone 5C Apple eben auch für andere Nutzer als die bisherigen Stammkunden attraktiv machen.

Tim Cook äußerte sich in einem Interview zu den neuen iPhones auch kurz zum Preis des iPhone 5C (das nur rund 100,- günstiger ist als das 5S): Man wolle gar nicht in den Sektor der Billig-Smartphones vorstoßen. Günstige Geräte, so Cook, hielten immer einen großen Anteil am Markt, an diesen Prozenten sei Apple gar nicht interessiert.

Dennoch hat der hohe Preis des iPhone 5C, das immer noch teurer als ein Galaxy S4 von Samsung ist, wohl viele potentielle Käufer entweder zur Konkurrenz getrieben oder gleich dazu bewegt, mehr Geld in ein deutlich moderneres Gerät zu investieren. Denn von der Aluminiumschale über den Fingerabdrucksensor bis hin zum neuen 64-Bit-Prozessor: Das iPhone 5S ist für nur 100,- Euro mehr als das Plastik-iPhone technisch weit enteilt.

In den USA und China purzelt der Preis für das iPhone 5C

Die amerikanische Handelskette Bestbuy machte nun vor, wie sie die vollen Lager ausverkaufen will. Das iPhone 5C, das dort zunächst für 99 US-Dollar inklusive Vertrag gehandelt wurde, viel nun auf nur 49,99 Dollar. Auch in China ist der Preis für das iPhone 5C abgestürzt. Dort bekommt man das Plastik-iPhone ohne Vertrag bei Online-Händlern bereits zwischen umgerechnet 360,- bis 400,- Euro.

Nun vermeldet Newsportal ctechcn.com außerdem, dass Apple in der Folge auch die Produktion des iPhone 5C kürzen musste. Ließ Apple bisher 300.000 Geräte pro Tag produzieren, so ist die Fertigung nun auf die Hälfte gedrosselt worden. Es handelt sich hierbei wohl nicht um sonst übliche Mechanismen, zum Verkaufsstart genügend Geräte vorrätig zu haben, sondern um eine Reaktion auf die schlechten Verkaufszahlen und darauf folgenden Preisstürze.

Was schlechte Nachrichten für Apple bedeutet, könnte aber für einige Kunden durchaus positiv sein. Denn auch in Deutschland wird das iPhone 5C in einigen Online-Shops bereits unter dem bei Apple angegebenen Preis von 599,- für die 16GB-Version, beziehungsweise 699,- Euro für die 32GB-Version, verkauft. Zwischen 20 und 30 Euro können Kunden mit etwas Recherche schon jetzt sparen, vermutlich werden die Preise in den nächsten Tagen und Wochen sogar noch weiter sinken. Gerade zum Weihnachtsgeschäft dürften einige Händler noch einmal nachbessern.

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